Warum nimmt man im Alter zu?




Brennen euch Fragen auf der Seele, die ihr in diesem Forum geklärt wissen wollt, so stellt diese hier.

Warum nimmt man im Alter zu?

Beitragvon vlindertje » Sa 11. Mai 2013, 09:28

Ich habe gelesen, aufgrund der Krebsvorsorge empfohlen wird, das Gewicht von Anfang 20 zu halten. Es hieß, daß man es als normal besieht, daß man mit dem Alter ein paar Kilos zunimmt, aber gesund sei dies nicht unbedingt. Mir stellte sich daraus die Frage: Warum nehmen wir mit dem Älterwerden nicht nur an der Zahl unserer Jahre zu, sondern auch an Gewicht?
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Re: Warum nimmt man im Alter zu?

Beitragvon almafan » Mo 13. Mai 2013, 07:10

Die meisten Menschen nehmen ab der Lebensmitte zu. Auch wer in der Jugend zu den Schlanken gehörte, hat ab 40 mit Fettpölsterchen zu kämpfen - selbst wer keinen ungesunden Lebensstil pflegt, regelmäßig Sport treibt und sich bewusst ernährt. Denn der Stoffwechsel stellt sich ab Mitte 30 allmählich um. Und das führt eben dazu, dass man leichter Fett ansetzt. Bis ins Rentenalter summieren sich da oft 20 Kilogramm oder mehr.

Der Stoffwechsel verlangsamt sich, es werden weniger Kalorien verbraucht. Verschiedene Faktoren sind für den veränderten Stoffwechsel verantwortlich. Die Produktion von Sexualhormonen geht zurück, bei Frauen etwa zehn Jahre früher als bei Männern. Bei beiden Geschlechtern sinkt mit zunehmendem Alter der Spiegel des Wachstumshormons Somatotropin, welches das Muskelwachstum und den Fettabbau fördert. Wer keinen Sport treibt, verliert bereits ab dem 30. Lebensjahr stetig an Muskelmasse. Der Anteil an Körperfett hingegen steigt.
Nicht immer macht sich der veränderte Stoffwechsel sofort auf der Waage bemerkbar. Oft verschiebt sich in den Dreißigern zunächst nur das Verhältnis von Muskeln zu Fett. Da Muskelmasse auch im Ruhezustand deutlich mehr Kalorien verbraucht als das Fettgewebe, sinkt mit abnehmender Muskelmasse auch der Kalorienverbrauch. Die Folge: Wer genauso viel isst wie vorher ohne sich mehr zu bewegen, nimmt weiter zu.

Wer diesen Mechanismus begriffen hat, versteht auch, warum Diäten allein kaum helfen: Spart man zu drastisch an Kalorien, geht nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse verloren. Der Effekt, den man eigentlich verhindern will, verstärkt sich noch. Aufhalten lässt sich dieser Prozess vor allem durch Bewegung. Regelmäßige Spaziergänge sind gut, um das Gewicht zu halten. Um ein paar Kilo abzunehmen, muss man allerdings auch mal ins Schwitzen kommen.
Neben regelmäßiger Bewegung gilt gesunde Ernährung als der wichtigste Faktor, um die Gewichtszunahme im Alter zu verhindern. Dabei geht es nicht darum, drastisch Kalorien zu sparen, sondern vielmehr darum, Maß halten zu lernen. Mit 20 steckt der Körper üppige Partys und ständiges Naschen meist noch gut weg. Spätestens ab dem 40. Lebensjahr machen sich solche Sünden bemerkbar. Generell sollten Sie hochwertige, vitaminreiche Lebensmittel bevorzugen. Denn auch wenn der Körper weniger Kalorien braucht, bleibt der Vitaminbedarf fast unverändert.
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Re: Warum nimmt man im Alter zu?

Beitragvon vlindertje » Di 14. Mai 2013, 10:07

" ... Bis ins Rentenalter summieren sich da oft 20 Kilogramm oder mehr ..." Na Hilfe! Ich meine, gut, daß Gewicht von Anfang 20 ist irgendwann weg und wenn es erklärbar ist, außer mit Faulheit und gutem Essen, um so besser. Dennoch kommt die Aussage der Ärztin bezüglich Krebsvorsorge nicht von irgendwo her. Da wird man sich bestimmt auch etwas dabei gedacht haben. Wenn es also sowieso zwecklos ist, zu versuchen, daß Gewicht zu halten, weil man es eh nicht kann, warum dann der Aufruf, das Gewicht von Anfang 20 zu halten?

Wenn ich es richtig verstehe, sind vor allem Sport und eine gesunde Ernährung mit vielen Vitaminen wichtig, sowie Spaziergänge.

Überraschend fand ich, daß das Umwandeln von Muskelmasse in Fett kaum merklich passiert, man es also auf der Wage nicht sieht. ich meine, selbst wenn man sozusagen auf sein Gewicht achtet, dann heißt es noch lange nicht, daß man Gesund ist, wenn denn das Fettgewebe noch immer mehr ist, als es sein sollte. Das klingt mir alles so bisschen hoffnungslos. Wenn ich es richtig verstehe, ist es gut sich zu bemühen, aber aufgrund unseres Stoffwechsels und dessen Veränderung im Laufe des Lebens, müssen wir unsere Lebensgewohnheiten, Bewegung und Essen, immer wieder neu anpassen. Sicherlich nicht einfach, denn im Grunde ist man schnell irgendwo festgefahren in seinem Handeln.

Danke für die Infos. Ich hoffe dennoch genug Motivation zu finden, gegen die Kilos du den nachlassenden Stoffwechsel anzukämpfen.
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Re: Warum nimmt man im Alter zu?

Beitragvon almafan » Di 14. Mai 2013, 12:02

Die Hoffnung verlieren, sollte man deswegen nicht gleich. Wie ja ausgesagt wird, kann man dem Ganzen halt am Besten mit Bewegung entgegensteuern. Wer seine Muskeln also regelmäßig gebraucht und nicht auf dem Sofa dahinvegetiert, kann dem Schwund abschwächen, wenn nicht gar entgegen wirken.
Man sagt hier im Grunde nur altbekanntes: Beweg deinen Arsch und friss dich nicht voll!
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