REVIEW: Mass Effect: Andromeda




Habt ihr etwas gelesen, gesehen oder gespielt, über das ihr euch austauschen wollt? Dann bist du hier richtig.

REVIEW: Mass Effect: Andromeda

Beitragvon CoDii » Sa 1. Apr 2017, 21:40

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Review hier im Forum.
Heute möchte ich euch folgendes Spiel vorstellen.

Mass Effect: Andromeda

Bild

Mass Effect: Andromeda ist das inzwischen vierte Mass Effect Spiel und kommt vom Entwickler Bioware.
Dabei lag hier ihr Ziel das typische Mass Effect Feeling, aus Packender Space-Opera und Action, und der Freiheit aus Dragon Age Inquisition, in einem neuen Spiel zu vereinen.
Nun aber erst einmal die einzelnen Rubrikpunkte durch.

1. Die Story

Eine große Gemeinschaft mit dem Namen "Andromeda Initiative" macht sich im Jahre 2185 von der Milchstraße auf in die Andromeda Galaxie auf eine neue Heimat zu finden.
Die Andromeda Initiative besteht dabei aus den verschiedensten Rassen der Milchstraße, wie den Menschen, den Asari, den Kroganern, den Turianern und den Salerianern.
Da die Andromeda-Galaxis etwa 2,6 Millionen Lichtjahre von unserer Galaxie entfernt ist, dauert die Reise, mit der zu dem Zeitpunkt aktuellesten Technologie, 634 Jahre, so das die Gemeinschaft die Zeit im Kälteschlaf verbringt.
Angekommen in der Galaxie muss die Initiative feststellen, das die 7 "Goldenen Welten", welche vor der Reise ausgemacht wurden, alles andere als bewohnbare Planeten sind. Zu allem Übel hat auch nur die Arche der Menschen ,eine der 4 Archen, es sicher zum vereinbarten Zielpunkt geschafft. Nun braucht es einen Wegweiser, den Pathfinder, um Fuss zu fassen in der neuen Galaxie, eine neue Heimat für die Menscheit zu finden und den verbleib der anderen 3 Archen zu klären.

So weit zur Einleitung. Um nicht zu Spoilern wird nicht mehr verraten.

2. Charaktererstellung

Man selber spielt den Pathfinder namens Ryder.
Hierbei darf man wählen ob man einen männlich oder weiblichen Menschen Spielen will, wobei die beiden Geschwister sind. Bei zu sehen im Bild unten.



Je nach dem welches Geschlecht man nimmt, hat es nur den Einfluss was mit dem anderen Geschwisterteil passiert. Nehmen wir das Beispiel aus dem Bild. So konnte Scott Ryder problemlos aus dem Kälteschlaf geholt werden, wärend sich bei Sarah Ryder Komplikationen ergaben. Im Storyverlauf kann man aber immer wieder zu seinem Geschwisterteil zurück und neue Interaktionen ausführen.

Nachdem man sich für Scott oder Sara Ryder entschieden hat kann man im Charaktereditor die beiden Anpassen. Leider genau hier gibt es aber ein Problem. War es in Mass Effect 1 bis 3 noch möglich beinahe alles am Gesicht zu modifizieren, so ist dies nicht mehr groß möglich. Man wählt hier lediglich aus eine der Vorlagen (Im Bild ist es das Standardgesicht) und passt dies geringfügig an. Dies stieß in der Community auf große Kritik. In einem der zukünftigen Patches möchte sich Bioware aber der Sache annehmen.

Aber nun auf ins Abenteuer.

3. Gameplay

Der Spielspaß kann beginnen. Aber was muss man den genau machen?
Nun Mass Effect: Andromeda ist ein Action-Rollenspiel. Dies bedeutet in aller erster Linie viel Reden und viel Kämpfen. In diesem Spiel kommt aber noch die Komponente des Endeckens dazu.
Die Andromeda-Galaxie wartet dabei mit einer Unmenge an Sternensystemen und dessen Planeten auf. Hierbei können aber nur einige wenige Planeten betreten werden, was aber nicht heißt es gäbe wenig zu tun.

Galaxiekarte:
Bild
Quelle: Fansided.com

Auf 5 der Planeten ist es dabei eine der Aufgaben, diesen für die Zivilisation bewohnbar zu machen. Dies erreicht man, indem man die Hauptmission und Nebenmissionen erledigt und Außenposten errichtet.
Da aber nun nicht jeder Spieler unbedingt alles auf dem Planeten machen will, um diesen lebensfähig zu machen, reicht es oft schon nur einen Prozentsatz an Lebensfähigkeit zu erreichen um dann eine Kolonie eröffnen zu können. Um die Story vorran zubringen, ist es aber nur auf wenigen der Planeten erforderlich eine Kolonie zu errichten.



Die Nebenmissionen sind hier sogar recht vielfältig und warten oft mit interessanten Geschichten auf. Dabei reichen die Missionen von Detektiv-Einlagen, zu Befreiungsaktionen über Bergungsmission. Die ein oder andere Sammelaufgabe ist aber auch dabei, was aber anders als, im vom Entwickler als Vorbild gewählten Dragon Age Inqusition, keineswegs als zu nervig angesehen wird, da dies oft in den Kontex passt. So muss man unter anderem verschiedene Resourcen scannen, was daher passt, da man ja die Pflanzen, Tiere und Minerale der jeweiligen Welt ja nicht kennt.

Um die Lebensfähigkeit eines Planeten stark zu beeinflussen, kommt man hier auf den verschiedenen Welten nicht umher sogenannte Reliktgewölbe zu erkunden und zu aktivieren.
Dabei muss man aber leider oft erst eine Art Soduko-Rätsel lösen um in das Gewölbe zu kommen oder eine Konsole im Gewölbe zu aktivieren. Dies reißt einen aber leider oft aus der Athmosphäre und wird auf dauer leicht nervig.

Nun aber zum Action-Teil des Spiels.
Im Kampf fährt das Spiel aber auf. So gibt es hier ein automatisches Deckungssystem, in der man sich nur zum jeweiligen Objekten bewegen muss um dann automatisch dahinter Deckung zu suchen. Gespielt werden die Kämpfen hier wie ein Shooter. Abgesehen vom Ballern hat man aber auch Zugriff auf allerlei Fähigkeiten, welche man im umfangreichen Talentbaum freischalten kann.

Bild
Quelle: Gamepur.com

Im Bild haben wir hier nur den Bereich für Kampf. Weiter stehen noch Biotik (Mentale Kräfte, via Implantat) und Tech (Technikfähigkeiten über ein Universalwerkzeug) zur Verfügung, was dem Spieler eine freie Entscheidung über seinen Spielstil gibt. Ebenso gibt es auch eine Vielzahl an Waffen und Rüstungen, welche man sogar selber bauen und modifizieren kann.

Die Kämpfe trägt man nie alleine aus, da der Pathfinder 6 Begleiter hat, welche unterschiedliche Fähigkeiten mitbringen und so das Kampfgeschehen noch dynamischer machen. Da aber 7 Personen (Held plus Begleiter) zu viel wäre, kann man nur 2 aktiv immer mitnehmen. Leider gibt es hier auch einen Dämpfer zum Vorgänger. Konnte man in Mass Effect 1 bis 3 noch den Begleiter befehlen, was für eine Ihrer Fähigkeit Sie auf welchen Gegner nutzen sollen und wo Sie sich zu positionieren haben, bleibt in Mass Effect: Andromeda nur noch der Positionierungsbefehl. Dies nimmt einiges an taktischen Möglichkeiten.

Die Begleiter sind aber keine X-beliebigen Figuren, sondern bringe alle eine eigene Geschichte und Charakteristik mit. So haben wir eine leicht aufmüpfige Asari dabei welche für Forschung interessiert oder auch eine treue Soldatin die alles darum gibt die Asari Arche zu finden. Die Begleiter kann man auf den Planeten dabei immer an Außenposten wechseln, so das man immer seine Wunschgruppe oder Questspezifische Gruppe dabei hat. Wärend der Missionen und bei Erkundungen kommt es da auch oft zu unterschiedlichen Dialogen. Diese sind oft sehr witzig anzehören oder bringen oft interessante Informationen.

Kommen wir nun zu Präsentation und Technik des Spiels.

4. Präsentation und Technik

Mass Effect: Andromeda basiert auf der Frostbite-Engine, welche schon in Spielen wie Battlefield 4, Star Wars Battlefront und Dragon Age Inquisition zum Einsatz kam.
Dabei zaubert Bioware sehr beeindruckende Landschaften auf das Bild, so das man oft nur Staunen kann.
Hier einige Beispiele:





Auch die Charakter-, Monster und Waffen-Modelle und sehen sehr gut aus. Gerade aber bei den Gesichts-Animationen macht das Spiel etwas miese. Hier gibt es nur wenig Emotionen im Gesicht und oft kommt es zu komischen Gesichter. Aus meinem Blickpunkt heraus vergisst man dies aber schnell weil man zu tief in diese Welten und dessen Story eintauchen kann.

Der Sound ist hier knallig und extrem gut, wie eben auch in Battleflied. Zwar gibt es hier und da mal leichte Aussetzer, aber dies kann man verschmerzen.
Der Soundtrack passt extrem gut und wirkt jederzeit stimmig.

In Sachen Performance und Anforderung ist das Spiel nicht zimperlich. Das Spiel hat einen guten Hardwarehunger, was aufgrund der Optik oft verständlich ist.
Minimale Systemanforderungen

Prozessor: Intel Core i5 3570 oder AMD FX-6350 (3,0 Ghz 4 Kernprozessor)
Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
Grafikkrate: NVIDIA GTX 660 2GB, AMD Radeon 7850 2GB
Festplatte: 55 GB
DIRECTX: DirectX 11
Betriebssystem: 64-bit Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10

Empfohlene Systemanforderungen

Prozessor: Intel Core i7-4790 oder AMD FX-8350 (3,8 Ghz 8 Kernprozessor)
Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
Grafikkrate: NVIDIA GTX 1060 3GB, AMD RX 480 4GB
Rest wie bei Minimal Anforderung.

Die Performance ist aber in einigen Momenten aber schnell im Keller ohne erfindliche Gründe. Dies soll aber laut Bioware bereits weitesgehen im kommenden Patches behoben werden.

5. Fazit

Mass Effect: Andromeda ist kein Meilenstein unter den Spielen, aber ein grandioses Spiel für Abenteurer, Story-Liebhaber welche etwas mit Sci-Fi anfangen können und jedem ernstzunehmenden Mass Effect-Fan.
Das Spiel ist sehr umfangreich und bietet gute Unterhaltung für mehr als 60 Stunden Spielzeit. Wer wirklich alles macht kann aber locker 100 Stunden einplanen ohne das es dabei wirklich Langweilig wird.
Die Story hat zwar leicht längen am Anfang aber fährt immer weiter auf. Die Gefährten runden die ganze Odysee weiter ab, da Sie einem schnell ans Herz wachsen.

Eine klare Empfehlung daher von mir.

Unten findet Ihr jetzt noch die Wiki von Mass Effect für alle Wissbegierigen und den Link zum Lauchtrailer.

http://de.masseffect.wikia.com/wiki/Mass_Effect_Wiki


https://www.youtube.com/watch?v=X6PJEmEHIaY
Zuletzt geändert von CoDii am Sa 8. Apr 2017, 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
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von Anzeige » Sa 1. Apr 2017, 21:40

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Re: Mass Effect: Andromeda Review

Beitragvon almafan » Mi 5. Apr 2017, 09:53

Hübsche erste Review.
Ich habe mir erlaubt, deinen Text in Blocksatz zu setzen. Bei langen Texten liest sich das besser.

Habe über das Spiel auf Amazon und Wikipedia gelesen. Fand es nicht so prall. Aber ich bin auch nicht so der Mass-Effect-Spieler.

Dennoch alle relevanten Infos reingepackt. Wer dennoch Fragen hat, kann sie ja hier unten anfügen.

Mir wirkt die Reise in eine ferne Galaxie etwas unschlüssig. Gibt es in der Milchstraße nicht genug zum Besiedeln?
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Wir erschießen Wildtiere, weil diese sich unkontrolliert vermehren, wenn keine Raubtiere da sind und die Wälder schädigen. Und wenn sich Wölfe wieder ansiedeln, erschießen wir die auch, weil sie sonst andere Tiere fressen. Klingt nach einem super Marketingkonzept für Munitionshersteller, aber nicht wirklich durchdacht.
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Re: Mass Effect: Andromeda Review

Beitragvon CoDii » Do 6. Apr 2017, 22:20

In der Milchstraße gibt es im Jahr 2185 und aufwärts kaum Planeten mehr der noch besiedelt werden könnte. Viele sind einfach lebensfeindlich.
Außerdem gibt es ja noch die Reaper. Eine Superrasse, die in Mass Effect 1 bis 3 bekämpft werden. Diese Reaper "ernten" Völker an der Spitze ihrer Evolution. Dies tuen Sie schon mehrere Millionen Jahre.

Aber ich denke der Endeckerdrang hat die Leute nach Andromeda geführt.

Es gibt aber einige Ungereimtheiten was den technologischen Fortschritt angeht. So brauch man in Mass Effect 1 bis 3 noch Massenportale um von einem System zu einem anderen zu fliegen.
Da aber Mass Effect Andromeda zwischen Teil 2 und 3 spielt, kann man sich nur wundern warum dann alle Raumschiffe dies ohne dieses Massenportale können.
Oder nehmen wir die Besiedlung von Planeten. Man scheint hier einen Instand-Ausposten mit etwa 5 Gebäufen, Flugplatz und so weiter, zu haben.
Aber es dauert ewig eine Raumstation aufzubauen?
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Re: Mass Effect: Andromeda Review

Beitragvon CoDii » Sa 8. Apr 2017, 23:18

So nach 92 Stunden habe ich das Spiel durch.
Das ist aber doch recht offen am Ende, so das man mit einer Fortsetzung oder DLCs rechnen kann, was ich begrüßen würde.
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