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Beitragvon almafan » Fr 12. Mär 2021, 11:38

Garten umgraben: Zeitpunkt, Geräte und Anleitung

Besonders bei einem Gemüsegarten ist es wichtig, immer wieder den Garten umzugraben, damit die Pflanzen gut wachsen. Der Gärtner lockert die oberste Bodenschicht auf und befördert gleichzeitig Pflanzenreste und Unkraut in tiefere Erdschichten.

Garten umgraben: Der beste Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt zum Umgraben ist im Herbst und im Frühjahr.

Für Garten umgraben im Herbst spricht:
Die umgegrabene Erde liegt im Winter an der Oberfläche. Durch den Frost zerbrechen die Erdschollen. Das fördert einen feinkörnigen Boden und erleichtert später das Arbeiten im Beet.
Im sonnigen, wetterstabilen Herbst ist die Erde locker und nicht so schwer von der Nässe wie im Frühjahr.
Du musst die Erde im Frühjahr nur noch etwas auflockern vor dem Sähen. Die lange Wartezeit bis zum Pflanzen entfällt.

Gegen Garten umgraben im Herbst spricht:
Durch das Umgraben der Beete verändert sich das Gefüge der Mikro-Organismen. Boden-Lebewesen kommen an die Oberfläche, die den Winterfrost nicht überleben. Das verändert die Stoffwechsel-Prozesse in der Erde.
Als Termin im Herbst bietet sich der Zeitraum nach der letzten Ernte des Gemüses an. Du solltest den Boden auf jeden Fall noch vor dem ersten Bodenfrost umgraben. Die Zeit von Mitte September bis Ende Oktober eignet sich am besten.

Für Garten umgraben im Frühjahr spricht:
Die Bodenstruktur bleibt im Winter erhalten. Dadurch sind die Lebewesen in der Erde vor dem Frost geschützt.
Die in tieferen Erdschichten enthaltenen Nährstoffe sind geschützt. Regen und Schnee können die Nahrung für die Pflanzen nicht ausschwemmen.

Gegen Garten umgraben im Frühjahr spricht:
Du bist von der Dauer des Winters abhängig: Bei langem Dauerfrost im Boden kannst du erst sehr spät im Frühling den Boden umgraben.
Der Boden kann nach der Schneeschmelze sehr nass und schwer sein. Das Umgraben im Frühjahr ist meist viel anstrengender als im Herbst.
Nass-schwere Erde zerfällt in groben Klumpen und benötigt zusätzlichen Aufwand für eine feinkrümelige Struktur.
Die Mikroorganismen müssen den beim Umgraben eingearbeiteten frischen Kompost erst abbauen, bevor du sähen und pflanzen kannst.
Damit sich der Boden setzen kann, musst du einige Wochen warten, bevor du das Gemüsebeet nutzen kannst.
Für die Arbeit im Frühjahr wartest du das Ende des Bodenfrosts ab. Es ist wichtig, so früh wie möglich den Boden umzustechen, damit er genügend Zeit hat, sich wieder zu setzen. Die Zeit von Mitte Februar bis Ende März eignet sich am besten.

Garten umgraben: Geräte zum Umgraben

Um die Arme und den Rücken zu schonen, ist die Wahl des richtigen Gartenwerkzeugs wichtig. Es sind nur wenige Arbeitsgeräte nötig. Wichtiger als viele verschiedene Gartengeräte, ist die Qualität des Werkzeugs zum Umgraben.

Drauf solltest du beim Kauf von Gartengeräten achten:
Auch wenn es verlockend ist - vermeide Kombigeräte mit einem Stiel und mehreren Aufsätzen. Die Steckverbindung ist meist aus Kunststoff und dadurch eine mögliche Bruchstelle.
Geräte aus Kunststoff sind nicht nur aufgrund des Werkmaterials schlecht für die Umwelt, sondern zerbrechen auch leichter. Also besser ein gutes Gerät als immer wieder neue aus Plastik.
Gartenwerkzeug sollte viel Gewicht und Druck aushalten. Verwende daher Werkzeug aus robustem rostfreiem Metall oder dickem Holz.
Achte beim Kauf von Gartenwerkzeug auf Langlebigkeit.
Wähle das Werkzeug nicht nur mit dem Auge aus, sondern fasse es an. Probiere aus, wie es in deiner Hand liegt und ob es zu deinem Körper passt.
Kaufe dein Gartenwerkzeug im Fachhandel und lasse dich vom Fachmann beraten.
Wenn du einen Garten von jemandem übernimmst, kannst du vielleicht das bewährte Werkzeug aus zweiter Hand vom Vorbesitzer erwerben.

Diese Geräte sind beim Umgraben der Gartenbeete hilfreich:
  • Spaten zum Umgraben und Wenden der Erde
  • Spatengabel, Erdkralle oder Kultivator zum Auflockern der Erdschollen
  • Grubber oder Doppelhacke zum Entfernen von Unkraut
  • Harke oder Rechen zum Glätten des Bodens
.
So gräbst du das Gartenbeet besonders leicht um:

Entferne zuerst größere Unkraut-Pflanzen mit einem Grubber. Beginne auf einer Seite vom Beet und stich mit dem Spaten in die Erde ein. Steige mit dem Fuß auf den Rand des Spatens, um dir die Arbeit zu erleichtern. Hebe die Erde mit dem Spaten hoch, wende den Spaten und lasse die Erde mit Schwung verkehrt herum in das Loch fallen. Der Erdklumpen sollte dabei zerbrechen. Hilf wenn nötig mit dem Spaten nach, um die Erde zu zerkrümeln.
Wiederhole den Vorgang, bis du das ganze Beet umgestochen hast. Lockere die verbliebenen Erdschollen mit der Erdkralle oder einem Kultivator auf. Glätte anschließend die Oberfläche mit dem Rechen.
Tipp: Möchtest du gleichzeitig Kompost in die Erde einarbeiten, bestreue das Gartenbeet vor dem Umstechen mit der benötigten Menge an Kompost. Arbeite den Kompost beim Umstechen in das Erdreich ein.

So stichst du das Gartenbeet mit System um:

Entferne zuerst größere Unkraut-Pflanzen mit einem Grubber. Beginne auf einer Seite vom Beet und hebe entlang der gesamten Länge mit dem Spaten einen kleinen Graben aus. Fülle den Erdaushub in eine Schubkarre. Stich nun die nächste Reihe entlang des ausgehobenen Grabens um. Befülle den ersten Graben mit der neu ausgestochenen Erde.
Wiederhole den Vorgang, bis du am Ende vom Beet angelangt bist. Befülle den letzten Graben mit der Erde aus der Schubkarre. Lockere die verbliebenen Erdschollen mit der Erdkralle oder einem Kultivator auf. Glätte anschließend die Oberfläche mit dem Rechen.

Alternativen zum Umgraben des Gartens

Beim Umgraben wendest du die obere Bodenschicht und beförderst Pflanzenreste sowie Unkraut in tiefere Erdschichten. In der Erde leben Milliarden verschiedener Kleinstlebewesen. Viele der Bodenlebewesen sind auf eine individuelle Lebensbedingung angewiesen, die sie nur in einer bestimmten Bodentiefe vorfinden. Wenn du das Bodengefüge beim Umgraben durcheinander bringst, sterben viele dieser Lebewesen aufgrund von Sauerstoffmangel oder Trockenheit ab. Einige für das Pflanzenwachstum wichtige Stoffwechselprozesse können dadurch vorübergehend zum Erliegen kommen. Bis sich das Bodenleben wieder erholt hat, können die Pflanzen möglicherweise nicht ausreichend Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen.

Es gibt gute Alternativen zum Umgraben, die naturnahe Gärtner gerne anwenden:
  1. Mulchen
    Statt den Garten umzugraben, decke das abgeerntete Gemüsebeet im Spätsommer oder Herbst mit einer Mulchschicht aus Herbstlaub, halbreifem Kompost und Ernteresten ab.
    Der Mulch schützt den Boden vor:
    • starken Temperaturschwankungen
    • verschlammen
    • viel Unkraut
  2. Gründünger
    Alternativ kannst du Gründüngung säen, wie beispielsweise Phacelia oder Gelbsenf.
    Mähe die Düngepflanzen vor der Samenreife ab.
    Lass die abgemähten Pflanzenteile bis zum Frühjahr als Mulchschicht liegen.
    So bereitest du das Gemüsebeet im Frühjahr zur Aussaat vor:
    Entferne die Mulchschicht mit einem Rechen. Bearbeite die Erde mit einem sogenannten Sauzahn, einem Kultivator oder einer Erdkralle. Lockere den Boden mit einem der drei Geräte tiefgründig auf, ohne ihn zu wenden. Entferne Unkraut und andere Pflanzenreste mit einem Grubber oder einer Harke aus dem Boden. Arbeite etwas reifen Kompost in die Erde ein. Warte mit der Aussaat ungefähr zwei Wochen, damit sich die Erde wieder setzen kann. Lockere den Boden mit einem Rechen, bevor du Samen in dein Beet bringst oder Pflanzen einsetzt.
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Wir erschießen Wildtiere, weil diese sich unkontrolliert vermehren, wenn keine Raubtiere da sind und die Wälder schädigen. Und wenn sich Wölfe wieder ansiedeln, erschießen wir die auch, weil sie sonst andere Tiere fressen. Klingt nach einem super Marketingkonzept für Munitionshersteller, aber nicht wirklich durchdacht.
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Re: ... Gartenarbeit

Beitragvon almafan » Di 16. Mär 2021, 16:28

Pferdemist als Dünger: Wirkung & Anwendung im Garten

Frischer Pferdemist ist ein nährstoffreicher organischer Dünger, man sollte ihn jedoch mit Vorsicht einsetzen, da andernfalls einige Pflanzen im Garten nicht so wachsen, wie sie sollen - oder direkt aus dem Leben scheiden.

Wie wirkt Pferdemist als Dünger?

Pferdemist ist die Mischung aus Pferdeäpfeln, Urin und Einstreu. Er gilt als besonders wertvoller organischer Dünger, da er neben den wichtigen Hauptnährelementen auch viel Magnesium und viele Spurennährelemente einbringt. Zudem wird er als Pflanzendünger bewertet, liefert also schnell recht große Mengen an Nährstoffen. Die bodenverbessernden Eigenschaften, wie die Humusreproduktion, sind im Gegenzug eher mäßig.

Die Zusammensetzung kann allerdings recht variabel sein: Wenn man Pferdemist direkt vom Tierhalter bezieht, kann durchaus auch mehr oder weniger Einstreu als Strukturmaterial eingemischt sein. Je mehr Streu der Mist enthält, umso mehr verschiebt sich seine Wirkung in Richtung eines Bodendüngers. Es werden also weniger Nährstoffe freigesetzt, doch die Humusreproduktion und das Bodenleben werden gefördert. In der Folge können sich Bodenqualitäten wie Wasserspeicherung, Nährstoffpufferung sowie Belüftung verbessern. Auch die Lagerung an der Luft verändert die Eigenschaften von Pferdemist: Durch die beginnende Zersetzung schwinden Stickstoff sowie frische organische Substanz und die pflanzendüngende Wirkung wird verstärkt. Nach längerer Lagerung sinkt der Nährstoffgehalt wieder und die Kompostierung setzt ein.

Welche Pflanzen kann man mit Pferdemist düngen?

Welche Pflanzen mit dem Pferdemist gedüngt werden können, hängt von dessen Zustand ab. Da frischer oder nur kurz gelagerter Pferdemist extrem nährstoffreich ist, ist er unter anderem für Jungpflanzen und Kräuter nicht geeignet. Nährstoffreicher Pferdemist kann bei Pflanzen mit mittlerem und niedrigem Nährstoffbedarf zu Schäden durch Überdüngung führen. Während eine leichte Überdüngung nur nährstoffspezifische Wuchsveränderungen nach sich zieht, kann eine starke Überdüngung zur sogenannten Exosmose und damit zum Tod der Pflanze führen. Pferdemist, der über ein Jahr kompostiert wurde oder einen sehr hohen Streuanteil besitzt, kann man an jeder Pflanze anwenden. Die folgende Liste enthält Pflanzen, welche mit frischem Pferdemist gedüngt werden können, ohne Schaden zu nehmen.
  • Geeignet für eine Düngung mit frischem Pferdemist:
    Sonnenblumen, Saisonbepflanzung, stark zehrende Gemüsepflanzen, sommerfrische Heckenpflanzen, Rosen
  • Ungeeignete Pflanzen für eine Düngung mit Pferdemist:
    Obstbäume und -sträuche, schwach zehrende Gemüsepflanzen und Gemüsepflanzen mit kurzer Kulturzeit, Sträucher und Stauden, Jungpflanzen und Aussaaten, Kräuter und Steingartenpflanzen
Tipp: Gemüsepflanzen mit kurzer Kulturzeit sollten Sie aus hygienischen Gründen nicht mit Pferdemist düngen, um die Verschleppung von Krankheiten und Wurmeiern zu vermeiden. Als Gemüsepflanzen mit kurzer Kulturzeit gelten etwa Radieschen und Salat.

Empfehlenswerte Bezugsquellen

Die beste Bezugsquelle für Pferdemist findet man vor Ort. Die meisten Pferdebesitzer sind froh, wenn ihnen von den häufig voluminösen Lagerstätten etwas abgenommen wird - sie müssen den Mist in der Regel auf eigene Kosten entsorgen lassen. Einige haben allerdings auch entdeckt, dass sich mit Dünger aus Pferdemist Geld verdienen lässt und bieten ihr Produkt in den lokalen Kleinanzeigen oder im Internet an. Und es gibt noch eine weitere Form, Pferdemist zu kaufen: Düngemittelhersteller verarbeiten den sehr wasserhaltigen Mist in trockene Pellets. Diese können bereits in vielen Gartencentern erstanden werden und bieten einen sehr viel höheren Komfort bei der Verteilung - natürlich gegen einen höheren Preis.

Anwendung von Pferdemist als Dünger
Es genügt ein Kilogramm frischer Pferdemist pro Quadratmeter. Diese starke Düngung wird nur einmal jährlich durchgeführt und ihre Wirkung lässt im Laufe der Vegetationsperiode nach. Daher ist es sinnvoll, spätestens im Juni noch einen organischen Langzeitdünger zur Nachdüngung zu verwenden, der die Versorgung bis ins neue Jahr hinein sichert.

Allgemein sollte man frischen Pferdemist nicht im Herbst, sondern besser am Ende des Winters verteilen. Das hat zwei Gründe: Zum einen liefert eine Düngung mit Pferdemist sehr viel Stickstoff, der im Herbst dazu führt, dass die gedüngten Pflanzen weniger frosthart sind. Zum anderen können im Laufe von Herbst und Winter große Mengen Stickstoff ausgewaschen werden. Dies stellt einen Verlust für Ihr Beet und eine Belastung für das Grundwasser dar. Auf leichten, sandigen Boden wird frischer Pferdemist tief eingearbeitet. Auf schweren Böden erfolgt die Einarbeitung hingegen möglichst flach. Die angepasste Einarbeitung sorgt dafür, dass Nährstoffe nicht zu schnell oder zu langsam frei werden.

Kompostierten Pferdemist kann man bedenkenloser verwenden. Er liefert nicht sehr schnell, doch dafür lange in geringem Maße Nährstoffe. Die regelmäßige Verteilung von kompostiertem oder streureichem Pferdemist stellt eine bodenpflegende Maßnahme dar und sollte bei Bedarf mit nährstoffreicheren Düngern ergänzt werden. Kompostierter Pferdemist kann auch als sanft düngendes Element in selbst gemischten Pflanzerden dienen.
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