... das unvorstellbar riesige Universum




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Beitragvon almafan » Fr 17. Mai 2013, 12:12

Ich war beim Luken durch einige Wikipedia-Artikel auf den Jupiter gestoßen und dessen Größe gegenüber der Erde. Und in einer Reihe, die nicht der Sortierung der Planeten im Sonnensystem entspricht, dafür aber der Größenordnung, möchte ich die Planeten hier vorstellen.


Unser Mond, darunter der Pluto und sein Mond Charon


Merkur


Mars


Venus


Neptun


Uranus


Saturn


Jupiter


Abschnitt der Sonne

Und nochmal sortiert:

Ist es nicht faszinierend, wie klein die Erde schon im Vergleich zu den anderen Planeten unseres eigenen Systems? Wie winzig sie erst im Gegensatz zum ganzen Universum ist.
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Wir erschießen Wildtiere, weil diese sich unkontrolliert vermehren, wenn keine Raubtiere da sind und die Wälder schädigen. Und wenn sich Wölfe wieder ansiedeln, erschießen wir die auch, weil sie sonst andere Tiere fressen. Klingt nach einem super Marketingkonzept für Munitionshersteller, aber nicht wirklich durchdacht.
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von Anzeige » Fr 17. Mai 2013, 12:12

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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon vlindertje » Fr 17. Mai 2013, 14:04

Unheimlich beeindruckend und wunderschön aufgelistet. Das Größenverhältnis zu den übrigen uns bekannten Planeten in so einem direkten Vergleich zu sehen, macht mir immer wieder bewußt, was für ein kleiner Bestandteil des Universums wir sind. Wirklich: Was sind wir, verglichen mit der Größe des Universums? Ich finde es immer wieder begeisternd darüber nachzudenken, vor allem, weil es mich wieder "erdet". Mir wird dadurch klarer, wo ich in meinem kleinen Leben hin will, was ich von mir hinterlassen möchte, auch wenn es schnell verfliegen mag, was mir wirklich wichtig ist, tief in mir. Es läßt mich dankbar sein für unseren schönen Planeten. Es läßt, für mich, Gott noch so viel größer und mächtiger erscheinen. Ich denke da an einen Text in der Bibel, wo davon gesprochen wird, daß Gott das Universum mit seiner Handspanne vermißt.

Im Grunde ist es sicherlich so, daß ein jeder Betrachter, gottgläubig oder nicht, immer wieder erkennt, wie unglaublich rießig unser Universum ist. Unser Planet ist, darin gesehen, so klein. Und wir selbst? Ich glaube, ab und an darüber nachzudenken, wie es hinter unserem blauen Himmel aussieht, hilft uns zu verstehen, daß wir uns selbst nicht für so überaus wichtig nehmen zu brauchen, ohne unser Selbstwertgefühl dabei zu verlieren.
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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon almafan » Sa 18. Mai 2013, 11:52

Ich hatte ja damals auch eine Flash-Animation in "NEUES aus der Wissenschaft" verlinkt:

Scale Of Universe
http://scaleofuniverse.com/

Da sind von den kleinsten, bis zu den größten Dingen alle Maße dabei. Von den unglaublich kleinen Strings, den Quantenwellen über die Quarks, Atome, Ameisen bis hin zu Sternen, Galaxien und Galaxienhaufen.

Aber selbst das alles hilft einem nur schwerlich, auch nur irgendwie zu verstehen, wie unglaublich riesig das ganze Universum ist. Allein bis an den Rand unseres Sonnensystems ist es 100.000 mal weiter als von der Sonne zur Erde. Und von der Sonne zur Erde ist es 400 mal weiter als von der Erde zum Mond. Und der ist 30 mal so weit entfernt, wie die Erde dick ist. Und ...
Man kann das Spiel eine Weile weiter spielen. Was ich sagen will, ist hoffentlich klar. Allein unser Sonnensystem misst unvorstellbare Distanzen. Und dies ist nur eines von 200 Milliarden in unserer Galaxie und diese Galaxie ist nur 1 von 100 Milliarden Galaxien.

Es fällt mir nicht sonderlich schwer, warum ein so großes Universum Gläubige sofort an Gott denken lässt. So etwas gewaltiges kann ja nicht von Nirgendwo her kommen. Das Universum und all seine Bestandteile sind so unglaublich faszinierend, eben weil es sich trotz Formeln, Teleskopen und modernster Technik unserem Vorstellungsvermögen entzieht. Kein Vergleich mit Orangen und maßstabsgetreuen Abständen kann daran etwas ändern. Doch man kann zumindest einen Teilabschnitt veranschaulichen.
Die Anekdote mit der Handspanne, die Vlindertje, ansprach - ich weiß die Bibelstelle nicht mehr - möchte ich aufgreifen. Ich habe das Referat des US-amerikanischen Referenten und dessen Übersetzer auch gesehen. Er sprach auch von dem oben beschriebenen Vergleich. Wenn die Sonne die Größe einer Orange hätte, so wäre der nächste Stern nicht am Ende des Saals, nicht draußen auf dem Parkplatz, sondern in Moskau (von Selters/Taunus (in Hessen) aus gesehen). Allerdings möchte ich widersprechen: Dieser Stern wäre eben nicht so groß, wie eine Orange und es wäre nicht Alpha Centaury, sondern ein roter Zwerg namens Proxima Centauri.
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Demnach wäre die Orange in Moskau vermutlich eher eine Traube oder Erdbeere. Aber das geht schon wieder zu weit ins Detail. Im Großen und Ganzen war es ja korrekt.

Von daher stehen noch viele Vergleiche aus. Wenn die Sonne die Größe einer Orange hätte, wie groß wäre dann die Ansammlung von Orangen, die die Milchstraße repräsentieren. Ich vermute, größer als unser reales Sonnensystem. Und das kann man sich schon wieder nicht vorstellen. Eine vertrakte Sache, dieses Riesenall.
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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon vlindertje » Di 21. Mai 2013, 13:05

Ich glaube und befürchte, wir können uns nicht im Geringsten die Größe des Universums vorstellen. Es ist wahrscheinlich für unseren Geist nicht fassbar. Ich kann mir schon so manche Dinge auf unseren Planeten nicht vorstellen. Die Meere zum Beispiel. Auf dem Globus sind sie eingezeichnet, aber deren Größe wirklich begreifen, fällt schon schwerer. Oder auch wenn gesagt wird, wie viel Regenwald vernichtet wird durch Menschenhand. Ich kann mir an sich die Größe des Regenwaldes nicht vorstellen, wie dann die Flächen, die gerodet werden, auch wenn man sie in, eher schon mal gesehen, Fußballfeldern angegeben wird. Ich kann dadurch nur begreifen, daß es sich um große Flächen handelt, aber deren Größe wirklich vor Augen zu haben, schein unmöglich zu sein.

Bei der Größe des Universums ist es noch viel komplexer. Schon wenn wir "nur" unsere Galaxie betrachten und davon gibt es ganz paar mehr. Oder gar die Abstände zwischen Objekten, die du aufgeführt hast. Wieviel von diesen Entfernungen kann man sich denn wirklich vorstellen?

Es ist immer wieder faszinierend davon zu hören und zu lesen, was die gigantische Größe um uns herum betrifft. Ich freu mich daher auf ganz viel Informatives zu diesem Thema von dir bzw euch allen.
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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon vlindertje » Di 28. Mai 2013, 19:33


(gefunden bei facebook)
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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon almafan » Mo 17. Jun 2013, 10:54

Ihr dachtet die Sonne wäre groß. Kommt schon!
Das All hat so unglaublich gigantisches zu bieten, dass die Sonne ein wunderbarer Krümel ist.

2002 wurden Forschungsarbeiten veröffentlich, die richtig große Massen zeigen. Wie mitlerweile den Forschern bekannt, haben viele große Galaxien ein zentrales schwarzes Loch. Und mit groß meine ich, Galaxien der Größenordnung einer Milchstraße oder einer Andromeda. Das schwarze Loch der Milchstraße wurde sogar schon vermessen.

Wie denn das, man kann schwarze Löcher doch gar nicht sehen. Da wird halt ein wenig Hirnschmalz nötig. Denn natürlich ist die Fluchtgeschwindigkeit hinter dem Ereignishorizont eines schwarzen Loches höher als die Lichtgeschwindigkeit. Und dadurch kann selbst Licht nicht entkommen. Aber es gibt Dinge, die da trotzdem wegkommen.
Da gibt es nämlich zwei Möglichkeiten. Ein schwarzes Loch ist zwar nicht zu sehen - und es ist definitiv kein Staubsauger - aber sie verhalten sich ansonsten so, wie jedes andere Objekt mit Masse. Wenn wir also nun irgendwo einen Himmelkörper beobachten, der um einen anderen kreist, den wir nicht sehen können, stehen die Chancen gut, dass diese andere Objekt ein schwarzes Loch ist. Durch detaillierte Beobachtungen kann man dann sogar rausfinden, wie groß und schwer das schwarze Loch sein muss.
Die andere Methode ist es, sich die Umgebung eines schwarzen Loches anzuschauen. Denn die ist nicht notwendigerweise schwarz. Befindet sich in der Nähe des Lochs Materie – die zum Beispiel von einem Stern stammen kann, der das Loch umkreist – dann fällt die nicht einfach so direkt ins Loch sondern umgibt es scheibenförmig und bewegt sich auf spiralförmigen Bahnen zum Loch. Ein schwarzes Loch mit so einer Akkretionsscheibe ist ein aktives schwarzes Loch. Das Material, das es umgibt bewegt sich enorm schnell und dabei entsteht Strahlung. Und diese Strahlung können wir beobachten.

Die erste Methode hat man bei der Entdeckung des zentralen schwarzen Lochs der Milchstraße benutzt. Theoretisch war schon ein paar Jahre zuvor ermittelt worden. Da musste was sein. Also hat man mit dem Very Large Telescope (VLT) eine Weile draufgeschaut und einen Stern beobachtet, der sich recht dicht um etwas bewegt, dass man nicht sehen kann. Zu diesem Zeitpunkt standen viele Modelle für das Zentrum der Milchstraße. Es kann eine supermassives schwarzes Loch sein oder aber viele Neutronensterne oder aber zig tausende massive Sterne. Mit den neuen Beobachtungen waren die beiden letzteren Modelle obsolet. Denn man kann das Objekt um das der Stern S2 seine Bahnen zieht nicht sehen. So heißt der nächste Stern am schwarzen Loch Sagittarius A* oder kurz SrgA*.

Und durch die ermittelten Daten der Bahnbewegung über ein ganzes Jahrzehnt hinweg und dem Vergleich mit älteren Daten des Zentrums ergab riesiges: Das zentrale schwarze Loch im Zentrum, eben mit dem wohlfeinen Namen Sagittarius A*, hat eine Masse von 3 Millionen Sonnen. Da S2 am nächsten Punkt seiner stark elliptischen Umlaufbahn bis zu 18 Milliarden Kilometer an den Massemittelpunkt des Zentrums herankam, kann das Sagitarrius A* auch keinen größeren Radius als 18 Milliarden Kilometer haben. Damit hat es einen 25.000fachen Radius der Sonne (695.000 km).

Es konnte 2012 aber nochmals eingegrenzt werden. Denn es wurde ein 16mal lichtschwächerer Stern entdeckt, der noch näher dran liegt. S2 (Kurzform für S0-2) braucht ja 15,2 Jahre für einen Umlauf um das schwarze Loch. Der neuentdeckte Stern S0-102 schafft es in 11,5 Jahren. Demnach ist er laut Keplers Gesetzen noch näher dran. Das schränkt den mutmaßlichen Radius noch weiter ein.

Also nochmal zum Staunen: Im Zentrum unserer Galaxie ist ein supermassives schwarzes Loch, dass wie die Sonne in unserem Sonnensystem, umkreist wird von Sternen, Neutronensternen und sogar anderen nicht so massiven schwarzen Löchern. Es hat eine Masse von 3 Millionen (neuste Forschungen sagen sogar 4 Millionen) Sonnenmassen und einen Maximalradius von einigen tausend Sonnenradien.
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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon vlindertje » Di 18. Jun 2013, 09:04

Unvorstellbar rießig!

IM übrigen fände ich es schön, noch einmal irgendwie aufgelistet zu erhalten, wie genau ein schwarzes Loch aussieht, da es ja wirklich oftmals als ein Staubsauer dargestellt wird, wie ein Spiegel aus dem Dornröschenfilm, in dem man verschwinden und plötzlich ganz wo anders wieder herauskommen kann.
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Re: ... das unvorstellbar riesige Universum

Beitragvon almafan » Di 19. Mai 2020, 14:53

Die Erdatmosphäre

Auch wenn uns kleinen Menschen die Atmosphäre unendlich groß vorkommen mag, so ist sie gemessen an der Erde nur eine dünne Schicht (siehe Bild ganz oben). Da Planeten allgemein kaum geeignet sind, um sich Zusammenhänge solcher Dimensionen gut vorzustellen, mache ich das etwas anschaulicher:


Das ist das London Eye, das mit einer Höhe von 135 Metern größte Riesenrad Europas.

Wir nehmen nun an, dieses Riesenrad sei unsere Erde und stellen uns eine maßstabsgetreue Troposphäre vor (das ist der untere Teil der Atmosphäre, der 90% der Luft enthält). Selbige ist nicht überall gleich hoch, aber laut in unserem Breitengrad müsste sie ungefähr eine Dicke von 10,2 km besitzen. Das ist gemessen am Durchmesser der Erde von 12.756 km die gleiche Höhe, als würde man auf die oberste Gondel des Riesenrads klettern, und dort, tadaaaa, diesen 10,5 Zentimeter langen Textmarker aufstellen:


Das ist dann unsere Atmosphäre. Im Bereich zwischen dem Gondeldach und dem Stiftdeckel befindet sich fast die gesamte atembare Luft. Und diese filigrane, gedachte Schicht mit der Dicke eines popeligen Stifts ist nun mal dem Einfluss des Menschen unterworfen, wenn dieser über wenige Jahrzehnte all den in Jahrmillionen in der Erde abgelagerten Kohlenstoff in die Atmosphäre pustet. Diese Schicht ist zudem auch noch der einzige Ort im Umkreis vieler Lichtjahre, an dem wir überleben können.

Machen wir sie besser nicht kaputt.
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