Weihnachten




Religion, Esoterik, Verschörungstheorien und andere Dinge.

Religion: Kindermord von Bethlehem und Flucht des Josef

Beitragvon almafan » Di 28. Jul 2015, 15:30

Kindermord von Bethlehem und Flucht des Josef

Vlindertje wollte wissen, wie Fremdlinge zur Zeit Jesu in Ägypten aufgenommen wurden. Ausgangspunkt war die Flucht Josefs nachdem er von einem Engel vor den mörderischen Plänen des Herodes gewarnt wurde, alle Knaben in Bethlehem und Umgebung zu töten.

Beschrieben ist das ganze im 2. Kapitel des Matthäus-Evangeliums.

Die Fluchtroute des kindlichen Jesu, mit seinen Eltern lässt sich durch die Apokryphen, sowie koptische und arabische Überlieferungen rekonstruieren. In diesen werden dem Jesus aber auch schon zahlreiche Wunder zugeschrieben. Obwohl er laut den kanonischen Schriften der Bibel seine Wunder- und Heiltätigkeit erst mit der Taufe aufgenommen hat. Aber so ist das halt mit dem "Quellenmaterial".

Die Zahl der durch Herodes Kindermord umgekommenen Knaben lag laut mittelalterlichen Autoren bei 144.000. Spätere Theologen und auch andere Forscher gehen aufgrund der anzunehmenden Größe Bethlehems zu biblischen Zeiten eher von 6 - 20 Knaben aus. Allerdings: Wenn Jesus tatsächlich im Jahre einer römisch verordneten Volkszählung geboren wurde, dann kann er frühestens er 6 u.Z. geboren sein. Denn davor gehörte Judäa nicht zur römischen Provinzialordnung, sondern war noch eigenständiges Königreich unter römischer Oberherrschaft. Da Herodes aber 4 v.u.Z. starb, überschneiden sich die Daten des Kindermordes nicht mit einer solch datierten Geburt des Christus.

Um herauszufinden, wie Fremde in Ägypten aufgenommen wurden, muss man sich ein wenig in die Materie vertiefen:

Mit dem Tod der berühmten Kleopatra wurde das Land Privatbesitz des römischen Kaisers und damit kaiserlich-römische Provinz. Für die Kaiser Roms war Ägypten Privatbesitz. Es hatte eine Sonderstellung unter den römischen Provinzen. Insbesondere Senatoren und Angehörige der kaiserlichen Familie durften ohne Erlaubnis des Kaisers ins Land oder heraus. In die Zeit Jesu Geburt und kurz danach fallen drei Präfekten (Statthalter): Gaius Turranius Gracilis (7 v.u.Z. - 4 v.u.Z.), Publius Octavius (2/1 v.u.Z. - 3 u.Z.) und Marcus Magius Maximus (4 u.Z. - ca. 8 u.Z.). Über Gracilis lässt sich erfahren, dass er direkt dem Kaiser unterstand und dementsprechend scharf kontrolliert wurde. Da Ägypten als Kornkammer des Reiches galt, war er auch oberster Verantwortlicher der Getreideversorgung Roms.

Da die örtliche Aristokratie mit dem Tod Kleopatras so ziemlich alle Privilegien verlor, war die vereinheitlichte Steuerpolitik der Besatzungsmacht in der Regel eine deutliche Verbesserung, da man nicht mehr der Willkür lokaler Despoten ausgesetzt war. Eine günstige Steuerpolitik ist gut für die Wirtschaft, da es den Im- und Export beflügelt. Das holt Arbeitskräfte ins Land, wie Leih- und Gastarbeiter. Und unter denen kann sich auch Josef, Jesu irdischer Papa befunden haben. Als ausgelernter und berufserfahrener Zimmermann wird er sicher in diesem florierenden Umfeld Arbeit und Kundschaft gefunden haben.
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"If the biggest problem that you're having in the twenty-first century involves
what other people's genitals look like, and what they're doing with those genitals
in the presence of other consenting adults, you may need to reevaluate your
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("Wenn das größte Problem, das du im 21. Jahrhundert hast, darin besteht, wie
anderer Leute Genitalien aussehen und was diese damit in Gegenwart anderer
Erwachsener mit deren Einverständnis machen, musst du möglicherweise deine
Prioritäten neu bewerten.")

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Re: Weihnachten

Beitragvon almafan » So 19. Dez 2021, 11:14

König Herodes – Brutaler Mörder oder Friedensstifter? | Terra X


https://www.youtube.com/watch?v=VHyWFXl63tw

Veröffentlicht am 16.12.2021:
König Herodes der Große. In die Geschichte geht er als Kindermörder ein. Bis heute gilt er als herrschsüchtig, brutal und blutrünstig. Doch er ist auch ein großartiger Baumeister, der prachtvolle Bauwerke hinterlassen hat. Und er bringt den Menschen im antiken Palästina für fast eine Generation Ruhe und Frieden. Wer also war Herodes wirklich?
Herodes ist ein Klientelkönig des römischen Reiches und bleibt Rom auch loyal bis zu seinem Tod. Trotzdem tritt er liberal gegenüber der jüdischen Religion auf und versucht die verschiedenen religiösen Gruppierungen in seinem Herrschaftsgebiet zu befrieden. Das drückt sich auch in seinen Bauprojekten aus. Seinen Regierungssitz Caesarea maritima gründet und gestaltet er nach römischen Vorstellungen und baut den bedeutendsten Hafen im antiken Palästina. In Jerusalem wiederum ist seine Baupolitik religiös motiviert. Die Jerusalemer Tempelanlage ist das größte und aufwendigste Bauprojekt von Herodes, an dem über seinen Tod hinaus gearbeitet wird. Er trägt maßgeblich dazu bei, Jerusalem als Pilger- und Handelszentrum auszubauen.
Herodes war strategisch klug, aber nicht immer friedlich. Gegen seine Gegner ist er durchaus brutal vorgegangen. Die Erzählung vom Kindermord in Bethlehem ist aber in keiner anderen biblischen Quelle zu finden, nur bei Matthäus im Neuen Testament. Dort wird beschrieben, dass Herodes befohlen habe, alle Jungen im Alter des neugeborenen "Königs der Juden" zu töten, weil er Angst hatte, Jesus könne ihm seine Herrschaft streitig machen. Was damit ausgedrückt werden soll, ist, dass Herodes wohl ein außergewöhnlich mächtiger und brutaler Herrscher war, denn ein Kindermord ist in der orientalischen Welt außergewöhnlich.
Nach Herodes Tod spitzt sich die Ablehnung der römischen Fremdherrschaft immer weiter zu, was 66-70 n.Chr. zum ersten Jüdischen Aufstand und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels durch die Römer führt. Damit war die Zeit des Friedens endgültig vorbei.

Autorin: Charlotte Magin
Grafik: Anna-Lena Neidlinger
Schnitt: Wolfgang Daut

Dieses Video ist eine Produktion des ZDF.

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