I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstell...




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I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstell...

Beitragvon vlindertje » Mi 10. Sep 2014, 22:50

I wanna be an Öko – oder: Mein Versuch mein Leben, nach Erstellung meines ökologischen Fußabdruckes, umzustellen

EINLEITUNG

Hier soll der Anfang stehen und ja, hier ist er auch. Natürlich gibt es wahrscheinlich nie einen speziellen Tag, an dem man am Morgen aufwacht und denkt: Mensch, heute könnte ich mal ein neues Leben anfangen und all meine bisherigen Gewohnheiten über Bord werfen und einfach mal alles anders machen als bisher. – Okay, gut, solche Leute soll es geben und sicher tragen so manche Ereignisse im Leben dazu bei, wirklich etwas zu verändern, dennoch geschieht dies sicher kaum, oder eben eher selten, tatsächlich über Nacht.

Bei mir selbst muß es wenigstens ein Prozeß von sicherlich zweieinhalb Jahren. Damals war es, als mein kleiner Sohnemann im Alter von fast 3,5 Jahren verstarb. Er war zeit seines Lebens schwer krank und ich habe alles mir nur mögliche getan, damit es ihm gut geht. Als er dann doch verstarb, brach für mich eine Welt zusammen und mir wurde mal wieder bewußt, wie kurz ein Menschenleben doch ist. Im gleichen Atemzug denkt man automatisch darüber nach, was man selbst denn nun noch vom Leben erwartet oder hat. Mein Sohn war all die 3,5 Jahre mein ganzer Lebensinhalt und meine Lebensaufgabe und plötzlich war er weg. Ich hatte irgendwie nichts mehr, denn ich war bis dahin nur noch Mutter, krankenschwester, Pflegerin und all jenes gewesen, was man nunmal ist, wenn man ein schwerstbehindertes, krankes Kind liebevoll und aufopferungsbereit pflegen möchte. Mich, als einzelne Person mit irgendwelchen Hobbies, gab es nicht mehr. In diesen Moment denk man, zumindest ging es mir so, daß man jetzt alles anders machen möchte und nur noch tun, was einem gefällt und erfreut und einem wichtig erscheint. Der Gedanke war da, doch der große Verlust riß mich in ein tiefes Loch und es änderte sich nichts so extrem gravierend, daß ich all mein bisheriges Tun über Bord warf. Auf mir begann die Trauer und Ohnmacht zu lasten, die durch den Tod eines geliebten kleinen Kindes ausgelöst wird.

Aufenthalt in einer Tagesklinik, die Rückfindung zu meiner religiösen Überzeugung, Heirat und die Geburt eines glücklicherweise gesunden Sohnes folgten in der Zeit bis heute. Die Trauer und der schmerzliche Verlust bleiben aber weiterhin da. Dies und der Gedanke, den ich nach den Tod meines ersten Kindes hatte: Ich will etwas verändern! Etwas verändern für mich, meine Umwelt, die Tiere, die Menschen. Ich will mit alten Gewohnheiten brechen und nicht nur drüber lesen, was gut und wichtig ist, sondern auch tun. Einfach neue und gute Vorsätze umsetzen und nicht nur vor mir her schieben bzw. davon zu träumen, wie es wohl wäre, so oder so zu leben. … Ich glaube, langsam bin ich so weit und habe Kraft genug, Vorhaben umzusetzen.
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von Anzeige » Mi 10. Sep 2014, 22:50

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Re: I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstel

Beitragvon vlindertje » Mi 10. Sep 2014, 22:57

September 2014

Stand: 10ter des Monats


Irgendwie bin ich auf die verrückte Idee gekommen, mir meinen ökologischen Fußabdruck im Internet berechnen zu lassen. Zweieinhalb Erden würde man verbrauchen, wenn alle so leben würden, wie ich. Oh oh, dachte ich mir. Ist zwar so genannter "Deutschland-Durchschnitt". Aber will ich daß? Nein, daß ist nicht, was ich möchte. Dann gab ich ein, wie ich mir denn so gern mal träumend vorstelle zu Leben. Das Ergebnis waren noch immer eineinhalb Erden, aber zumindest ein machbares Ziel, so mein Gedanke. Nunja, es soll ja dann bitteschön auch nicht nur ökologisch sein, im Sinne von natur- und tierfreundlich, sondern wenn ich schon was verändere, dann soll es auch den Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die Waren produzieren, zu Gute kommen. Warum also nicht gleich alles richtig ändern, wenn man etwas verändern mag. Den Gedanken dafür trag ich ja nun schließlich wirklich lange genug in mir.

Mir wurde als erstes klar, schon nach Erstellung des ökologischen Fußabdruckes, daß ich, wenn ich meinen Abdruck verkleinern möchte, meine Ernährung wieder umstellen muß. Ich war, vor der Schwangerschaft mit meinem ersten Kind, Vegetarier und habe dann wieder begonnen Fleisch und Wurst zu essen, als ich schwanger werden wollte. Und sowieso fand ich es leichter meinen Hb-Wert hoch zu puschen, indem ich jeden Tag ein Steak gegessen habe. Jetzt wieder Vegetarier zu werden, dies sollte also nicht mein Hauptproblem sein – dachte ich zu Anfang und ich muß sagen, es geht so, denn inzwischen sind so kleine Dinge, wie mal ein Würstchen zwischendurch naschen, etwas geworden, was ich gern machte. Doch seit ich mir jetzt, ab September vorgenommen habe, etwas zu verändern, nasche ich eher etwas anderes.

Jedenfalls beschäftigte ich mich die ersten Tage damit, mich gedanklich damit auseinander zu setzen, wie unser Essen hergestellt und zubereitet wird. Okay, ich übertreibe. Ich habe mehr oder weniger darüber nachgedacht und habe mir bischen was von Veganern als deren Erklärung angehört bzw gelesen und angesehen. Ja, es erscheint einem, ebim darüber nachdenken, wirklich komisch, warum man Ferkel, so niedlich man die Kleinen auch beschaut, sie als erwachsene Tiere, nur noch als Nahrungsquelle und nicht mehr als einzelnes Individuum mit Recht auf Leben besieht, man aber direkt aufschreien würde, wenn jemand auf die Idee käme, eine Katze zu essen. Vielleicht klingt der Vergleich etwas krass, aber er hat mich zum Nachdenken gebracht. Inhaltlich kann ich dem Gedanken zustimmen und kann es meiner inneren Stimme nicht verwehren dem Recht zu geben, daß jedes Lebewesen auch Recht auf Leben hat.

Bisher dachte ich immer, wenn ich nur Bio-Eier kaufe mit dem 0-Stempel, daß ich dann schon etwas Gutes tue. Klar, dem ist so, denn das Huhn, von de ich das Ei esse, lebt auf einer größeren Fläche, als ein A4-Blatt. Ich hatte darüber mal eine Doku gesehen und beschähmt und erschrocken mein Einkaufverhalten verändert. Dennoch ist es wirklich wenig, was ich damit für Tiere tue.

Aber die Bilder gingen ja weiter. "Nur" auf Fleisch zu verzichten wäre das eine, um Tieren die Chance auf Leben zu geben und daß wegen mir keine Tiere mehr sterben müssen, nur damit ich sie essen kann, als gäbe es nichts anderes. Ich meine, wenn ich darauf angewiesen wäre zum überleben und gesund zu leben. Gut. Aber bin ich dies wirklich in unserer Gesellschaft, in der wir leben?

Veganer enthalten sich ja auch aller Tiererzeugnisse aus Milch. Uij. Dies ist ja noch etwas mehr und bisher fand ich immer, dies sei nicht nötig. Ich habe eine Zeit lang in den Niederlanden gelebt und kaas (wie die Niederländer sagen) gehört für mich dazu. Es gibt ihn in so vielen leckeren unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Jamjamjam. Was Milch angeht: diese trinke ich sowieso gern - als Kakao oder im Müsli oder in welcher Form auch immer. Ebenso mag ich Jogurt und all das andere, was man alles so aus Milch gewinnen kann. Warum also sollte man darauf verzichten? Die Milch wird doch eh nur vom Überschuß der Milch der Kühe genommen. Ja? Ist dem so? Ich muß auf jedenfall auf diesem Gebiet noch etwas reserchieren, doch ein Bild ist in meinem Kopf hängen geblieben.: Auf dem ersten war eine Kuh die ein Kälbchen gebiert und es danach liebevoll sauber leckt, auf dem zweiten eine Menschen-Mama, die ein Baby bekommt und wie sie es danach glücklich in den Armen hält und küßt. Dabei war vermerkt, daß jedes Kind ein Recht auf seine Mama hat - oder so ähnlich. Es wurde noch abstrußer, als auf einem gezeichneten Bild - also vier kleine auf einem Blatt - dargestellt wurde, daß eine Frau an einer Kette künstlich von einem Arzt befruchtet wird, auf dem zweiten Bild ihr das Baby bekommt , auf dem Dritten ihr dieses weggenommen (grasser noch, als Junge, als "unbrauchbar vernichtet") und auf dem vierten Bild die imemr noch angekettete Frau an ihren Brüsten jeweils eine Milchpumpe angeschlossen bekommen hat. - Ach wie traurig. - Und bezug genommen wurde hier auf unseren Umgang mit den Milchkühen. Ich habe keine Ahnung, ob wirklich so mit den Kühen verfahren wird und sicher selbst wenn es solche Menschen und Produktionsstätten gibt, ist es bestimmt nicht überall so. Zum Nachdenken regt es allerdings auf jedenfall an. ... Ich habe mal neben einen Kuhstall gewohnt, habe dort auch Milch geholt, aber stimmt, gesäugt hat dort auch niemand, obwohl in einem weitern Teil Kalben waren. ...

Aber die Ernährung einfach so umzustellen von Fleischesser zu Vegan? Keine Ahnung ob mir so etwas gelingen wird und ob das wirklich gesund für mich ist. Aber zum anderen denke ich immer mehr und immer wieder darüber nach, daß Tiere auch ein Recht auf Leben haben und Tierkinder ein Recht auf ihre Eltern. Ich werd auf jedenfall hier noch etwas mehr nachforschen müssen und mir überlegen, wie ich mit meinem Wissen und vor allem daß es mich wirklich berührt, umgehen werde.

Doch wie anfangs erwähnt, ist dies noch nciht alles. Mein Mann und ich haben uns gemeinsam Videos über die Herstellung unserer Kleidung angesehen. Wie wird das meiste unserer Kleidung produziert? Auf wessen Kosten? Ist sie unbedenklich für uns als Träger, für die Umwelt, für die Menschen, die sie nähen und für uns zurecht machen? Ich habe schon in meiner zweiten Schwangerschaft einige Filme bzw Dokus bei youtube angesehen und auch diese haben mich zum Nachdenken gebracht. Bisher hat mich aber dieses Wissen nicht in meinem Kaufverhalten beeinflußt. Ich habe es beim Shopping verdrängt und mich der Schnäppchen erfreut. Seit ich aber mit meinem Mann darüber gesprochen habe, sind wir uns einig, daß wir gern auf gewisse Standarts achten möchten. Vor allem eine faire Bezahlung für die Arbeitnehmer und daß die nicht gesundheitsschädlichen Einflüssen ausgesetzt sind, nur damit wir billig kaufen können, sind uns wichtig. Also achten wir seither auf zB das GOTs Siegel oder der gleichen. Freudig fanden wir dann auch einen Laden in unserer Nähe, doch dann erschraken wir vor dem Preis. Na uij. Daß haben wir uns anders vorgestellt und bei den bisherigen Preisen unserer Kleidung ist dies dann doch ganz schön was mehr. Pullover für 100 Euro - da konnte ich früher mindestens 5, wenn nicht sogar noch viel mehr davon bekommen.

Schon Tage zuvor haben wir im Eine-Welt-Laden nach dem Preis für Kakao gesehen. Der Lag bei 3,50 Euro für 250 Gramm, im Diskounter haben wir zuletzt gleiche Menge für nur 0,50 Euro gekauft. Nachdenklich meinte mein Mann, daß dies wohl der wirkliche Preis ist. Ich meine dafür daß ohne Schadstoffe gearbeitet wird und die Arbeiter nicht wie sonst etwas behandelt werden. Bei Kleidung ist es sicher dann auch so. Schon mal, weil man dann, wenn man nachhaltig mit der Umwelt umgehen will, auch keine billigen Materialien nehmen kann und will, da man auf biologischen Anbau und artgerechter (nennt sich sogar auch "kontrolliert biologsch) Tierhaltung achtet. Noch dazu wird diese Kleidung nicht in solchen Massen produziert, wie bei anderen Großfirmen. Ein Umdenken unsererseits und in unserem Konsum muß also statt finden. So viel ist klar.

Inzwischen suche ich fleißig nach Internetshops, in denen man vielleicht noch etwas von der Vorsaison kaufen kann. Dann sind die Preise auch eher daß für uns mögliche und wir haben dennoch ein gutes Gefühl dabei. Fündig bin ich geworden, aber gekauft habe ich noch nichts.

Wie gerne würde ich all mein, mir am allerliebsten vorgenommenes, Verhalten umstellen und all meine Gewohnheiten ändern. So einfach ist dies aber nicht. Zwar habe ich in letzer Zeit schon ein paar mal Kleidung nicht gekauft, obwohl sie mir gefiehl und günstig war und dennoch : Zuerst muß ein umdenken, ein neues Bewußtsein, in einem entstehen und dieses wächst zur Zeit. Dann folgen die präzieseren Gedanken, wie man etwas am Besten und umweltschohnensten umsetzen kann. Auch diese reifen immer mehr. Es ist etwas, was nach weiterer Reifung verlangt und dann ein entschlossenes Handeln benötigt, denn eine Umstellung, wie immer sie sein wird, wird nicht einfach werden.

Die Frage ist: Wo fängt man an und wo hört man auf? Stiehlt man den Bienen den Wintervorrat, wenn man Honig ist oder sammeln sie sowieso im Übermaß? Stimmt es nun wirklich, daß die Kälbchen den Müttern weggenommen werden, sie nie deren Liebe erfahren dürfen, nur weil ich deren Milch haben möchte? Läßt meine Gesundheit, vor allem meine Blutwerte, eine Umstellung meiner Ernährung in fleischlos problemlos zu? Bin ich bereit, weniger Kleidung zur Auswahl zu haben, um diese dann mit gutem Gewissen tragen zu können, da sie weder Umwelt, noch menschliche Arbeiter schädigt?
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Re: I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstel

Beitragvon almafan » Mo 29. Sep 2014, 14:25

Zwischenruf:

Auch ich habe meinen ökologischen Fußabdruck errechnen lassen. Das geht in Form eines Fragebogens auf http://www.footprint-deutschland.de/. Ich kam auf 5,09 Hektar (Durchschnitt Deutschland 5,1 Hektar). Wenn jeder Mensch so handeln würde, wie ich bräuchte die Menschheit ungefähr 2,81 Erden. Bei weitem der größte Posten ist auch bei mir die Ernährung. Zu viel Fleisch, zu viel Konserven.
Ich habe danach auch gleich mal eine idealisierte Form errechnen lassen. Allein den Fleischkonsum zu minimieren und frisches Obst umzusteigen schrumpft neben anderen Kleinstmaßnahmen meinen Verbrauch auf 3,07 Hektar (und auf die Menschheit hochgerechnet 1,71 Erden) gesenkt.

Das Beispiel der Unterscheidung zwischen Schweine- und Katzenfleisch ist gar nicht mal so abwegig. Immerhin wurde bis in die 70er hinein auch in Deutschland Hundefleisch gegessen. Würde heute keiner mehr machen. Oder zumindest die wenigsten.

Hier ein Bild dazu. Das vorletzte passt zum Thema.
Bild
Wir erschießen Wildtiere, weil diese sich unkontrolliert vermehren, wenn keine Raubtiere da sind und die Wälder schädigen. Und wenn sich Wölfe wieder ansiedeln, erschießen wir die auch, weil sie sonst andere Tiere fressen. Klingt nach einem super Marketingkonzept für Munitionshersteller, aber nicht wirklich durchdacht.
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Re: I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstel

Beitragvon vlindertje » Fr 27. Feb 2015, 19:09

Februar 2015

Stand: 27sigster des Monats

Es wurde nun endlich mal wieder Zeit zu schauen, wie sich in all der Zeit mein ökologischer Fußabdruck verändert hat. Ich teste immer auf http://www.fussabdruck.de, denn ich finde die Aufmachung sehr hübsch und ansprechend. Man sieht gleich, wie sich das eigene Verhalten auf die Welt im Ganzen auswirkt.

Ich sollte vielleicht als erstes bemerken, daß ich es geschafft habe und seit Dezember letzen Jahres nun Vegetarier bin. Seit geraumer Zeit kaufe ich auch keine Milch mehr ein und bin auch seit kurzem beim Einkauf in Verbindung mit Käse mit mir selbst streng. Dennoch gibt es immer mal wieder tierische Produkte wie Milch und Eier, vor allem bzw außschließlich in anderen Lebensmitteln. Ich finde es mitunter sehr schwer Lebensmittel zu finden, die von tierischen Zusätzen tatsächlich frei sind. Bei vielen Produkten verstecken sich tierische Bestandteile mitunter sehr gut. Aber ich versuchs, ohne mich selbst zu sehr zu verbiegen, sondern nehme dann Änderungen vor, wenn ich wirklich verstanden habe, warum ich dies tut und nicht, weil mir irgendwer etwas aufdrücken will oder mich in eine Gruppe pressen mag. Naja. Langsam ist ja besser als niemals.

Mein ökologischer Fußabdruck hat sich immerhin schon um eine Erde verringert. Also, wenn alle so leben würden, wie ich zur Zeit, dann würden wir Menschen 1,5 Erden verbrauchen. ich weiß, immer noch eine halbe Erde zu viel. Aber immerhin. Im Oktober, vor 5 Monaten, waren es eben noch 2,5 Erden. Ein kleiner Beitrag, ich weiß. Und ich weiß auch, daß ich nicht sagen kann, daß ich irgendwie besser sei, denn das Ergebnis ist noch immer nicht befriedigend. Es ist halt eben nur mein persönlicher Versuch schohnender mit unseren Resourcen umzugehen. Noch aber habe ich zu viele Schwachstellen, an denen ich arbeiten muß.

Seit einigen Wochen versuche ich mich jeden Tag von 10 Dingen zu trennen und so meinen Besitz zu minimieren. Diese Aktion soll vorerst für 60 Tage laufen, was im Endeffekt 600 Dinge wären. Klingt gut. Vielleicht klingt es viel, aber im Grunde ist es wenig. Wir haben doch alle wahrscheinlich viel zu viel und vieles was nur was rum liegt. Nur leider war nur meine erste Woche mehr als erfolgreich. In dieser Woche sind 30 Dinge mehr weg geflogen als nötig. Seither läuft meine Aktion ziemlich langsam weiter. Ich will das Endziel von 600 Dingen aber noch nicht aufgeben. Dafür ist mein Ergeiz zu groß. Ich wills schaffen. Wäre doch n guter Beitrag. Deswegen habe ich mich mehr über Minimalismus informiert. Mal schauen, was ich davon umsetzen kann. Es tut einem halt nur so leid, Dinge einfach weg zu werfen, aber verkauft bekommt man das Meiste ja auch nicht mehr. Doch in dem Buch habe ich gelesen, daß es einem nicht leid tun soll um das investierte geld, denn schließlich ist es weg. Es ist, so stand geschrieben, wie eine Kinokarte für einen schlechten Film. Muß man denn unbedingt seine wertvolle Lebenszeit verschwenden und den Film bis zu Ende schauen, nur weil man die Eintrittskarte schon bezahlt hat. Fand ich einen super Gedanken, der es mir hoffendlich erleichtern wird, mich von Dingen zu trennen um die es mir leid tut, ich aber weder anziehe noch sonst wie nutze.

Manchmal wöllte ich einfach neu beginnen, was Besitz angeht. Aber schon kommen mir Dinge in den Sinn, die ich unbedingt behalten würde. Naja, wir ziehen ja bald wieder um und alles was in der Wohnung keinen ordentlichen Platz findet muß eigentlich weg. Mal schaun, ob ich es schaffe. Ich merke jetzt schon, daß es schwer werden wird. Mal schaun, was für Tips ich sonst noch so finden kann, meinem Ziel, eine leerere Bude und mehr Zeit mit meiner Familie (als immer aufzuräumen und sauber zu machen, wenn wir frei haben) imemr näher zu kommen.

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden. Auch darüber wie es in Punkto meiner Ernährung weiter geht und ob es weiter geht.

Alles in Allen finde ich, daß es ein Schritt in die richtige Richtung meinerseits ist. Ein keliner Beitrag, denn viel kann ich nicht bewirken. Aber ich kann für mich selbst Dinge verändern .... und am Schwersten finde ich es, Gewohnheiten und Denkmuster zu verändern.
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Re: I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstel

Beitragvon almafan » Mo 9. Mär 2015, 14:20

Zwischenruf II

Ich habe es über diese Seite http://www.fussabdruck.de auch mal probiert. Da die Berechnungsmodelle natürlich unterschiedlich sind. Habe ich aktuell also keinen validierbaren Vergleichswert. Aber ich komme aktuell auf:

Zwischenergebnis: Ernährung - 1,4 gHa (Deutschland 1,3 gha)
Zwischenergebnis: Wohnen - 0,9 gHa (Deutschland 1,0 gHa)
Zwischenergebnis: Mobilität - 0,7 gHa (Deutschland 0,8 gHa)
Zwischenergebnis: Konsum - 0,4 gHa (Deutschland 0,7 gHa)
----------------------------------------------------------------------
Summe: 4,3 gHa (einschließlich 0,8 gHa Sockelbetrag)

Hochgerechnet auf die Weltbevölkerung macht das 2,3 Erden. Wow.

Wenn ich ein wenig optimiere, soweit ich meine "Einschränkungen" heute realistisch betrachte, dann sieht es etwas besser aus:


Zwischenergebnis: Ernährung - 0,6 gHa (Deutschland 1,3 gha)
Zwischenergebnis: Wohnen - 0,9 gHa (Deutschland 1,0 gHa)
Zwischenergebnis: Mobilität - 0,7 gHa (Deutschland 0,8 gHa)
Zwischenergebnis: Konsum - 0,2 gHa (Deutschland 0,7 gHa)
----------------------------------------------------------------------
Summe: 3,2 gHa (einschließlich 0,8 gHa Sockelbetrag)

Das wären immer noch 1,8 Erden hochgerechnet. Mal schauen, ob ich so einem Ziel näher kommen kann. Auch wenn das Ziel noch niedriger sein sollte.
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Re: I wanna be an Öko – Mein Versuch mein Leben, nach Erstel

Beitragvon vlindertje » Do 7. Mai 2015, 20:15

Mai 2015

Stand: 7ter des Monats

Was mein trennen von Dingen angeht: ich hatte mir ja vorgenommen, mich von 10 Dingen täglich über einen Zeitraum von 60 Tagen zu trennen. Mal ging es leichter, mal schwerer von der Hand. Mit dem Resultat bin ich zufrieden, wenn ich auhc das Zeil nicht ganz erreicht und meine wundervoll geführte Strichliste verschwunden ist. Immerhin kann ich 550 Dinge angeben, wenn ich gefragt werde, ob ich es geschafft habe, mich von 600 Dingen zu trennen. Ein Ergebnis mit dem ich zufrieden bin, denn dann kam der Umzug dazwischen. Jetzt, wenn es an das Einräumen und Platz finden geht, wird das Sich-von-Dingen-trennen sicher weiter gehen.

Zu meinen anderen Versuch, mein Leben umzugestalten, achte ich in letzter Zeit sehr darauf, wenn möglich auf "vegan" umzusteigen. Ich schau auch auf fairen Handel (GOTS) und natürlich ob es "Bio" ist. Manche meinen es sein einfach das Gleiche nur teurer. Ich denke, so einfach kann man es sich auch nicht machen. Es gibt schließlich fest stehende Richtlinien und Siegel - alles Dinge, die geprüft werden und die der Herstelle nicht "einfach mal so" draufpappen kann. Was es mir bringt? Nun, ich fühle mich besser, schätze es mehr und glaube durch mein Kaufverhalten die Welt ein kleines bischen besser und gerechter werden zu lassen.

Ich weiß, ich kann nicht viel tun, aber ich kann versuchen daß zu tun, was ich kann.

Erstes Gemüse baue ich nun auch auf meinem Balkon an. Ich muß noch viel lernen, aber es ist ein kleiner Anfang.
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