Unglaubliches aus alter Zeit




Religion, Esoterik, Verschörungstheorien und andere Dinge.

Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Mi 8. Aug 2012, 09:23

In dieser kleinen Reihe sollen Dinge "entzaubert" werden, die von Esoterikern, Pseudowissenschaftlern und anderen Realitätsverweigeren als uralte Weisheiten, Artefakte oder sogar Mitbringsel von Außerirdischen fast verehrt werden.

Inhaltsverzeichnis:
- Der Hegdes-Schädel
- Die Batterie von Bagdad
- Die Glühbirne von Dendera
- Der Computer von Antikythera
- Das Flugzeug aus Kolumbien
- Der Dolch des Tut-Ench-Amun
- Der Hammer von London
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"If the biggest problem that you're having in the twenty-first century involves
what other people's genitals look like, and what they're doing with those genitals
in the presence of other consenting adults, you may need to reevaluate your
priorities." - Forrest Valkai


("Wenn das größte Problem, das du im 21. Jahrhundert hast, darin besteht, wie
anderer Leute Genitalien aussehen und was diese damit in Gegenwart anderer
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von Anzeige » Mi 8. Aug 2012, 09:23

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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Do 9. Aug 2012, 10:06

Der Hegdes-Schädel

Frederick Mitchell-Hedges, britischer Abenteurer und Archäologe suchte 1927 in den Regenwäldern von Belize (damals Britisch-Honduras) nach einer sagenhaften Hochkultur, die er mit Atlantis in Verbindung brachte. Seine Adoptivtochter Anna fand dem Grabungsgelände an ihrem siebzehnten Geburtstag eben jenen Kristallschädel. Von diesen soll es noch weitere 12 geben und sie enthalten alles Wissen der Welt und beginnen zu sprechen, wenn man sie zusammenbringt. Ein alter Maya erklärte, der Schädel sei mehr als 100.000 Jahre alt und ein wertvoller Schatz seiner Kultur. Hegdes schätzte den Fund auf 3600 Jahre und erklärte, er sei auf unerklärliche und erstaunliche Weise hergestellt worden. 1970 untersuchte der Computerhersteller Hewlett-Packard den Schädel und fand heraus, dass der Schädel aus Quarz gegen seine natürliche Achse bearbeitet wurde und hätte eigentlich splittern müssen. Außerdem sei er vermutlich mit Diamantwerkzeug erst grob bearbeitet und anschließend aus einer Mischung aus Sand und Wasser glatt geschliffen worden. Geschätzte Arbeitszeit: über 300 Jahre.

Auflösung
Er ist schlicht eine Fälschung. Hedges hat ihn nicht in den Wäldern Belizes gefunden, sondern 1943 auf einer Auktion in London für 400 Pfund erstanden. Unter polarisiertem Licht zeigt er Spuren von maschineller Bearbeitung. Und die Untersuchung von Hewlett-Packard? Kompletter Unsinn: Bergkristall (also Quarz) hat keine Kristallachse, kann also auch nicht entgegen dieser bearbeitet werden.
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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Do 21. Mär 2019, 16:44

Die Batterie von Bagdad

Dr. Wilhelm König fand 1936 in Khujut Rabu'a in der Nähe von Bagdad ein 2000 Jahre altes Tongefäß der Parther. Darin war ein Kupferzylinder und ein Eisenstab. Man hätte den Krug mit einer Flüssigkeit füllen können. In der Flüssigkeit hätte der Eisenstab dann elektrisch isoliert vom Kupfer gestanden. Die Wissenschaftler hatten keine Ahnung, wofür das gut war. Eine These: Es ist eine Batterie. Durch eine säurehaltige Flüssigkeit würde ein elektrischer Strom erzeugt.

Auflösung
Tatsächlich gelang es mehreren Forschergruppen nachzuweisen, dass man mit diesem Krug Strom machen kann. Es bedarf eben zwei unterschiedlicher, elektrisch leitfähiger Metalle und einer säurehaltigen Flüssigkeit (z.B. Traubensaft). Ein angeschlossenes Messgerät zeigte eine Spannung von 0,5 Volt an. Das ist nicht viel, aber immerhin ist es Strom. Was die Parther damit aber gemacht haben ist unklar. Für elektrische Lampen reicht der Strom nicht aus. Aber sehr wohl zum Vergolden von Statuen. Mit einem Nachbau der Batterie gelang es, eine Statue mit Gold zu überziehen. Da stellt sich allerdings die Frage, kannten die Parther auch Goldsalze, die zum Galvanisieren nötig sind. Allerdings sind auch Tongefäße mit 2 gleichen Metallen gefunden worden. So ist eine Stromgewinnung unmöglich. Das die Gefäße also Strom liefern kann reiner Zufall sein. Man weiß also nicht so recht, wofür sie verwendet wurden. Eine andere These geht von elektrotherapeutische Behandlungen aus. Beide Thesen sind allerdings ohne abgesicherte geschichtswissenschaftliche Erkenntnis, wie Überlieferungen oder eindeutig interpretierbare Fundstücke.
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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Fr 22. Mär 2019, 16:45

Die Glühbirne von Dendera
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Auf dem Relief von Dendera, einem Wandbild aus der Zeit etwa 50 v.Chr. ist ein ägyptischer Priester mit einem riesigen Ballon zu sehen, der eine Schlange beinhaltet. Die Autoren Peter Krass und Reinhard Habeck stellten die These auf, dies sei eine Darstellung einer Glühbirne und schrieben darüber ein ganzes Buch. Der Ballon sei in Wirklichkeit der Glaskörper, die Schlange der Glühfaden. Sie untermauern ihre These damit, das die dunklen Gänge in denen die Reliefs gefunden wurden, rußfrei seien. Gern wird in der pseudowissenschaftlichen Ecke behauptet, die Glühbirne passe wunderbar zur Batterie von Bagdad (siehe oben).

Auflösung
1. Die Batterie von Bagdad liefert maximal einen halben Volt. Für eine 1-Watt-Birne werden bereits vierzig Batterien dieser Art benötigt. Gewicht etwa 80kg. Und 1-Watt-Birnen sind nun nicht für ihre außerordentliche Helligkeit bekannt. "Für die Beleuchtung aller ägyptischen Baustellen wären 116 Millionen Batterien mit einem Gesamtgewicht von 233.600 Tonnen nötig gewesen", schreibt der Physiker Frank Dörnenburg.
2. Je größer eine Glühbirne, desto größer die Implosivkraft. Das es auch heute keine solch großen Glühbirnen gibt, wie sie auf dem Relief dargestellt werden, hat ebend den Grund das Vakuumkörper in der Größe der Birne von Dendera einen Druck von 63 Tonnen ausgesetzt wären.
3. Die Glühbirne ist nur ein kleiner Ausschnitt des gesamten Reliefs. Die gesamte Struktur lasse eine Barke erkennen, die des Sonnengottes Re. Diese endet vorne in einer Lotusblüte oder in der Lampenfassung oder dem Kabel. Je nachdem, wie verklärt das Weltbild ist. In der Mythologie der Ägypter stirbt die Sonne jeden Abend und wird am Morgen neu geboren. Daher ist ihr Symbol die Schlange, die ebenfalls nach jeder Häutung "neugeboren" wird. Auf dem "Schaltkasten" unterhalb der "Glühbirne" streckt Gott Heh seine Arme empor und geleitet die Sonne über den Himmel. Tatsächlich ist der "Lampenkolben" nicht so recht zuzuordnen. Er könnte für Landzunge oder Horizont stehen. So würde das Relief beschreiben, wie der Sonnengott am Morgen des Neujahrtages über den Himmel fährt.
4. Die Arbeiter jedenfalls hatten keine elektrischen Lampen, sondern Öllampen. Aus dem Tal der Könige gibt es detaillierte Aufzeichnungen, an welchen Arbeiter Lampen ausgehändigt wurden, wie viele Dochte jeder bekam und wieviele er am Abend wieder abgab.
5. Und die rußfreien Gänge sind eine Fantasterei: Tatsächlich sind die Gänge so verrußt, das so manches Relief restauriert werden musste.
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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Sa 23. Mär 2019, 10:49

Der Computer von Antikythera
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1900 wird von Schwammtauchern ein antikes Schiff vor der griechischen Insel Antikythera geborgen und das Reisegut katalogisiert: Töpferwaren, Wein, Statuen, Amphoren, Marmor- und Bronzefiguren und eine verwitterte Zahnradmechanik. 70 Jahre dauerte es, bis durch Röntgenaufnahmen, Schriftstudien und sorgfältiges Restaurieren der Apparat vollständig verstanden war.
Auf der Vorderseite befand sich ein Sonnenkalender mit zusätzlicher Tierkreisanzeige (Zodiakanzeige). Auf der Rückseite befand sich oben ein Mondkalender, der das vorn im Sonnenkalender angezeigte Datum im Mondkalender wiedergab, und zusätzlich noch in einer kleineren Anzeige die beiden jährlichen Austragungsorte der Panhellenischen Spiele anzeigte. Unten auf der Rückseite befand sich ein Eklipsenkalender, der die Daten der Sonnen- und Mondfinsternisse auf die Stunde genau angab. Es war ein astronomisches Vorhersageinstrument, ein Astrolabium, mit dem man Sonnenaufgänge, die Bewegung der damals bekannten 5 Planeten, die verschiedenen Mondphasen und Tag-Nacht-Gleichen bestimmen konnte. Fast 30 Zahnräder griffen ineinander, alle aus derselben Zinnplatte gefertigt.
Die C14-Datierung der Planken des Schiffswracks ergab einen Bau des Schiffes um 220 v.Chr. An Bord des Schiffs befindliche Münzen aus Pergamon konnten zwischen 86 und 67 v.Chr. datiert werden, Münzen aus Ephesus zwischen 70 und 60 v.Chr. Daher dürfte das Schiff zwischen 70 und 60 v.Chr. gesunken sein. Damit ist der Mechanismus von Antikythera der älteste erhaltene Analogrechner der Welt.
Es ist so unglaublich, weil die Griechen damit eine Mechanik geschaffen haben, die erst 1400 später wieder so komplex wurde. Außerdem hat der Uraltcomputer Differenzialgetriebe (Zahnräder, deren Achsen auf anderen Zahnrädern kreisen), 1828 erst zum Patent angemeldet. Waren die Griechen also 2000 Jahre ihrer Zeit vorraus? Nach Erich von Däniken ein Indiz für außerirdische Besucher: "Von welchem astronautischen Paten stammt dieses kleine aufmerksame Geschenk?"

Auflösung
Man sollte den Griechen ihr Wissen nicht abreden. Und Fortschritt geht auch nicht immer in eine Richtung. Der Mathematiker Hero von Alexandria hatte schon im 1.Jh.n.Chr. die Dampfmaschine entwickelt und zwei funktionierende Modelle gebaut. Wir kennen die Dampfmaschine als Erfindung von James Watt, der damit 1765 die Industrialisierung einleitete. Okay, James Watt hat die Dampfmaschine zwar auch nicht erfunden, weder aus Sicht der Antike, noch aus moderner Sicht, aber er hat sie so weit verbessert, dass sie kommerziell erfolgreich wurde. Die ersten Versuche einer Dampfmaschine kamen unter anderem von Blasco de Garay 1543, Denis Papin 1690 und Thomas Savery 1698 in Kassel. Sie alle waren aber ohne Erfolg. Die erste verwendbare Dampfmaschine wurde 1712 von Thomas Newcomen konstruiert. Ihr Wirkungsgrad lag bei 0,5 Prozent. James Watt schaffte immerhin 3,0 Prozent. Beton wurde bereits bei den Römern verwendet, als sie ihr Kolosseum bauten. Und die Sicherheitsnadel ist 3000 Jahre älter als ihr Patent.
Wenn also diese Rechenmaschine von außerirdischen Gönnern wäre, warum sind dann nur die 5 damals bekannten Planeten im Rechenwerk enthalten?
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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » So 24. Mär 2019, 21:37

Das Flugzeug aus Kolumbien

1500 Jahre alte Goldamulette aus Kolumbien, genauer der Tolima-Kultur, sollen Flugzeuge oder Spaceshuttles darstellen. Es handelt sich um Haarnadeln, Ohren- und Nasenschmuck. Sie sehen keinem bekannten Insekt ähnlich, Vögel schließt man auch aus. Zahnarzt Dr. Algund Eenboom und Luftwaffenoffizier Peter Belting bauten aus Styropor und Balsaholz eine vergrößerte Kopie im Maßstab 16:1, rüsteten sie mit Motor und Propeller aus und das Ding flog tatsächlich. Sogar erstaunlich gut und wendig.

Auflösung
Die verwendete Vorgabe war der Flieger, der auf dem Bild in der mittleren Reihe das 3. von links ist. Das ist auch der berühmteste "Flieger". Die Interpretationsmöglichkeit eines Flugzeuges oder gar eines Shuttles ergibt sich ja erst aus heutiger Sicht. "Aber das vergrößerte Modell flog doch?", werden jetzt einige einwenden. Ja, aber erst als man die Knubbel aussparte, um den Windwiderstand zu senken, den spiralförmigen Riss weggelassen hat, die Flügel insgesamt aerodynamischer gestaltet hat und Leichtbau-Materialien verwendete. Man packte also jede Menge modernen Wissens in den Flieger. So kann man praktisch alles in die Luft kriegen.
Rein theoretisch gibt es außer Vögeln ja noch eine andere Art aerodynamischer Tiere: Fische. Sie kämen im Wasser sonst kaum vorwärts. Es könnte eine Nachbildung eines fliegenden Fisches sein, oder aber eines Meerengels oder eines Engelshais. Da stimmen die Anatomien dann schon wieder besser überein: z.B. die deltaförmigen Brustflossen.
Wenn eine südamerikanische Hochkultur über funktionsfähige Flugzeuge verfügt haben sollte, wo sind sie hin? Es müsste Berge von Überresten geben. Man bedenke: Es fehlt ein ganzer Industriezweig: Metallgewinnung, Motorenbau, Treibstoffversorgung, Landebahnen.
Ein außerirdisches Raumschiff kommt auch nicht so recht in Frage. Bei interstellaren Flügen sind Flügel völlig nutzlos, ja sogar hinderlich, weil sie zusätzliches Gewicht bedeuten. Selbst die Annahme, die Außerirdischen hätten Aufklärungsflugzeuge mitgeführt, ist hannebüchen. Dann hätten sie vor der Abreise von ihrem Heimatplaneten bereits wissen müssen, wie es um die Atmosphäre unseres Planeten bestellt ist (Dichte, Zusammensetzung). Und selbst dann wäre ein Scan aus einem stabilen Orbit um die Erde sicherer und effizienter, als durch die Landschaften zu fliegen.
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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Mo 25. Mär 2019, 20:02

Der Dolch des Tut-Ench-Amun
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Diese Klinge aus Eisen wurde 1922 im Grab des Tut-Ench-Amun gefunden und ist etwa 3300 Jahre alt - ohne Rost. Eisen war damals wertvoller als Gold, selbst für Pharaonen eine Kostbarkeit. Man bekommt im Internet immer wieder unglaubliches zu lesen. Von rostfreiem Edelstahl ist da gern die Rede. Er sei nicht katalogisiert. Und die Legierungsqualität erreiche man heute nur unter Vakuumbedingung.

Auflösung
Klar wurde er katalogisiert, schon allein um den Ruhm dafür einzuheimsen. Da die Verwaltung des Ägyptischen Museums in Kairo aber derzeit die Herausgabe zu Untersuchungszwecken verweigert und Dr. Lukas, der die Funde damals untersuchte, das Material des Dolches nicht bestimmte, ist gar nicht klar, ob der Dolch aus Eisen besteht und wenn, aus was für einem. Zwei Thesen machen da die Runde:
1. Die Eisenzeit müsste man vorverlegen. Denn der Dolch ist älter als die bisher ältesten, der Eisenzeit zugemessenen Artefakte. Die Hethiter haben die Eisenverhüttung übrigens um 1200 v.Chr. entdeckt. Der Dolch ist also über 100 Jahre zu alt.
2. Der Dolch besteht aus Meteoriteneisen. Das könnte man herausfinden, wenn man bei einer Untersuchung eine Kristallstruktur im Eisen findet. Solches Eisen war bereits länger bekannt und konnte leichter verarbeitet werden, da es ja bereits "verhüttet" war, also einen hohen Reinheitsgrad hatte. Tatsächlich hieß Eisen damals "schwarzes Kupfer vom Himmel".
Egal was nun stimmt, alle Aussagen über die Zusammensetzung des Eisens sind reine Spekulation. Außerdem scheint die Grabkammer über die Jahrtausende sehr trocken gewesen zu sein, denn auch die anderen Grabbeigaben sind in einem exzellenten Zustand.
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Re: Unglaubliches aus alter Zeit

Beitragvon almafan » Di 26. Mär 2019, 17:40

Der Hammer von London

1936 wurde in einem Flussbett nahe des texanischen Dorfes London ein fast kopfgroßer Stein entdeckt, indem ein metallener Hammer steckte, der aussah wie ein Hammer des 19. Jahrhunderts. Für Kreationisten der Beweis, dass die Menschen bereits seit 100 Millionen Jahren auf der Erde leben. Wie kommt also dieser Stein in jahrmillionen altes Gestein?

Auflösung
Höchstwahrscheinlich ist der Stein sehr jung. Unter bestimmten Bedingungen können nämlich flüssige Sedimente in nur wenigen Jahren zu festem Stein zusammenbacken. Bricht ein Teil davon ab und wird in ein Tal mit anderem Gestein gespült, ist die scheinbare Sensation perfekt. Und tatsächlich wurde der Hammer nicht aus festem Gestein herausgebrochen, sondern lag als Findling im Tal herum. Auch das Holz ist nicht versteinert, was bei alten Gesteinsschichten der Fall sein müsste.
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