Flat Earth




Religion, Esoterik, Verschörungstheorien und andere Dinge.

Re: Flat Earth

Beitragvon almafan » Mi 18. Aug 2021, 14:49

Referenzartikel: Die Position und Form der Erde laut Bibel (Teil 1)

Ich möchte hier einen Referenzartikel schaffen, indem ich das Wissen mehrerer früherer verfasster Artikel zusammenfasse und klar darlege, warum die Ansicht der Bibel über die Position und Form der Erde keine wissenschaftliche ist. Auf diesen kann ich mich, mit all seinen Links immer wieder beziehen, wenn ich wieder über dieses Thema schreibe.

Er ist daher kein Nachtrag, sondern eigenständig.

Zu erst fasse ich einmal den Inhalt verschiedener Artikel zusammen.

Beginnen wir mit dem Thread, in dem dieser Beitrag hier erscheinen soll:

Flat Earth

... 002, 12.02.2018: Wissenschaft irrt sich auch! - Teil 1: Die Erdscheibe
Schon im Nibiru-Thread und in den früheren Evolution oder Schöpfung Diskussionen habe ich dargelegt, dass den Gelehrten zu Kolumbus' Zeiten lange klar war, dass die Erde keine Scheibe sein kann. Eratosthenes errechnete im 3. Jahrhundert v.u.Z. nach präziser Erdmessung den Erdumfang. Seitdem ist der Globus das vorherrschende Erdmodell, auch im Mittelalter und in der Neuzeit. Zur Verbreitung der im 19. Jahrhundert aufgekommenen Legende, der mittelalterliche Mensch habe an eine Scheibengestalt geglaubt, trug die Erzählung Das Leben und die Reisen des Christoph Columbus (1828) von Washington Irving bei.


Die bekannteste Abbildung, welche oft als symbolischer "Beweis" herangezogen wird, ist der Holzstich von Flammarion, der jedoch aus dem Jahr 1888 stammt und deshalb keinerlei Aussagekraft besitzt.

In dem Artikel selbst setze ich mich aber mit den "Argumenten" der Foren-Admin und -Mitglieder des Arche-Netz auseinander. Bereits mit sehr simplen Paint-Zeichnungen und rudimentären Kenntnissen über Trägheit und Gravitation entlarve ich deren Erleuchtungen als den ungebildeten Blödsinn, der er nun mal ist.
Es handelt sich dabei um eine Aufarbeitung eines Artikels, der bereits im ersten Evo-Thread hier enthalten war.

... 003, 09.05.2018: Wissenschaft irrt sich auch! - Teil 2: Christoph Kolumbus (Die Erdscheibe 2.0)
In diesem Artikel beschrieb ich, mit welchem Wagemut Kolumbus nach Westen segelte, um zu beweisen, dass man da nicht einfach vom Rand der Erde fällt.


(Übersetzung: 1492: Das Jahr in dem Ureinwohner Amerikas den herumirrenden Kolumbus fanden.)

Also eigentlich ist das auch nur eine Überhöhung seiner tatsächlichen Leistung. Natürlich war die Form der Erde ja schon bekannt, man vermutete sogar nicht ewig entfernt Land.
Aus dem Nachlass des verstorbenen Schwiegervaters seiner ersten Frau Filipa - der Verblichene war Bartolomeu Perestrelo, Gouverneur der Insel Porto Santo bei Madeira - studierte Kolumbus Seekarten, Logbücher und Papiere. Ungefähr zu dieser Zeit muss er begonnen haben, sich intensiv mit einer Seeroute nach Süd- und Ostasien zu beschäftigen.
Aristoteles hatte behauptet, man könne den Ozean zwischen den Gibraltar (damals die Säulen des Herakles) und Asien innerhalb weniger Tage überqueren. Andere Gelehrte teilten die Theorie, unter anderem Pierre d’Ailly (1350–1420). Auch Roger Bacon hatte im 13. Jahrhundert unter Berufung auf Seneca, Plinius und Aristoteles angenommen, dass Indien von Spanien auf dem westlichen Seeweg erreichbar wäre. Kolumbus war also nicht der erste, der eine solche Route für möglich hielt. Außerdem waren bekanntermaßen die Wikinger vor ihm in Amerika.
Aber über Schriften und Überlegungen hinaus gab es auch weitere Indizien für eine Landmasse westlich des Ozeans. Nach einem Sturm abgetrieben, fand ein portugiesischer Kapitän weit im Westen ein fremdartiges, sehr rotes Stück Holz (Brasilholz), das augenscheinlich bearbeitet worden war. Weitere Hölzer und fremde Pflanzen wurden an die Küsten Madeiras und Porto Santos gespült. Schließlich gab es Gerüchte, dass auf Flores (Azoren) zwei Leichen fremdartigen Aussehens aus dem Westen angespült worden waren. Auch davon erfuhr Kolumbus.
Die Problematik lag also nicht in der Form der Erde oder bei Einwänden der Kirche, sondern im vermuteten Abstand: Seit dem antiken Gelehrten Ptolemäus nahm man allgemein an, dass die bewohnte Welt 180° der Erdbreite einnahm, die restlichen 180° also noch unbekannt waren. D’Ailly dagegen kalkulierte mit 225° Ausdehnung der eurasischen Landmasse, was Kolumbus übernahm. Tatsächlich sind es etwa 130°. Da er zudem für die Entfernung zwischen den Längengraden eine zu kleine Zahl annahm, erhielt er einen Abstand von unter 4.500 km zwischen den Kanaren und Japan (tatsächlich landet man da erst in der Karibik oder New York). Der wirkliche Abstand beträgt fast 20.000 Kilometer. Doch aufgrund seiner falschen Zahlen hielt Kolumbus die von ihm später entdeckten Inseln in der Karibik für dem chinesischen Festland vorgelagerte Inseln südöstlich von Cipango (Japan). Die Inseln lagen ungefähr dort, wo auch die ihm bekannte Toscanelli-Karte von 1474 zahlreiche Inseln südöstlich von Cipango verzeichnete.

Im Artikel selbst geht es dann weiter mit seinen 4 Entdeckungsfahrten und warum sie wirtschaftlich alle scheiterten.

... 004, 16.02.2021: Wissenschaft irrt sich auch! - Teil 3: Das geozentrische Weltbild
Dieser Artikel fasst die Entdeckung und Forschungsarbeit von Johannes Keppler zusammen und beschäftigt sich eingehend mit den kepplerschen Gesetzen.
Bereits hier gehe ich kurz auf die Widersprüche zu 1. Mose 1:3-5 (je nach Lesart soll es wohl auch das Aufscheinen der bereits bestehenden "Lichter" für einen hypothetischen Beobachter durch eine neblige Atmosphäre sein), 2. Mose 10:21-23 (dreitägige Finsternis als 9. der 10 Plagen) und Josua 10:12-14 (stillstehende Sonne zu Gibeon) ein.

... 019, 11.06.2021: Rezension: Jw.org - Lehrt die Bibel, dass die Erde eine Scheibe ist?
Diese Rezension bezieht sich ebenso auf die ersten beiden hier zusammengefassten Artikel, bringt selbst wenig neues. Aber es wird bereits kurz angerissen, dass je nach Lesart bestimmte Bibelverse für eine flache, im All ruhende oder den Himmel tragende Erde sprechen und damit das moderne Bild der Geologie, Topologie und Astronomie nicht stützen.

Aber natürlich habe ich auch an anderen Stellen interessante Dinge geschrieben, die zum aktuellen Fall passen.

Kritisches Denken

... 032, 17.11.2020: Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen (#1)

Ich will nicht von bewusster Manipulation sprechen, wenn es um die Überzeugung zu irgendeiner Religion geht. Denn in der Regel sind die Bekehrenden zutiefst davon überzeugt, dass das, was sie weitergeben, wahr ist. Und der, der sie überzeugt hat, ist auch überzeugt. Und so weiter.
Doch wie kann man Betreffenden vermitteln, dass sie hier einer Täuschung erlegen sind, die jeden Menschen treffen könnte?
Die Dinge sind nicht immer so, wie sie uns auf dem ersten Blick erscheinen. Nicht selten erliegen wir einer (Selbst-)Täuschung, weil wir unseren Blick zu stark fokussieren auf das, was vor uns ist und so die falschen Schlüsse ziehen. Einfach weil unserem Wahrnehmungsvermögen von vornherein Beschränkungen auferlegt sind, die wir aber durchaus überwinden können.

Istvan Banyais Bilderbuch beginnt mit einem Zackenmuster, das unter Aufbietung der Phantasie alles Mögliche sein könnte. Blättert man eine Seite weiter, erkennt der Betrachter, daß diese gezackte Struktur der Kopfschmuck eines Hahns ist. Geht man über die nächste Seite noch weiter zurück, dann sieht man zwei Kinder, die vom Fenster aus diesen Hahn beobachten. Über die nächsten Seiten, und damit die Beobachtungsebenen weiter zurückverschiebend - also den Weitwinkel des Zooms erweiternd - kommt man auf immer neue, überraschende Einsichten, die dem Betrachter für jede Seite eine Neubewertung der beobachteten Situation abfordern. Dabei gelingt es Banyai, immer wieder neue überraschende Wendungen herbeizuführen.

Leben wir also in den letzten Tagen, in denen alles "vom Schlechten zum Schlimmeren" verläuft oder fokussieren wir uns nur auf das negative Bild "der Welt"? Verklären wir die Vergangenheit zu einer projezierten Idealvorstellung? War es früher wirklich besser?
Oder spezieller auf den aktuellen Beitrag gemünzt: Ist die Erde flach? Drehen sich die Sterne um sie?

Ich fühle mich fast ein wenig (fremd-)beschämt, diese Fragen im 21. Jahrhundert überhaupt noch stellen zu müssen.

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In meinem Lieblingsthema gibt es auch einige Gedanken dazu.

Evolution oder Schöpfung

... 017, 12.12.2017: Über die göttliche Autorenschaft der Bibel - Teil 1: "Weißt du, wieviel Sternlein stehen ..."
Hier habe ich erstmals versucht, zwischen wörtlicher und symbolischer Auslegung von Bibelstellen zu unterscheiden. In Jeremia 33:22 wird die Anzahl der Sterne mit dem Sand der Meere verglichen, also muss es da wohl mehr Sterne geben, als man in einer klaren Nacht sehen kann. Das ist die wörtliche Auslegung. Nahum 3:16 spricht von einem Heer an Händlern, zahlreich wie die Sterne. Das Ninive aber zig Milliarden Händler hatte, wird freilich als absurd angesehen. Also symbolische, allegorische Auslegung. Aber warum das eine allegorisch und das andere wörtlich zu verstehen ist ...
Aus der bildhaften Umschreibung der Herrlichkeit und der unermesslichen Ausdehnung des nächtlichen Himmels muss mitnichten der Gedanke an göttliche Inspiration entspringen, auch wenn Jeremia ein Prophet des "wahren" Gottes war. So bleibt auch dies nur eine haltlose Spekulation.

... 026, 07.01.2018: Was hat die Nacht mit dem Urknall zu tun?
Dieser Artikel geht darauf ein, warum wir sicher sein können, dass es einen Anfang des Universums gab. Oder zumindest was die Nacht, wie wir sie sehen mit diesem Anfang in Verbindung steht, bzw. den Gegebenheiten vor über 13 Milliarden Jahren.
Zum Beispiel ist es eben Nachts deswegen dunkel, weil das Universum und all die Sterne einen Anfang haben. Ihr Licht ist trotz der langen Zeit noch nicht zu uns durchgekommen und viele Sterne sind bereits wieder aus dem Nachthimmel verschwunden, weil sie ausgebrannt sind. Wären Sterne und das Weltall statisch, schon immer existent, dann würde uns jederzeit immer alles Licht aller Sterne treffen. Es gäbe keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht.

... 039, 17.03.2018: Dogmen
In diesem Beitrag geht es um die Aufrechterhaltung von alten Weltbildern, gegen jede Erkenntnis und jede Vernunft.
Jetzt könnte man natürlich zur Ansicht gelangen, dass die Überlieferungen bronzezeitlicher Schafshirten nicht zwangsweise den modernen wissenschaftlichen Anforderungen genügt und schon gar nicht einen göttlichen Autor bedingt.
Verteidiger der Heiligen Schrift werden natürlich einwenden, dass unser modernes, westliches Werte- und Moralsystem auf der Bibel gründet, was, wie ich im Beitrag "Wissenschaft und Kirche" bereits beschrieb, Quatsch ist. Oder, dass die Bibel wissenschaftliche korrekte Aussagen macht, was aber nicht der tatsächlichen Aussage, sondern vielmehr den modernen Interpretatoren mit halbwegs wissenschaftlichen Sachkenntnissen zuzusprechen ist. Immerhin lässt sich "hängt die Erde auf an nichts" (Hiob 26:7) auch für Flacherdler lesen, denn eine am "Boden" ruhende Scheibe über der die Gestirne ausgespannt werden, hängt ebenfalls an nichts (#1). Oder, dass sich unser westliches Gottes- und Menschenbild darauf stützt, woraus sich die Frage ergibt, welche der knapp 2000 christlichen Splittergruppen, denn das richtige Bild Gottes vermittelt, und warum Steinigen für Ehebrecher und Lynchjustiz ("Auge um Auge, Zahn um Zahn") nicht gerade vorbildtauglich für die Menschenrechtscharta der UN war.
Die moderne wissenschaftliche Suche nach Antworten hat mit dem Glauben nur noch herzlich wenig zu tun. Sie spiegelt sich wieder in prozessierbaren Daten und beobachtbaren Fakten. An Gott kann dabei sehr gern gedacht werden, für die wissenschaftliche Theorie ist er aber vollkommen überflüssig. Ob Gott die Planeten auf ihre Bahn brachte oder nicht, ändert nichts daran, dass sie auf ihren Bahnen sind. Und sollte dieses Ereignis als göttlicher Eingriff tatsächlich stattgefunden haben, ist er per Definition nicht nachvollziehbar, da göttliche Eingriffe prinzipiell nicht reproduzierbar sind. Auch dann finden wir also keinen Gott in der Schöpfung, sondern stetes Nichtwissen.
Grundsätzlich werden lediglich jene Wissenschaftler zitiert, die mit irgendeinem Ergebnis oder irgendeiner Aussage die eigenen Ideen stützen, unabhängig und ignorierend, was der Wissenschaftler sonst noch (vielleicht sogar im Kontext der selektierten Aussage) von sich gab oder andere Wissenschaftler von dieser Aussage oder jenem Experiment halten.
Wir können uns natürlich gern fragen, warum es etwas gibt und warum nicht nichts, aber Gott ist nicht mehr als ein vages Bauchgefühl. Es bringt nichts substanzielles zur Erörterung dieser Frage. Es bleibt: Wenn es nichts gebe, gebe es auch niemanden, der sich darüber wundern könnte. Sollte die Wissenschaft aber tatsächlich nur bestätigen, was sowieso schon seit bis zu 3500 Jahren in der Bibel steht, dann gibt es keinen Grund, die Wissenschaft zu befeinden und auch keinen Grund für die führenden christlichen Gruppierungen, die Bibel immer allegorischer auszulegen. Die Schöpfungsgeschichte hat aber zu recht keinen Platz in der Biologie, so wie Dänicken keinen Platz in den Geschichtswissenschaften. Man kann halt nicht einfach festlegen, dass die Bibel die Wahrheit spricht und ihr die methodischen Wissenschaften unterzuordnen sind. Das wäre dogmatisch!

... 049, 23.05.2018: Photosynthese auf anderen Planeten
Es ist erstaunlich, dass wir in einer Zeit leben, wo man sich über so etwas Gedanken machen kann: Photosynthese auf anderen Planeten.
Es geht explizit nicht darum Alienstädte zu finden, sondern Hinweise auf Lebensformen auf Planeten, die andere Sterne umkreisen. Bereits dies zeigt wieder sehr deutlich, wie unglaublich rasant die Entwicklung in der Astronomie vorangeht, wenn man bedenkt, dass vor etwas mehr als 20 Jahren überhaupt nur theoretisch angenommen wurde, dass es um andere Sterne so etwas wie Planeten geben müsste.
Biomarker sind bestimmte Gase, die hauptsächlich durch das Vorhandensein von Lebewesen hervorgebracht werden: Sauerstoff oder Methan zum Beispiel.
Es kann aber auch eine ganz bestimmte Energieverteilung des reflektierten Sonnenlichts sein. Die Pflanzen auf der Erde benutzen den roten Teil des Lichts für ihre Photosynthese, den infraroten aber nicht. Daher findet sich im von der Erde reflektierten Licht Infrarot, aber wenig Rot. So eine Verteilung auf einem fernen Himmelskörper wäre ein mehr als deutlicher Hinweis auf die Aktivität von Pflanzen, die Photosynthese betreiben, wie es unsere heimischen Pflanzen auch tun.
Wir wissen nicht, ob Pflanzen auf anderen Planeten Photosynthese betreiben, wie unsere, aber wir können nur deren Biomarker eindeutig zuordnen. Wenn Wissenschaftler irgendwann mal herausgefunden haben, wie "anderes" Leben funktioniert, können sie auch danach suchen.

... 112, 13.04.2021: Rezension: Jw.org - Die Schöpfung: Wie es wirklich war
Man distanziert sich in gewohnter Manier von Kreationisten und Fundamentalisten und erklärt deren wörtliche Auslegung sei der Grund, warum Leute annehmen, dass eine bronzezeitliche Erzählung über die Erschaffung der Welt ... nunja ... etwas realitätsfern anmutet.
Das sie als mythische Allegorie ausgelegt wird, liegt aber vermutlich nicht zuletzt daran, dass man auf 3 Seiten nicht viel mehr als eine literarische Kurzfassung von etwas so kompliziertem wie die Entstehung des Weltalls und die Entstehung von Leben packen kann. Wie die Schöpfung also genau erfolgt sein soll, steht demnach nicht einmal in der Bibel. Selbst wenn sie recht hätte.
Wie lange die Erschaffung des Universums dauerte bzw. wie alt es ist, lässt der jw.org-Artikel lieber aus und arbeitet weiter an der Distanzierung zum Jung-Erde-Kreationismus. Der ist ja nun leider nicht die einzige Variante, aber tatsächlich die, die am wenigsten mit den empirischen Daten in Einklang zu bringen ist. Das heißt natürlich nicht, dass die anderen kreationistischen Sichtweisen durch Auslassung von Erklärungen für irgendeinen Vorgang plausibler werden. Sie werden lediglich schlechter angreifbar. Nicht aber weil sie besser da stehen, sondern weil sie den Konflikt meiden.

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... 125, 18.05.2021: Rezension: Jw.org - Ist die Bibel wissenschaftlich korrekt? (Teil 1 - Moderne Interpretation alter Schöpfungsmythen)
... 126, 19.05.2021: Rezension: Jw.org - Ist die Bibel wissenschaftlich korrekt? (Teil 2 - Uraltes Wissen und Willkür)
... 127, 20.05.2021: Rezension: Jw.org - Ist die Bibel wissenschaftlich korrekt? (Teil 3 - Schöpfung und Form der Erde)
Mit genügend Dehnung bei der Auslegung alter Texte lassen sich immer irgendwie entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse extrapolieren.
In einem der ägyptischen Schöpfungsmythen entsteht die Erde und das Meer aus dem Sonnengott Atum, der sich zuvor selbst erschaffen hatte (so auch eine Bedeutung seines Namens).
Das ist schon ziemlich nah dran an aktuellen Modellen zur Entstehung unseres Sonnensystems. Aber es gibt noch mehr Epen, die teils genauere Übereinstimmung mit der modernen Kosmologie aufweisen.

In Hiob 36 (wo auch das berühmte "hängt die Erde auf an Nichts" herkommt) wird davon gesprochen, dass die Pfeiler und Ecksteine der Erde gesetzt werden, was ebenso für einen dauerhaften, nicht veränderlichen Charakter spricht.
Die dreitägige Finsternis der 9. Plage (2. Mose 10-20:23) und die stillstehende Sonne zu Gibeon (Josua 10:12-13) verlangen entweder das Stoppen oder Hinwegbewegen der Gestirne oder das Stoppen des Drehimpulses der Erde. Im dritten Teil der Artikelserie findet sich eine Rechnung, wieviel Wärmeenergie frei würde, wenn man die Erde "anhält".

Wenn die hiesigen Artikel eine Artikelreihe fortsetzen, dann vermutlich am ehesten die um die wissenschaftliche Korrektheit der Bibel.

... 130, 11.06.2021: Vatikan rehabilitiert Darwin
Ja, 2009 knapp 150 Jahre nachdem sie ihn verdammt haben, ist Darwin doch wieder rehabilitiert. Da sage mal einer, die Kirche sei ein veralterter, überalteter, verschrobener, lahmer Beamtenapparat. Gut das ist er ja wirklich. Galileo hat seine Rehabitilation auch nicht mehr erlebt, obwohl sie 17 Jahre früher war. Aber 1992 war halt auch einfach mal 360 Jahre nach seinem Hausarrest durch die Inquisition. Und Luther wartet heute noch im Fegefeuer.

Galileo war auch einer der jenigen, die das kopernische Weltbild verteidigten, in dem die Erde nicht der Mittelpunkt der Welt ist. Besonders beliebt hat er sich damit, wie beschrieben, nicht gemacht.

... 095, 22.01.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 1 - Heidelberg-Initiative und Grundbegriffe)
... 105, 05.03.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 2 - Geschichte der Hypothese)
... 113, 14.04.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 3 - Probleme der Hypothese)
... 114, 16.04.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 4 - Varianten der Hypothese)
... 119, 30.04.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 5 - Gründe für die Hypothese)
... 120, 04.05.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 6 - Kritik an der Hypothese)
... 132, 16.06.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 7 - Heidelberg-Initiative)
... 133, 17.06.2021: Panspermie - Bausteine, die vom Himmel fallen (Teil 8 - Die Heidelberg-Initiative 2)
... 134, 21.06.2021: Video: Leben im All - Planetenjäger (1/4) | ARTE (52:58 min)
... 135, 22.06.2021: Video: Leben im All - Unterwegs zu einem neuen Planeten (2/4) | ARTE (52:05 min)
... 136, 23.06.2021: Video: Leben im All - Auf der Suche nach Außerirdischem (3/4) | ARTE (51:15 min)
... 137, 24.06.2021: Video: Leben im All - Der erste Kontakt (4/4) | ARTE (51:47 min)
Sowohl die Panspermie-Serie als auch die Suche nach Außerirdischen zeigt eigentlich ganz eindeutig, wo der Weg der Astronomie hinführt. Offenbar funktionieren deren Formeln ganz gut. Die Flugbahnen wären ganz anders, wenn man von einer ruhenden und/oder flachen Erde seine Raketen starten würde.

... 138, 28.06.2021: Video: Forscher entdecken mögliche Hinweise auf Leben in Venus-Atmosphäre | tagesschau (7:36 min) (+ Link)
Und da reiht sich der Venus-Artikel nahtlos ein.

... 139, 02.07.2021: Rezension: Jw.org - Wann erschuf Gott das Universum?
Diesen Artikel von jw.org können wir als Fortsetzung bzw. weiteren Artikel zu dem Themenkomplex über die Wissenschaflichkeit der Bibel betrachten. Denn die Fragen die unter dem Absatz gestellt werden, kennen wir bereits aus früheren Rezension.
  • Ist mit einem Schöpfungstag ein 24-Stunden-Tag gemeint?
  • Was geschah während der sechs Schöpfungstage?
  • Ist der Schöpfungsbericht wissenschaftlich korrekt?
  • Wann wurden Sonne, Mond und Sterne erschaffen?
  • Was sagt die Bibel über das Alter der Erde?
Die Antworten sind seitdem nicht wirklich erhellender geworden.
  • Ja, Tag kann sich auf eine unterschiedliche Länge beziehen, aber die Formulierung "und es wurde Abend und es wurde Morgen" spricht schon ziemlich für die 24-Stunden-Variante.
  • Das Sonne, Mond und Sterne laut Bibel schon vor der Erde existierten, wird damit versucht zu erklären, dass man als irdischer Beobachter diese erst am 4. Tag sehen konnte. Aber es wird explizit von "machen" oder "erschaffen" gesprochen, nicht davon, dass er irgendeinen Schleier oder so etwas in der Art entfernt. Ich habe über den Bibelserver in den 14 gängigsten Bibelfassungen auf die Schnelle keine Variante gefunden, die nicht im Sinne von "erschaffen" spricht.
  • Bleibt auch dabei, dass es keinen Nachweis für fliegende Wassermassen "hoch über der Erde" gibt.
  • Und es bleibt auch dabei, dass Flugtiere im Fossilbericht ganz eindeutlich nach den Landgängern auftauchen.
Das ist jetzt im Grunde nur ein kurzer Abriss, was alles schon über Astronomie, Geologie, Topografie und Kosmologie veröffentlicht ist.
Ja, vielleicht animiert die Bibel ja dazu, die Welt verstehen zu wollen, aber sie gibt auch allzu oft die Antworten einfach vor. Und wenn es um den Abgleich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen geht, sind die zusätzlich gerne auch mal einfach falsch. Da die Bibel aber nicht falschliegen kann, denn ihr Autor ist ja Gott, müssen demzufolge die Natur- und Geisteswissenschaften falsch liegen. Und das muss man dann eben "beweisen". Gleichzeitig muss man aber den Schein waren, wissenschaftliche Erkenntnisse ganz dufte zu finden.

Dieser Abriss ist bereits ziemlich lang geworden, so dass die ausführliche Betrachtung vieler, vieler Bibelverse in einem zweiten Teil erfolgen muss.
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"If the biggest problem that you're having in the twenty-first century involves
what other people's genitals look like, and what they're doing with those genitals
in the presence of other consenting adults, you may need to reevaluate your
priorities." - Forrest Valkai


("Wenn das größte Problem, das du im 21. Jahrhundert hast, darin besteht, wie
anderer Leute Genitalien aussehen und was diese damit in Gegenwart anderer
Erwachsener mit deren Einverständnis machen, musst du möglicherweise deine
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von Anzeige » Mi 18. Aug 2021, 14:49

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Re: Flat Earth

Beitragvon almafan » Do 14. Jul 2022, 12:06

10 Flat Earth Arguments DEBUNKED | CosmicSkeptic (16:25 min, engl.)


https://www.youtube.com/watch?v=NKiI5k-_iaU
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Re: Flat Earth

Beitragvon almafan » Di 19. Jul 2022, 09:20

10 Things That Would Happen If The Earth Was FLAT | TheHUB (10:46 min, engl.)


https://www.youtube.com/watch?v=Pa5X2rj65Qo
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Re: Flat Earth

Beitragvon almafan » Mo 14. Nov 2022, 21:47

The Biblical Teaching That CANNOT Be Erased: Flat Earth Geocentrism | The Truth Hurts (35:35 min, engl.)


https://www.youtube.com/watch?v=XJZqxH2C-UM
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Re: Flat Earth

Beitragvon almafan » Do 24. Nov 2022, 22:58

Flat Earth Theory - How Was It Debunked 2,000 Years Ago? | Invicta (16:35 min, engl.)


https://www.youtube.com/watch?v=313icHT2XF8
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