Ein Gedicht zum nachdenken - ES IST ALLES NUR GELIEHEN...




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Ein Gedicht zum nachdenken - ES IST ALLES NUR GELIEHEN...

Beitragvon Evelin56 » Mo 14. Jan 2013, 19:33

ES IST ALLES NUR GELIEHEN...

Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.
Es ist alles nur geliehen,
aller Reichtum, alles Geld.
Es ist alles nur geliehen,
jede Stunde voller Glück.
Mußt du eines Tages gehen,
läßt du alles hier zurück.

Man sieht tausend schöne Dinge
und man wünscht sich dies und das.
Nur was gut ist und was teuer,
macht den Menschen heute Spaß.
Jeder will noch mehr besitzen,
zahlt er auch sehr viel dafür.
Keinem kann es etwas nützen,
es bleibt alles einmal hier.

Jeder hat nur das Bestreben,
etwas Besseres zu sein.
Schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein ?
Alle Güter dieser Erde,
die das Schicksal dir verehrt,
sind dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.

Darum lebt doch Euer Leben !
Freut Euch auf den nächsten Tag !
Wer weiß schon auf diesem Globus,
was das Morgen bringen mag.
Freut Euch an den kleinen Dingen,
nicht nur an Besitz und Geld.
Es ist alles nur geliehen,
hier auf dieser schönen Welt.
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von Anzeige » Mo 14. Jan 2013, 19:33

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Re: Ein Gedicht zum nachdenken - ES IST ALLES NUR GELIEHEN..

Beitragvon almafan » Di 15. Jan 2013, 08:41

Schönes Gedicht.

Da kann man jetzt auch philosphisch ran gehen. Natürlich ist alles vergänglich. Aber wenn ein Pharao meint, sich einen spitzen Berg Steine auftürmen zu lassen, nennen wir sie mal Pyramiden, dann ist das durchaus beeindruckend. Er hat diesen Steinhaufen zurücklassen müssen, aber der Nachwelt für Jahrtausende ein riesiges Monument hinterlassen. Über das sie sich obendrein auch noch die Köpfe zerbrechen.
Das Streben nach Besserem würde ich nicht perse als schlecht empfinden. Daraus gehen überhaupt erst alle Fortschritte aus. Man sollte sich aufgrund einer Erfindung, einer Gebabung oder seiner Herkunft wegen selbst natürlich nicht überhöhen.
Wahrscheinlich war es nie James Watts Bedürfnis, in die Geschichte einzugehen. Aber er ist es. Als "Erfinder" der Dampfmaschine. Mal ganz davon ab, dass es Dampfmaschinen vor ihm gab und er "nur" den Wirkungsgrad erheblich steigern konnte. Er selbst kann von diesem Fortschritt heute nicht mehr zehren, aber wir.
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Wir erschießen Wildtiere, weil diese sich unkontrolliert vermehren, wenn keine Raubtiere da sind und die Wälder schädigen. Und wenn sich Wölfe wieder ansiedeln, erschießen wir die auch, weil sie sonst andere Tiere fressen. Klingt nach einem super Marketingkonzept für Munitionshersteller, aber nicht wirklich durchdacht.
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Re: Ein Gedicht zum nachdenken - ES IST ALLES NUR GELIEHEN..

Beitragvon Evelin56 » Di 15. Jan 2013, 17:31

da muß ich almafan Recht geben,gerade das mit den Pyramiden - einfach echt toll wie sie das damal so hinbekommen haben,nochdazu ohne der "heutigen modernen Technik"
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Re: Ein Gedicht zum nachdenken - ES IST ALLES NUR GELIEHEN..

Beitragvon vlindertje » Do 9. Mai 2013, 12:26

Wirklich ein schönes Gedicht.

Ja, es wurden uns mit Sicherheit viele Dinge hinterlassen, die uns unser heutiges Leben bereichern. Ich denke, es kommt darauf an, worauf man aus ist. Natürlich wird der Pharao nicht darüber nachgedacht haben, daß seine Nachwelt sind rätselnd über seine Bauwerke die Köpfe zerreißt oder so war bestimmt der Umfang so manche Erfindung nicht im geringsten abschätzbar. Wir sind geprägt von den Dingen unserer Vorfahren.

Ich finde, daß es immer darauf ankommt, egal, was man tut, daß man, wie im Gedicht ausgedrückt, die kleinen Freuden im Leben nicht vergessen sollte, daß man Wertschätzung haben sollte und nicht alles um sich herum vergessen sollte, nur um irgendwann einmal viel Besitz oder Ruhm zu haben. Eine Balance ist wichtig. Ich denke gerade nämlich an so manch gute Sache, die erdacht wurde, weil jemand unsergesslich gemacht werden solte oder wollte. Damit meine ich jetzt nicht die Pyramieden oder große Erungenschaten der Wissenschaft, sondern ich denke an Soziales, wie zB. Hospize, Vereine ärmerer und benachteiligte zu Unterstützen und so weiter. Wie viele davon sind im Bestreben geschaffen wurden, um eine geliebte Person nicht zu vergessen. So hat sich dieses Streben mit Nächstenliebe verbunden und etwas Gutes hervorgebracht. Es gäbe noch eine mehr davon: Krankenhäuser, Schulen, Penecilin und noch viel mehr.

Selbstsüchtiges, ichbezogenes Streben allein, nur um Besitz und Ruhm zu haben oder viel Geld, bringt sicher auf Dauer nichts ein, denn irgendwann muß jeder von uns von dieser Welt gehen. Die Frage für uns selbst, jeden perönlich, kann ich daraud nur schlußfolgern: Was möchte ich hinterlassen - der Gesellschaft im Allgemeinen und welche Anregungen in anderen im Besonderen?
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