Evolution oder Schöpfung




Religion, Esoterik, Verschörungstheorien und andere Dinge.

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Mi 7. Feb 2018, 23:57

Warum gibt es Weisheitszähne?

Die evolutionstheoretische Antwort lautet:
Die erheblichen Unterschiede der Form und des Durchbruchzeitpunkts der Weisheitszähne sowie das gelegentliche völlige Fehlen der Zahnanlagen ist die Folge eines langfristigen evolutionären Trends. Weitgehend anerkannt ist heute, dass die ursprünglichen Plazentatiere in jeder Kieferhälfte drei Schneidezähne, einen Eckzahn, vier Vorderbackenzähne und drei Backenzähne hatten. Ihre Zahnformel lautet demnach 3 · 1 · 4 · 3, ihre Zahnzahl betrug 44. Alle heute lebenden Altweltaffen, darunter die Schimpansen und der Mensch, haben hingegen die Zahnformel 2 · 1 · 2 · 3 und somit 32 Zähne. Beim heutigen Menschen können Weisheitszähne also als Rudiment betrachtet werden. Die beim Menschen noch immer anhaltende Reduzierung der Zahnzahl ging – wie das Fossil Ardi belegt – schon vor mehreren Millionen Jahren einher mit einer Verkleinerung der Schnauze und der Eckzähne.

Wie erklären Kreationisten diesen Zahn? Ist er ein Übel, das durch die Erbsünde entstand?


(Übersetzung: "Intelligentes" Design - Was ist dein Lieblingsbeispiel für dummes Design?


Warum haben wir Weisheitszähne, wenn die doch eh irgendwann raus müssen und keiner sie sonst braucht?

Warum ist unser unterer Rücken so mies konstruiert, dass die meisten von uns ab 30 Rückenschmerzen im Lendenbereich haben?
Der Prozess der dazu führte, dass der Mensch in den aufrechten Gang überging, war sehr schnell. Man könnte fast sagen, zu schnell. Die Konstruktion ist nicht ganz ausgereift und verschleißt schnell. Der untere Rücken ist also eine Fehlkonstruktion. Diese würde aber nicht auffallen, wenn der Mensch, so wie früher üblich, selten älter als 30 Jahre wird.(#1)

Wenn ein unfehlbarer Gott uns von vornherein so geplant hat, warum hat er uns dann den Appendix gegeben, der unter guten Hygienebedingungen nichts anderes tut als sich manchmal zu entzünden?

#1 - Über die abwegige und unbestätigte Behauptung, der Mensch sei in vorsintflutlicher Zeit mehrere Hundert Jahre alt geworden, will ich an dieser Stelle gar nicht erst eingehen.
Bild

Früher war alles besser? Heute sorgt in Deutschland die Allgemeinheit dafür, dass alle Wohnung oder Kleidung haben. Die Wohlhabenden geben 50% ihres Einkommens dem Staat, zahlen 80% der Einkommenssteuer, den größten Teil der Körperschafts- und Unternehmenssteuern, sowie einen überproportional hohen Anteil der Umsatzsteuer und sichern so die Grundversorgung der Armen. Kennt jemand eine Ära, in der es mehr Gerechtigkeit gegeben hätte?
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 856
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 19:11

von Anzeige » Mi 7. Feb 2018, 23:57

Anzeige
 

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Fr 9. Feb 2018, 22:43

Wissenschaft irrt sich auch! - Teil 2: Christoph Kolumbus (Die Erdscheibe 2.0)

Wir hatten ja bereits herausgestellt, dass die Kugelgestalt der Erde die vorherrschende Lehrmeinung gebildeter Schichten war, seit die antiken Griechen geometrische Gedankenexperimente darüber machten und auch die Araber mathematische Modelle aufstellten.


(Übersetzung: 1492: Das Jahr in dem Ureinwohner Amerikas den herumirrenden Kolumbus fanden.)

Bleiben wir jedoch kurz bei jenem, den man den Wagemut nachsagt, überhaupt nach Westen zu segeln, um den Menschen zu beweisen, dass man am westlichen Horizont nicht einfach von der Scheibe fällt.
Kolumbus war ja bekanntlich jener Seefahrer (italienischer Herkunft, aber in kastilischen Diensten), der 1492 Amerika entdeckte, als er einen neuen Seeweg nach "Indien" suchte, ein Name der damals für ganz Südostasien und auch China galt. Gelandet ist er dabei zuerst auf den Bahamas. Erst auf seiner vierten Reise betrat er im heutigen Honduras das amerikanische Festland. Kolumbus hatte nicht bemerkt, dass es sich um einen bis dahin unbekannten Kontinent handelte. Diese Auffassung vertrat erst Amerigo Vespucci, nach dem die Neue Welt schließlich Amerika genannt wurde.
Über die Beringstraße kamen die Vorfahren der Indianer aber bereits Jahrtausende vor ihm an und auch Leif Eriksson war 500 Jahre vor ihm hinterm großen Teich auf Land gestoßen.


(Übersetzung: Was für eine hübsche kleine Welt. Es wäre doch eine Schande, wenn sie jemand entdecken würde.)[size]

Aus dem Nachlass des verstorbenen Schwiegervaters seiner ersten Frau Filipa - der Verblichene war Bartolomeu Perestrelo, Gouverneur der Insel Porto Santo bei Madeira - studierte Kolumbus Seekarten, Logbücher und Papiere. Ungefähr zu dieser Zeit muss er begonnen haben, sich intensiv mit einer Seeroute nach Süd- und Ostasien zu beschäftigen.
Wozu aber dieser Umweg? Seit etwa Mitte des 14. Jahrhunderts zwängte sich das Osmanische Reich zwischen Europa und den Osten. Die Landwege standen nicht mehr offen, für Luxusgüter mussten hohe Zölle gezahlt werden. Die Portugiesen versuchten das Problem zu umgehen, indem sie eine Seeroute nach Indien südostwärts um Afrika herum suchten. Dabei erkundeten sie große Teile der afrikanischen Küste. Vasco da Gama kam 1498 auf diese Weise tatsächlich nach Indien.
Kolumbus entdeckte für sich jedoch um 1480 die Idee einer Westroute nach Ostasien wieder, die auf Aristoteles zurückging. Für dessen Zeitgenossen war jenseits der Säulen des Herakles (die Felsen von Gibraltar, die Herakles mit dem Schwert gespalten haben soll) nur ein riesiges Meer, welches man nach Poseidons Sohn Okeanos nannte, wovon das heutige Wort Ozean (engl. Ocean) stammt. Dahinter finden sich nur noch die Haine der Hesperiden und der Titan Atlas, der zur Strafe für seine Mithilfe beim Krieg der Titanen gegen die Götter des Olymp alle Tage den Himmel tragen muss (nach ihm ist das Atlasgebirge benannt).
Aristoteles hatte aber behauptet, man könne den Ozean zwischen den Gibraltar und Asien innerhalb weniger Tage überqueren. Andere Gelehrte teilten die Theorie, unter anderem Pierre d’Ailly (1350–1420). Auch Roger Bacon hatte im 13. Jahrhundert unter Berufung auf Seneca, Plinius und Aristoteles angenommen, dass Indien von Spanien auf dem westlichen Seeweg erreichbar wäre. Kolumbus war also nicht nur der erste, der eine solche Route für möglich hielt, er besaß auch ein Exemplar der Imago Mundo, ein von Pierre d'Ailly 1410 verfasstes astronomisches und geographisches Buch. Dieses hatte Kolumbus mit zahlreichen Anmerkungen versehen. 1474, also 18 Jahre vor der Entdeckung, war er sich bereits völlig sicher, dass man westwärts Indien erreichen kann und brachte dies in zwei Briefen an Paolo dal Pozzo Toscanelli zum Ausdruck. Er hatte auch eine Abschrift des Reiseberichts Il Milione von Marco Polo und könnte auf eigenen Reisen, die er nach England unternahm, auch von den Fahrten der Wikinger nach Nordamerika gehört haben. Er selbst war aber nie in Island, wo Leifs Vater Erik, der Rote, seine Gründung errichtete, von der aus Leif seine Fahrten machte. Anzunehmen ist, dass Kolumbus auch den seit dem Mittelalter populären mythischen Reisebericht Navigatio Sancti Brendani über eine Westfahrt des irischen Mönches Brendan kannte.

Aber über Schriften und Überlegungen hinaus gab es auch weitere Indizien für eine Landmasse westlich des Ozeans. Nach einem Sturm abgetrieben, fand ein portugiesischer Kapitän weit im Westen ein fremdartiges, sehr rotes Stück Holz (Brasilholz), das augenscheinlich bearbeitet worden war. Weitere Hölzer und fremde Pflanzen wurden an die Küsten Madeiras und Porto Santos gespült. Schließlich gab es Gerüchte, dass auf Flores (Azoren) zwei Leichen fremdartigen Aussehens aus dem Westen angespült worden waren. Kolumbus erfuhr von diesen Indizien während seines Aufenthalts auf Porto Santo, als er sich mit Seeleuten unterhielt und die Papiere seines Schwiegervaters Bartolomeu Perestrelo las, unter denen sich auch sogenannte Roteiros (geheime Logbücher portugiesischer Seefahrer) befanden, die ihm Aufschluss über Strömungen und Winde des Atlantiks gaben und so bei der Ausarbeitung seines Plans hilfreich waren.
In seinen Lobüchern zur ersten Fahrt findet sich folgender Abriss, die zeigten "dass die Westwinde [die für eine Rückreise mit damaligen Segelschiffen nötig waren] das ganze Jahr über in den höheren Breiten wehen und ebenso verläßlich sind, wie die Ostwinde [auf der Breite der Kanaren], nur dass sie aus der entgegengesetzten Richtung wehen". Man müsste für günstige Westwinde also erst südlich die Kanarischen Inseln ansteuern und dann nach Westen drehen. Auch heutige Segelschiffer nutzen diese Erkenntnisse.

.
(Übersetzung Bild 1: Flacherdler denken so.
Übersetzung Bild 2: Wenn die Erde flach wäre, hätten Katzen schon längst alle Dinge runter geschmissen.)

Über die Kugelgestalt der Erde, Voraussetzung für eine Westroute nach Indien, gab es keine ernsthaften Debatten, auch keine Einwände von Seiten der Kirche. Zwar thematisieren einige Schriften auch eine Scheibenerde oder andere Formen, sie hatten aber auf die Akzeptanz der Idee einer Westroute nach Ostasien keinen Einfluss.
Die Problematik lag eher im vermuteten Abstand: Seit dem antiken Gelehrten Ptolemäus nahm man allgemein an, dass die bewohnte Welt 180° der Erdbreite einnahm, die restlichen 180° also noch unbekannt waren. D’Ailly dagegen kalkulierte mit 225° Ausdehnung der eurasischen Landmasse, was Kolumbus übernahm. Tatsächlich sind es etwa 130°. Da er zudem für die Entfernung zwischen den Längengraden eine zu kleine Zahl annahm, erhielt er einen Abstand von unter 4.500 km zwischen den Kanaren und Japan (tatsächlich landet man da erst in der Karibik oder New York). Der wirkliche Abstand beträgt fast 20.000 Kilometer. Doch aufgrund seiner falschen Zahlen hielt Kolumbus die von ihm später entdeckten Inseln in der Karibik für dem chinesischen Festland vorgelagerte Inseln südöstlich von Cipango (Japan). Die Inseln lagen ungefähr dort, wo auch die ihm bekannte Toscanelli-Karte von 1474 zahlreiche Inseln südöstlich von Cipango verzeichnete.

Zur Durchführung seines Plans benötigte Kolumbus Unterstützung eines Staates oder Staatsoberhauptes. Die Experten des portugiesischen Königs Johann II. lehnten die detailliert ausgearbeitete Pläne einer Expeditionsfahrt 1484 als undurchführbar ab. Die Distanzen seien weitaus größer (was ja sogar stimmt). 1485 hoffte er bei dem Königspaar Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien Anklang zu finden. Deren Verwalter und Schatzmeister Santa Hermandad Alonso de Quintanilla war bei einer Vorstellung 1486 am Hof von Cordoba sofort hellauf begeistert. Aber ein zur Prüfung seiner Pläne eingesetztes Komitee lehnte die Idee zwar als unpraktikabel ab. Kolumbus wurde dennoch stetiger Begleiter des Hofes und ab und an aus der königlichen Kasse unterstützt, um nicht abgeworben zu werden. Der einflussreiche Kardinal Pedro González de Mendoza, dessen Bekanntschaft Kolumbus gemacht hatte, verschaffte ihm eine erste Audienz bei Königin Isabella, die aber noch keinen Erfolg brachte. Die Reconquista (die Rückeroberung der iberischen Halbinsel von den Mauren) beschäftigte das Königspaar aber deutlich mehr als die Pläne des Seefahrers. 1488 erhielt er wieder eine Einladung des portugiesischen Königs Johann II., doch erneut gab es keine Einigung. Als Kolumbus in Lissabon bei seinem Bruder Bartolomeo überwinterte erlebte er auch die Rückkehr von Bartolomeu Diaz nach Lissabon, der Ende Dezember 1488 von seiner Umsegelung der Südspitze Afrikas zurückkehrte (ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Seeroute nach Indien).


(Übersetzung: Kolumbus: Ich habe Amerika entdeckt. Indianer: Ha, Repost.)

1491, erneut von einer spanischen Kommission abgelehnt, entschloss sich verzweifelt, nach Frankreich zu gehen. Im Kloster La Rábida hielten ihn der Mönch Juan Perez, Beichtvater von Isabella, und der Arzt Garcia Hernandez zurück. Perez schrieb der Königin einen eindringlichen Brief und erreichte so, dass Kolumbus an den Hof zurückgerufen wurde. Kolumbus kam gerade rechtzeitig in Granada an, um die Kapitulation des Maurenfürsten Muhammad XII. (auch Boabdil) am 2. Januar 1492 mitzuerleben.
Diesmal scheiterten die Verhandlungen an den außergewöhnlich hohen Forderungen von Kolumbus, der den erblichen Titel eines Admirals des Ozeans und des Vizekönigs über die von ihm entdeckten Gebiete und ein Zehntel an den zu erwartenden Einnahmen wertvoller Metalle beanspruchte. Laut seiner Behauptung hätte Frankreich ein besseres Angebot zugesagt und so entschloss sich die Königin auf Drängen verschiedener Personen doch auf die Forderungen einzugehen. Am 17. April 1492 war alles vertraglich geregelt.

Kolumbus unternahm in den folgenden Jahren vier Entdeckungsreisen im Auftrag der kastilischen Krone.
Kolumbus stach am 3. August 1492 zur ersten und berühmtesten Fahrt mit seinem Flaggschiff, der Karacke Santa Maria, sowie den beiden Karavellen Niña und Pinta von Palos de la Frontera bei Huelva aus in See. Die Reise ins Ungewisse schürte große Angst. Beinahe jedes ungewöhnliche Naturschauspiel wurde von der Mannschaft als schlechtes Omen interpretiert (z. B. die Rauchwolken des 1492 aktiven Vulkans Teide, Teneriffa). Von Tag zu Tag wurde das Ausbleiben einer Küste am Horizont unheimlicher.

Der 13. September scheint besonders kritisch gewesen zu sein, als die Kompassnadel immer mehr von Norden abwich. Da der Wissenschaft zur damaligen Zeit der Magnetismus der beiden Erdpole und die Deklination nicht bekannt war, hielt die Mannschaft das Abweichen der Nadel für einen Beleg, dass man in ein Gebiet vordringe, in dem die Grundgesetze der Natur nicht mehr gälten. Dass selbst der Kompass nicht mehr helfen konnte, sich genau zu orientieren, versetzte die Seeleute in Unruhe. Als die Mannschaft eine Umkehr zurück nach Europa gerade gewaltsam erzwingen wollte, erschien laut Kolumbus ein Vogel über dem Schiff. Kolumbus beschwor daraufhin die Mannschaft, an der Weiterfahrt festzuhalten, da sich ein Vogel nie mehr als 100 Meilen weit von einem Ufer entferne, wovon sich die Matrosen schließlich überzeugen ließen. Zudem bekam man in den darauf folgenden Tagen immer mehr Anzeichen von Küstennähe zu sehen, beispielsweise Äste von Bäumen und Pflanzen. Dennoch dauerte es noch einen ganzen Monat, bis ein Matrose im Ausguck Land verkünden konnte.

Am 12. Oktober 1492 erreichten die Schiffe die Neue Welt. Kolumbus ging auf einer Insel der Bahamas an Land, die von den Einheimischen Guanahani genannt wurde. Er gab ihr den Namen San Salvador (spanisch für "Heiliger Retter", #1). Wie man im Bordbuch seiner ersten Reise im Eintrag zum 21. Oktober nachlesen kann, glaubte Kolumbus sich damals südlich von Cipango (Japan) und wollte auf direktem Wege nach Westen die Stadt Quinsay an der Ostküste Chinas erreichen. Er schrieb: "Dort werde ich dem großen Khan die Briefe Eurer Majestät überreichen, um eine Antwort ersuchen und damit zurückkehren."
La Isla Española, latinisiert zu Hispaniola, wurde die erste Kolonie des Königreichs in der Neuen Welt und Kolumbus ihr Gouverneur und Vizekönig. Erste Begegnungen mit dem indigenen Volk der Arawak verliefen friedlich.
Am 16. Januar 1493 machte Kolumbus sich mit beiden verbliebenen Schiffen (die Santa Maria setzt Weihnachten 1492 auf einer Untiefe auf und deren Reste wurde zum Bau der ersten Festung La Navidad verwendet) auf den Weg zurück nach Europa. Einen Teil seiner Mannschaft ließ er wegen des Schiffbruchs als Bewohner der Kolonie La Navidad zurück. Die Zurückgebliebenen gerieten jedoch bald untereinander in Streit. Sie verteilten sich über die Insel, versklavten und töteten zahlreiche Indios und wurden letztlich alle, wahrscheinlich durch Gegenwehr der Indios und eigene Streitereien, getötet. Kolumbus geriet im Bereich der Azoren in fürchterliche Stürme, bei denen er den Kontakt zum zweiten Schiff Pinta verlor. Er erreichte mit der Niña am 4. März Lissabon und setzte die Reise von dort nach Palos fort, wo er am 15. März anlegte. Zufällig erreichte auch die Pinta am gleichen Tag Palos.


(Damit ich es richtig verstehe: Ihr habt Angst, dass Neuankömmlinge nach Amerika kommen, dich töten und sich alles unter den Nagel reißen?)


Kolumbus wurde daraufhin auf einem Triumphzug durch Spanien gefeiert. Seine Privilegien wurden bestätigt, und Papst Alexander VI. bestätigte das Anrecht Kastiliens auf entdeckte und zu entdeckende Gebiete westlich des Längengrades von 100 spanischen Meilen westlich der Kapverden (ein Jahr später wurde diese Aufteilung im Vertrag von Tordesillas modifiziert und von Portugal anerkannt).

Die zweite Reise (September 1493 - Juni 1496) galt der Sicherung der entdeckten Gebiete, sowie der weiteren Eroberung für Kastilien und die Suche des erhofften Goldlandes, dem eigentlichen Ziel der Expedition. Auf dieser Reise nahm er Indianer als Sklaven, die nach dem Gold suchen sollten. Dies wurde vom kastilischen Königspaar nicht toleriert, da sie in den Indios künftige Mitchristen sahen. Von 550 nach Europa verschifften Sklaven wurden all jene freigelassen, die die Überfahrt überlebten (etwa die Hälfte) und zurück gebracht.

Die dritte Reise (Mai 1498 - November 1500) führte ihn etwas südlicher. Er entdeckte Trinidad und Tobago und sichtete den nördlichen Mündungsarm des Orinoco und damit erstmals den amerikanischen Kontinent. Da heimkehrende Siedler Kolumbus beschuldigten, die Kolonien nicht im Griff zu haben, wurde er im Mai 1499 als Gouverneur abgesetzt und stattdessen Francisco de Bobadilla ernannt, der die Kolonie am 23. August 1500 erreichte. Kolumbus und sein Bruder, der zwischenzeitlich die Verwaltung von Hispaniola übernehmen sollte, wurden in Ketten heim gebracht, dort aber wieder vom Königspaar begnadigt. Die Ämter bekam er nicht zurück und sein Ruf war verwirkt. Zudem hatte Vasco da Gama 1498 auf einer Südroute um Afrika herum den ersehnten Seeweg nach Indien entdeckt, womit die Portugiesen den Wettlauf gewonnen hatten.

Die vierte Reise (Mai 1502 bis November 1504) wurde wieder durch Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien genehmigt und budgetiert. Kolumbus nahm seinen Sohn Fernando mit. Kolumbus erkundete die mittelamerikanische Festlandküste zwischen Honduras und Panama. Am 14. August 1502 betrat er bei Kap Honduras erstmals amerikanisches Festland. Er wollte beweisen, dass es dort eine Passage nach China gäbe.
Als Columbus und seine Mannschaft auf Jamaika strandeten, überlebten sie hauptsächlich durch Handel mit den Eingeborenen. Als die Spanier einige Einheimische beim Handel übervorteilten, stellten die Insulaner den Handel ein.
Kolumbus wusste als erfahrener Astronom, dass es am 29. Februar 1504 eine vollständige Mondfinsternis geben würde. Den Indigenas sagte er, dass die Götter ihr Verhalten verärgere und er ihnen deshalb den Mond rauben würde. Als die Finsternis dann tatsächlich begann, versprachen die aufgeregten Eingeborenen den Handel wieder aufzunehmen, wenn ihnen nur der Mond zurückgegeben würde. Kolumbus zeigte sich spendabel und "beendete" die Verfinsterung.
Nach Kämpfen mit Indigenas und einer Meuterei verbrachte Kolumbus aufgrund der lecken Schiffe rund ein Jahr in der Festung Jamaika, bevor er - von den Strapazen erkrankt - nach Spanien zurückkehrte.
Die letzten Lebensjahre verbrachte er zurückgezogen und von der Öffentlichkeit unbeachtet, aber überzeugt, eine Route auf dem Seeweg zum chinesischen Teil des indischen Festlandes (las Indias) gefunden zu haben.

#1 - Unter Wissenschaftlern umstritten ist die Frage, ob die heutige Insel San Salvador, die diesen Namen 1926 erhielt, identisch mit der von Kolumbus entdeckten ist.

Weiterführende Informationen zu den Reisen des Kolumbus:
The Voyage of Christoph Columbus
https://archive.org/details/voyageofchristop017278mbp/voyageofchristop017278mbp
Bild

Früher war alles besser? Heute sorgt in Deutschland die Allgemeinheit dafür, dass alle Wohnung oder Kleidung haben. Die Wohlhabenden geben 50% ihres Einkommens dem Staat, zahlen 80% der Einkommenssteuer, den größten Teil der Körperschafts- und Unternehmenssteuern, sowie einen überproportional hohen Anteil der Umsatzsteuer und sichern so die Grundversorgung der Armen. Kennt jemand eine Ära, in der es mehr Gerechtigkeit gegeben hätte?
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 856
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 19:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Mo 12. Feb 2018, 21:05

Grundsatzartikel: Was ist Wahrheit? - Teil 8: Interaktionsmodelle - Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Religion

Um die verschiedenartigen Verhältnisse zwischen Wissenschaft und Religion besser einordnen zu können, erarbeiteten verschiedene Forscher Interaktionsmodelle, so die vier Beziehungsmodelle Konflikt, Kontrast, Kontakt, Konfirmation von John Haught, die acht Modelle von Ted Peters, die in vier Konfliktmodelle und vier Kooperationsmodelle geteilt werden. Auch Ian Barbour spricht von vier Modellen. Diese Interaktionsmodelle ermöglichen eine wissenschaftlichere Fokussierung der vielfältigen Beziehungen, anstelle der öffentlichen Wahrnehmung, die sich lediglich auf die medienwirksame Konfliktmodelle konzentriert.

Konflikt- / Konfrontationsmodell
Ein Konfliktmodell entsteht aus einer Haltung, die entweder Naturwissenschaft oder Religion ausklammern oder vereinnahmen will. Solche Modelle führen oft zu heftigen Konflikten.

Naturwissenschaftlicher Materialismus: Diese Sichtweise vertritt die Ansicht, dass die materielle Welt die einzig existierende Wirklichkeit sei (Reduktionismus) und allein von der modernen Naturwissenschaft methodisch korrekt untersucht werde. Der transzendenten Wirklichkeit der Religion wird dabei häufig jede Existenzberechtigung abgesprochen. Vertreter dieser Richtung sind der Astrophysiker Stephen Hawking (*1942) oder der Biologe Richard Dawkins (*1941).

Naturwissenschaftlicher Imperialismus: Im Zusammenhang mit religiösen und spirituellen Erscheinungen und Erfahrungen, wie z.B. Gotteserfahrungen, werden mit Hilfe der Naturwissenschaft Hypothesen formuliert und überprüft. Gott wird in diesem Modell zum Teil anerkannt, erfüllt aber manchmal auch die Rolle eines "Lückenbüßergottes", mit dessen Hilfe naturwissenschaftlich Unerklärbares, z.B. Unendlichkeit, „erklärt“ werden soll. Zu dieser Richtung gehört der Inder Gopi Krishna (1903-1984), der die Biologie auffordert, die Phänomene der Kundalini-Erweckung naturwissenschaftlich zu erforschen. Hierher gehören auch Versuche und Diskussionen, Religion zumindest abstrakt als Stufe der psychischen oder sozialen Entwicklung der Menschheit einzuordnen. Viele klassisch religiöse Begriffe wie z.B. Ewigkeit sind in der Naturwissenschaft nicht definiert und somit nicht Gegenstand der Forschung.

Kirchliche Autorität: Lange Zeit beanspruchte der Vatikan das Recht, das letzte Wort auch im Bereich des naturwissenschaftlichen Wissens zu haben. Zwar erlaubte er früher diesbezügliche Forschungen, schritt aber bei Fragen, die direkt den Wahrheitsgehalt der Bibel oder die Autorität der Kirche in Frage stellen könnten, mehrmals "korrigierend" ein. Bekannte "Fälle" sind Galileo Galilei und der Darwinismus. Diese kirchliche Haltung hat später, v.a. seit dem auslaufenden 19. Jahrhundert und bis heute, seitens mancher naturwissenschaftlichen Vertreter auch zur Ablehung oder sogar zur Auflehnung gegen religiöse Erklärungsmodelle bezüglich der göttlichen bzw. transzendenten Wirklichkeit geführt.

Religiöser Fundamentalismus: Im frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich in den USA der religiös-fundamentalistische Kreationismus, der noch heute den naturwissenschaftlich begründeten Darwinismus kritisiert, wodurch ein breites Konfliktpotential entstand, besonders in Nordamerika und Australien. Eine "sanftere" Sichtweise spricht von Intelligent Design, das in der Natur zu erkennen sei und auf einen intelligenten Urheber verweise.

Kontrast- / Koexistenzmodell
Das Koexistenzmodell oder Modell der "Zwei Sprachen" betrachtet Naturwissenschaft und Religion als zwei unabhängige verschiedene Sichtweisen, die sich ergänzen, aber nicht direkt in Übereinstimmung gebracht werden können. Hiernach ist Naturwissenschaft für die Erklärung der realen materiellen Welt zuständig, Religion aber für die transzendentale Wirklichkeit, wobei beide nötig sind, wie der Physiker Albert Einstein (1879-1955) formulierte: "Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Naturwissenschaft ist blind." (Science without religion is lame, religion without science is blind.).
Hans Küng spricht vom Komplementaritätsmodell und fordert, dass "alle illegitimen Übergänge vermieden werden und alle Verabsolutierungen abglehnt werden". Theologen und Naturwissenschaftler sollten sich gegenseitig kritisch hinterfragen, um so Fehlinterpretationen zu revidieren.

Dialogmodell
Bei Dialogmodellen überschneiden sich Fragen der Naturwissenschaft und der Religion an mehreren Punkten. Fragestellungen werden demnach aus der Sicht der Naturwissenschaft und aus der Sicht der Religion untersucht und die Ergebnisse gegeneinander abgewogen. Dieses Modell von Interaktion zwischen Wissenschaft und Religion ist allgemein wenig verbreitet, gewinnt aber in der Ethikfrage, die sich heute aufgrund des immer größeren Ressentiment weiter Bevölkerungsteilen bezüglich Nuklear- und Gentechnologie, breit macht, an Bedeutung.

Integrationsmodell
Das Integrationsmodell beschreibt neue Ansätze, moderne Erkenntnisse der Naturwissenschaften mit religiösen oder spirituellen und sogar – aber von der Religion meist abgelehnten - esoterischen Meinungen zu vereinen. So gibt es Modelle, die besagen, dass die Schöpfungsgeschichte des 1. Buch Mose (Licht > Pflanze > Tier > Mensch) und der Darwinismus sich gegenseitig bestätigen würden. Besonders in der New Age-Bewegung werden immer wieder neue Modelle entworfen, die Naturwissenschaft und Religion/Spiritualität als ein harmonisches Gebilde zusammenbringen versuchen.
Dem Integrationsmodell zugeordnet werden auch die Evolutionstheologie von Teilhard de Chardin (1881-1955) und die Prozessphilosophie von Alfred North Whitehead (1861-1947).
Bild

Früher war alles besser? Heute sorgt in Deutschland die Allgemeinheit dafür, dass alle Wohnung oder Kleidung haben. Die Wohlhabenden geben 50% ihres Einkommens dem Staat, zahlen 80% der Einkommenssteuer, den größten Teil der Körperschafts- und Unternehmenssteuern, sowie einen überproportional hohen Anteil der Umsatzsteuer und sichern so die Grundversorgung der Armen. Kennt jemand eine Ära, in der es mehr Gerechtigkeit gegeben hätte?
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 856
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 19:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Mi 14. Feb 2018, 17:58

Grundsatzartikel: Was ist Wahrheit? - Teil 9: Ist Theologie eine Wissenschaft?

Man kann sie an Universitäten studieren, man kann promovieren und sich habilitieren, es gibt Fachzeitschriften, Kongresse und Symposien. Dennoch: Es fällt schwer, die Frage, die diesem Artikel die Überschrift gab, einfach mit "Ja" zu beantworten.

Es ist ersteinmal irrelevant ob dieser oder Theologe überhaupt ein Wissenschafter ist, ob er wissenschaftlich arbeitet oder irgendeine theologische Arbeit unwissenschaftlich ist. Hier geht es um die Frage, ob die "Lehre von Gott" genauso als Wissenschaft anzusehen ist, wie die "Lehre von Stoffen" (Chemie) oder die "Lehre der Kräfte" (Physik). Ist Theologie als Disziplin ebenso eine Wissenschaft wie die Mathematik?

Die These: Ein wissenschaftliches Werk ist anzuerkennen, wenn es nach den unter Wissenschaftlern anerkannten Regeln der Systematik, Logik und Strenge entstanden ist, einen wissenschaftlichen Prüfprozess (zum Beispiel ein Peer Review) durchlaufen hat und in einer anerkannten Fachzeitschrift veröffentlicht worden ist.
Mit diesen Kriterien ist wissenschaftliche Theologie möglich: Man kann untersuchen, wie sich die Religionspraxis aus den heiligen Schriften herleiten lässt. Es werden historische und lokale Ausprägungen des Glaubens beschrieben und in ihrer Dynamik analysiert. Es werden die heiligen Schriften selbst in ihrer Bedeutung untersucht, in ihren historischen Kontext eingeordnet, mit anderen, nicht kanonischen Texten verglichen. Und viele Beschäftigungsfelder mehr.
Aber eigentlich sind die genannten Beispiele Soziologie, Geschichts- oder Literaturwissenschaft. Natürlich können wir nun erklären, dass das Wirken durch Gott geschieht. Damit nähern wir uns der schwierigsten Stelle des Problems: Die Theologie setzt die Existenz Gottes vorraus.


(Übersetzung: Du erzählst mir, dass ein jüdischer Zombie Menschen zu ewigem Leben führt, wenn diese ihm telepathisch als ihren Meister akzeptieren und das alles nur weil eine sprechende Schlange eine aus einer Rippe gemachte Frau dazu überredet hat, von einem magischen Baum zu essen? Und das glauben Leute?

Kann man ihr daher die Wissenschaftlichkeit abstreiten?

Auch strenge Naturwissenschaften setzen bestimmte Dinge vorraus. Die Physik wäre ohne die Grundannahme, die Welt ließe sich mathematisch beschreiben, nicht möglich. Gott ist aber wissenschaftlich nicht greifbar. Geht man relativistisch an die Sache heran, mit einer großen Skepsis, also im Grunde einem Wissenschaftsrelativismus, so wird man bekennen, dass in letzter Instanz auch die Mathematik keine von außen beweisbaren Schlüsse zieht. Offenbar ist also sogar das augenscheinliche Fehlen evidenter Beweise kein Argument gegen die Wissenschaftlichkeit.

Ist Theologie also doch eine Wissenschaft?

Im Grunde nicht wirklich. Die von ihr bedienten Hilfswissenschaften bereichern tatsächlich unsere Erkenntnis. Aber Theologie selbst befasst sich mit etwas prinzipiell nicht fassbarem, dass sie nicht nur vorraussetzt, sondern wie selbstverständlich gar nicht anzuzweifeln vermag oder überhaupt nur will. Theologie hinterfragt sich oder das Objekt der "Forschung" nicht. Sie trifft keine Aussagen, die auf Beobachtungen beruhen. Da kein Wirkmechanismus bekannt ist, wie Gott in die Welt eingreift, kann sie alles und nichts zu diesem Wirkmechanismus erklären. Es ergibt sich eine völlige Beliebigkeit.
Wissenschaft ist nicht beliebig. Auch wenn mathematische Sätze in letzter Konsequenz nur aus sich selbst beweisen, so stimmen sie mit den Beobachtungen aus der Physik, der Chemie und der Biologie überein. Die Welt ist also offenbar mathematisch beschreibbar.

Daher noch ein paar Mathe-Scherz-Bilder:
. . .

. . .
Bild

Früher war alles besser? Heute sorgt in Deutschland die Allgemeinheit dafür, dass alle Wohnung oder Kleidung haben. Die Wohlhabenden geben 50% ihres Einkommens dem Staat, zahlen 80% der Einkommenssteuer, den größten Teil der Körperschafts- und Unternehmenssteuern, sowie einen überproportional hohen Anteil der Umsatzsteuer und sichern so die Grundversorgung der Armen. Kennt jemand eine Ära, in der es mehr Gerechtigkeit gegeben hätte?
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 856
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 19:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Sa 17. Feb 2018, 15:42

Grundsatzartikel: Was ist Wahrheit? - Teil 10: Ein fiktiver Einstein über Glauben - Über die Nachweisbarkeit von Behauptungen

Ich habe auf FaceBook folgende Geschichte gefunden, die so oder so ähnlich aber auch an anderen Stellen im Internet kursiert.
Professor: "Du bist ein Christ, nicht wahr Junge?" - Student: "Ja, Sir."
Professor: "Also glaubst du an Gott?" - Student: "Absolut, Sir."
Professor: "Ist Gott gut?" - Student: "Sicher."
Professor: "Ist Gott allmächtig?" - Student: "Ja."
Professor: "Mein Bruder starb an Krebs, obwohl er zu Gott gebetet hat ihn zu heilen. Die meisten von uns würden versuchen anderen die krank sind zu helfen. Aber Gott tat es nicht. Wieso ist dieser Gott dann gut? hmm?" - (Student war still.)
Professor: "Du kannst das nicht beantworten, nicht wahr? Lass uns erneut beginnen junger Freund. Ist Gott gut?" - Student: "Ja."
Professor: "Ist Satan gut?" - Student: "Nein."
Professor: "Woher kommt Satan her?" - Student: "Von… Gott …"
Professor: "Das ist richtig. Sag mir, Junge, gibt es in dieser Welt das Böse?" - Student: "Ja."
Professor: "Wer hat das Böse erschaffen?" - (Student antwortete nicht.)
Professor: "Gibt es Krankheit? Unmoral? Hass? Hässlichkeit? All diese schrecklichen Dinge existieren in der Welt, nicht wahr?" - Student: "Ja, Sir."
Professor: "So, wer hat sie erschaffen?" - (Student hatte keine Antwort.)
Professor: "Die Wissenschaft sagt, das du 5 Sinne hast um die Welt und alles herum zu identifizieren und zu beobachten. Sag mir, Junge, hast du jemals Gott gesehen?" - Student: "Nein, Sir."
Professor: "Hast du jemals Gott gefühlt, Gott gekostet, Gott gerochen? Hattest jemals eine Sinneswahrnehmung was Gott betrifft?" - Student: "Nein, Sir. Ich fürchte ich habe nicht."
Professor: "Aber du glaubst immer noch an ihn?" - Student: "Ja."
Professor: "Laut empirischen, prüfbaren, nachweisbaren Protokollen sagt die Wissenschaft das Gott nicht existiert. Was sagst du dazu Junge?" - Student: "Nichts. Ich habe nur meinen Glauben."
Professor: "Ja, der Glaube. Das Problem das die Wissenschaft hat."

Student: "Professor, gibt es so etwas wie Wärme?" - Professor: "Ja."
Student: "Und gibt es so etwas wie Kälte?" - Professor: "Ja."
Student: "Nein, Sir. gibt es nicht." - (Im Hörsaal war auf einmal sehr ruhig)
Student: "Sir, Es gibt mehrere Arten von Wärme, mehr Wärme, Überhitzung, mega Hitze, weiße Hitze, ein wenig Hitze oder gar keine Wärme. Wir können 458 Grad unter Null haben, was gar keine Wärme wäre. Aber danach gibt es nichts mehr. Es gibt keine Kälte. Kalt ist nur ein Wort das wir verwenden um die Abwesenheit der Wärme zu beschreiben. Wir können Kälte nicht messen. Wärme ist Energie. Kälte ist nicht das Gegenteil von Wärme, Sir, lediglich die Abwesenheit." - (Im Hörsaal war es still, man hätte einen Stift fallen hören können.)
Student: "Was ist mit der Dunkelheit, Herr Professor? Gibt es so etwas wie eine Finsternis?" - Professor: "Ja. Was ist die Nacht, ist das keine Finsternis?"
Student: "Sie irren sich schon wieder, Sir. Die Dunkelheit ist die Abwesenheit von etwas. Sie können wenig Licht, normales Licht, helles Licht, Blinklicht haben. Wenn es aber gar kein Licht gibt, haben Sie nichts, dann ist es dunkel. Ist es nicht so? In Wirklichkeit gibt es keine Dunkelheit, sonst könnten sie die Dunkelheit dunkler machen, nicht wahr?" - Professor: "Also Gut, was willst du mir damit sagen junger Mann?"
Student: "Sir, was ich sagen möchte ist das Ihre philosophische Prämisse fehlerhaft ist." - Professor: "Fehlerhaft? Kannst du mir das erklären?"
Student: "Sir, Sie denken mit der Voraussetzung der Dualität. Sie argumentieren, es ist das Leben und dann ist der Tod, ein guter Gott und ein böser Gott. Sie sehen die Vorstellung von Gott als etwas endliches, etwas was wir messen können. Sir, die Wissenschaft kann einen Gedanken nicht erklären. Es nutzt Elektrizität und Magnetismus, wurde aber noch nie gesehen, geschweige denn verstanden. Um den Tod als das Gegenteil von Leben zu betrachten müsste man die Tatsache, dass der Tod nicht als materielle Sachen existieren kann, ignorieren. Der Tod ist nicht das Gegenteil vom Leben, nur die Abwesenheit davon. Nun sagen Sie mir, Professor, bringen Sie ihren Schülern bei dass sie von einem Affen abstammen?" - Professor: "Wenn du auf die natürliche Evolutionstheorie verweist, ja, natürlich tue ich."
Student: "Haben Sie schon einmal eine Evolution mit eigenen Augen beobachtet?" - (Der Professor schüttelte den Kopf mit einem Lächeln. Er begann zu erkennen wohin das führte.)
Student: "Da niemand jemals den Prozess der Evolution beachtet hat, kann niemand es beweisen das dieser Prozess ein laufendes Bestreben ist. Lehren Sie nicht Ihre Meinung, Sir? Sind Sie deswegen nicht ein Wissenschaftler, sondern ein Prediger?" - (Die Klasse war in Aufruhr.)
Student: "Gibt es jemanden in der Klasse der jemals Herrn Professors Gehirn gesehen hat?" - (Die Klasse brach in Gelächter aus.)
Student: "Gibt es hier jemanden, der schon einmal Herrn Professors Gehirn gehört hat, gefühlt hat, es berührt oder es gerochen hat? Niemand scheint das getan zu haben. Das bedeutet nach den gängigen Regeln der empirischen, stabilen, Nachweisbaren Protokollen sagt die Wissenschaft, das sie kein Gehirn haben, Sir. Bei allem Respekt Sir, wie können wir dann auf Ihre Vorträge vertrauen, Sir?" - (Der Raum war still. Der Professor starrte auf den Studenten, sein Gesichtsausdruck war unergründlich.)

Professor: "Ich denke, du musst daran Glauben, Junge." - Student: "Das ist es, Sir....Genau! Die Verbindung zwischen Mensch und GOTT ist der GLAUBE. Das ist alles, was Dinge lebendig und in Bewegung hält."

P.S.:
Ich glaube du hast das Gespräch genossen. Wenn ja, wirst du wahrscheinlich wollen das deine Freunde/Kollegen es auch tun. Nicht wahr?

Teile das für die Vertiefung ihres Wissens.... oder GLAUBEN.

In der ursprünglichen Variante wurde unter "P.S." angefügt, dass der Student Albert Einstein gewesen sei, was natürlich schon mit der ersten Beantwortung als Blödsinn entlarvt wird, da Einstein Jude war. Man berief sich also auf eine Autorität, die diesen offensichtlich fiktiven (und schlecht aus dem Englischen übersetzen) Text mit Ehre zu bekleiden, die ihm nicht gebürt. Vermutlich vertraute man nicht auf die reine Argumentation und musste zu diesem Mittel greifen. Der Hinweis auf Einstein ist seit geraumer Zeit aus dem Text verschwunden.

Aber auch inhaltlich steht die Argumentation auf tönernen Füßen (wie passend, ein Gleichnis aus der Bibel (Daniel 2:31 - 35)):
Es stimmt das Kälte tatsächlich keine physikalische Größe ist, sondern lediglich die Abwesenheit von Wärme (der Nullpunkt liegt übrigens bei - 273,15 °C, woran man ebenfalls erkennt, dass der Text aus dem englischen Raum stammt, wo man traditionell mit Fahrenheit misst). Aber Licht ist ebenfalls nur ein intersubjektiv empfundener minimaler Teil des elektromagnetischen Spektrums. Womit man, wie ja später gegenteilig argumentiert wird, Elektromagnetismus ja eben doch sehen kann.
Auch das Hirn des Professors kann als existent gelten, da er sonst keinerlei Reaktionen hervorrufen würde, da er einfach tot wäre. Aber auch sonst könnte man selbstverständlich nachweisen, das es da ist, wenn man Sprechen, Denken, Fühlen und andere Körperfunktionen nicht auf dieses münzen würde. Man könnte den Kopf aufschneiden, was bei vollen Auditorium etwas unappetitlich ist oder den Professor ins MRT schicken. Der Inhalt des Schädels ist also prinzipiell und objektiv nachweisbar, auch wenn man ihn aktuell nicht sieht.

Also sowohl der Vergleich mit physikalischen Größen, als auch der aktuellen "Unsichtbarkeit" von Behauptetem sind schnell als schwache Argumente zu verstehen.
Die Wahrnehmung von Temperaturen und Licht ist subjektiv. Wenn einer noch mit T-Shirt rumläuft, friert der andere schon. Was dem einen ausreicht, um sein Buch zu lesen, ist dem anderen zu dunkel. Wer von diesen Personen hat "mehr" recht? Was soll uns das über Gott sagen? Wer hat da die "richtige" Empfindung?
Auch sind Temperatur und Licht messbare Größen, was auf Gott nicht zutrifft. Oder aber wir bräuchten noch eine Messapparatur für diesen. Was im Grunde den Glauben unnütz und Gott ganz klein macht.

Die Kugelgestalt der Erde war lange bekannt, bevor man ins All flog und durch ein Foto nachwies. Bereits von der Erde aus, sind die Indizien zu zahlreich, als von einer flachen Erde zu sprechen, obwohl es nie jemand zuvor von außen gesehen hatte (Mehr dazu auf Seite 03, Beitrag 23, 04.12.2017: Wissenschaft irrt sich auch! - Teil 1: Die Erdscheibe).
Die Evolutionstheorie, ja "niemand jemals den Prozess der Evolution beachtet", darf bei solchen Geschichten nicht fehlen. Der Student schließt von der Verneinung des Professors auf die Frage, ob dieser denn schon jemals gesehen habe, darauf, dass sie niemand je gesehen hat. Und das ist falsch:

Einen Fall extrem rascher Evolution hat eine internationale Forschergruppe in der Südsee beobachtet. Der Männchen-Anteil in dortigen Schmetterlingspopulationen stieg von kaum 1 Prozent binnen einen Jahres auf knapp 39 Prozent. Wahrscheinliche Ursache ist das Auftauchen einer Genvariante, die die Falter gegen ein männermordendes Bakterium schützt.

Bild
Wieder häufiger zu sehen: ein männliches Exemplar von Hypolimnas bolina. Foto: Copyright Science

"Meines Wissens nach, ist dies die schnellste evolutionäre Veränderung, die jemals beobachtet worden ist", erklärt Sylvain Charlat vom University College London und von der University of California in Berkeley. "Diese Studie zeigt, dass die Evolution sehr rasch ablaufen kann, wenn eine Population einem sehr starken Selektionsdruck ausgesetzt ist, beispielsweise einem extrem verschobenen Geschlechterverhältnis."
Schon vor einigen Jahren hatten Charlat und seine Kollegen entdeckt, dass die Hypolimnos-Edelfalter auf einigen Inseln Samoas mit einem Untermieter der besonderen Art zu kämpfen haben. Das Bakterium Wolbachia wird allein über die Eizellen von der Mutter an den Nachwuchs weitergegeben. Daher kann es seine Überlebenschancen steigern, indem es männlichen Nachwuchs noch vor dem Schlüpfen tötet und so den Anteil der Weibchen in der Population erhöht.
Als Folge bestand die Population auf der Insel Savaii im Jahr 2005 zu über 99 Prozent aus Weibchen. Gut ein Jahr oder kaum zehn Generationen später, waren dagegen gut 39 Prozent der gesichteten Tiere männlich. Und während aus den Eigelegen im Jahr 2005 beinahe ausschließlich Weibchen geschlüpft waren, brachten die Tiere nun wieder reichlich männlichen Nachwuchs hervor. Zwar war das Bakterium unverändert bei allen Tieren nachweisbar. Offenbar hatten die Schmetterlinge jedoch gelernt, dessen Optimierungsstrategie zu unterlaufen.
Grund dürfte das Auftauchen einer Genvariante gewesen sein, die das Treiben des Bakteriums unterdrückt, schreiben die Forscher. Ob diese Suppressorvariante von einem eingewanderten Tier stammte oder auf eine lokale Mutation zurückging, ist noch unklar. In jedem Fall habe sie sich via natürlicher Selektion durchsetzen müssen. Das Suppressorgen ermöglicht es infizierten Weibchen, Männchen hervorzubringen, und diese paaren sich wiederum mit sehr, sehr vielen Weibchen. Daher tragen im Laufe der Generationen immer mehr Individuen das Suppressorgen (#1).

Auch der Fossilbericht zeugt von der Veränderlichkeit der Arten, ganz ohne selbst dabei gewesen zu sein.

Aber man will ja nicht unversöhnlich sein.
So weit es die Absicht der Geschichte ist, zu zeigen, dass die Naturwissenschaften aufgrund ihrer methodisch notwendigen Vorentscheidungen keine Aussagen über die Wirklichkeit Gottes treffen können, kann ich mich damit anfreunden.
Leider offeriert der Text diese Ansicht nicht und will aufzeigen, das auch Naturwissenschaftler nur glauben. Außerdem kommt der Prof. in der Geschichte zu schlecht weg. Diese Diskussion entbehrt einer fairen Darstellung. Allerdings ist es auch schwer beide Seiten gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen, weil man immer in die eine oder andere Richtung tendiert.

#1 - Forschung: Sylvain Charlat, Emily A. Hornett und Gregory D.D. Hurst, Department of Biology, University College London und Gump South Pacific Research Station, University of California at Berkeley, Moorea, Französisch-Polynesien; und andere (Veröffentlichung Science, Vol. 317, 13. Juli 2007, p 214, DOI 10.1126/science.1143369)
Bild

Früher war alles besser? Heute sorgt in Deutschland die Allgemeinheit dafür, dass alle Wohnung oder Kleidung haben. Die Wohlhabenden geben 50% ihres Einkommens dem Staat, zahlen 80% der Einkommenssteuer, den größten Teil der Körperschafts- und Unternehmenssteuern, sowie einen überproportional hohen Anteil der Umsatzsteuer und sichern so die Grundversorgung der Armen. Kennt jemand eine Ära, in der es mehr Gerechtigkeit gegeben hätte?
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 856
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 19:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » So 18. Feb 2018, 21:34

Grundsatzartikel: Eine notwendige Positionierung

Wie bereits sicherlich festgestellt, sind alle vorangegangenen Beiträge unter folgenden weltanschaulichen Punkten geschrieben worden:
  • Egal welcher Vergleiche, Analogien und Metaphern ich mich bediene, es gibt in der Natur keine planende oder federführende Intelligenz oder zielgerichtete Absicht. Die Evolutionstheorie und die Schöpfungslehre sind unvereinbar. Kreationisten argumentierten in letzter Instanz immer mit unbeweisbaren Behauptungen.
  • Denn: Gott hat in der Naturwissenschaft nichts verloren, selbst wenn er existieren würde, da sich die Naturwissenschaften mit Natürlichem und nicht mit Übernatürlichem befassen.
  • Ich bin Atheist. Ich halte Gott für die unwahrscheinlichste aller Möglichkeiten, dieses Universum oder irgendeinen Vorgang darin zu beschreiben. Außerdem löst Gott als Theorie kein einziges wissenschaftliches Problem.
  • Zum modernen Wissenschaftsstand hat keine einzige Religion oder Glaubensgemeinschaft irgendetwas in ihrer Funktion als Religion oder Glaubensgemeinschaft beigetragen. Im Gegenteil: Ohne die entzweiende Wirkung der Religionen und den Hang, alles kontrollieren zu wollen, wäre die Menschheit wohl schon um einiges weiter und vor allem friedlicher.
  • Aus den Religionen ist mehr Böses entwachsen, als aus irgendeiner anderen Quelle. Dies sagt freilich nichts über die jeweilige heilige Schrift aus, da auch die Straßenverkehrsordnung nicht ungültig wird, nur weil ein paar Trottel bei Rot nicht an der Ampel halten.
  • Die Religionen legen einen ungeheuren Machthunger und Kontrollwillen an den Tag, um die ihnen anvertrauten Schafe nicht wie Hirten zu pflegen und zu nähren, sondern sich selbst zu feiern.
  • Religionen sollten nirgens eine Moral- oder Ordnungsintanz sein. Denn wer sich erst auf einen Gott oder eine göttliche Strafe berufen muss, um Gutes zu tun, kann so viel besser nicht sein, als einer der Gott oder diese Strafaussicht dafür nicht benötigt.
  • Es braucht keinen übergeordneten Konstrukteur oder Sinn des Lebens, um sich an der Schönheit der Welt und dem Leben an sich erfreuen zu können.
  • Religion sollte Privatsache sein.
  • Religionskritik ist wichtig. Religiöse Gefühle sind absolut gleich zu setzen mit anderen Gefühlen und gehören durch nichts besonders geschützt. Religionskritik ist grundsätzlich nicht anders zu bewerten, wie jede andere Kritik. Deshalb sollte man immer gewahr sein, dass meine Religionskritik eben Religionskritik ist, nicht mehr und nicht weniger.
Bild

Früher war alles besser? Heute sorgt in Deutschland die Allgemeinheit dafür, dass alle Wohnung oder Kleidung haben. Die Wohlhabenden geben 50% ihres Einkommens dem Staat, zahlen 80% der Einkommenssteuer, den größten Teil der Körperschafts- und Unternehmenssteuern, sowie einen überproportional hohen Anteil der Umsatzsteuer und sichern so die Grundversorgung der Armen. Kennt jemand eine Ära, in der es mehr Gerechtigkeit gegeben hätte?
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 856
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 19:11

Vorherige

TAGS

Zurück zu Der Kritiker


Wer ist online?

0 Mitglieder

cron