Alternative Medizin




Religion, Esoterik, Verschörungstheorien und andere Dinge.

Re: Nachdenken

Beitragvon almafan » Sa 31. Mär 2012, 22:03

Von Joerg Wipplinger, offenbar Skeptiker (und ich meine das in keinster Weise abwertend), werde ich immer wieder mal Videos hochstellen, die bestimmte Dinge aus der esoterischen Szene erklären.
In den heutigen Videos geht es um Wasser.


http://www.youtube.com/watch?v=ZsTHWJtmxNs


http://www.youtube.com/watch?v=ebzXDlnF_Wo


http://www.youtube.com/watch?v=3mlPSRV26vA
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"If the biggest problem that you're having in the twenty-first century involves
what other people's genitals look like, and what they're doing with those genitals
in the presence of other consenting adults, you may need to reevaluate your
priorities." - Forrest Valkai


("Wenn das größte Problem, das du im 21. Jahrhundert hast, darin besteht, wie
anderer Leute Genitalien aussehen und was diese damit in Gegenwart anderer
Erwachsener mit deren Einverständnis machen, musst du möglicherweise deine
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von Anzeige » Sa 31. Mär 2012, 22:03

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Re: Nachdenken

Beitragvon almafan » Mi 23. Mai 2012, 20:42

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Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Do 7. Jun 2012, 14:12

Die Wikipedia über Homöopathie
Die Homöopathie [ˌhomøopaˈtiː] (von altgriechisch ὅμοιος hómoios ‚gleich, gleichartig, ähnlich‘ sowie πάθος páthos ‚Leid, Schmerz, Affekt, Gefühl‘; wörtlich also „ähnliches Leiden“)[1] ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den ab 1796 veröffentlichten Vorstellungen des deutschen Arztes Samuel Hahnemann beruht.

Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: „Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden“ (similia similibus curentur, Hahnemann). Danach solle ein homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet, wobei auch der „gemüthliche und geistige Charakter“[2] des Patienten berücksichtigt werden solle. Hierzu wurden von Hahnemann und seinen Nachfolgern ausgedehnte Tabellen (Repertorien) erstellt, mit deren Hilfe der Homöopath den Patienten und seine Krankheitserscheinungen einem sogenannten Arzneimittelbild zuordnen soll.


Dazu habe ich auch gleich 2 Einträge der Skeptiker der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.):

Wer heilt, hat recht? (1) + (2)
http://blog.gwup.net/2010/08/31/wer-heilt-hat-recht/
http://blog.gwup.net/2010/09/09/wer-heilt-hat-recht-2/

Auch der EsoWatch hat einen Artikel über diesen Spruch "Wer heilt hat Recht" im Portfolio.

Wer heilt hat Recht - EsoWatch
http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Wer_heilt_hat_Recht

Der erste Satz der Skeptikerseite EsoWatch lautet übrigens "Willkommen auf dem Wiki der irrationalen Überzeugungssysteme."
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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Di 26. Jun 2012, 01:46

Kein "Wassergedächtnis"
http://blog.gwup.net/2011/11/13/kein-wassergedachtnis/

Auszug:
Dass Wasser zahlreiche anomale Eigenschaften besitzt, ist unbestritten. Darüber hinaus werden ihm aber auch Fähigkeiten zugesprochen, die ins Reich der Fantasie gehören, wie der Chemiker Helge Bergmann jetzt in einem Buch überzeugend darlegt. So kann man etwa für teures Geld Geräte kaufen, die angeblich krankmachendes linksdrehendes in gesundes rechtsdrehendes Wasser verwandeln.

Dass man zur Begründung dieses Rotationsunterschieds gern die Quantenphysik bemüht, hört sich zwar pompös an, ist aber Unfug, da sich, wie Bergmann betont, die Begriffe rechts- und linksdrehend in Bezug auf Wasser gar nicht sinnvoll definieren lassen.


Astrodicticum Simplex:
Homöopathie vs. Wissenschaft - eine Metapher


http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/homoopathie-vs-wissenschaft-eine-metapher.php

Astrodicticum Simplex:
13 Fragen an die Homöopathen

http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/10/13-fragen-an-die-homoopathen.php
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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Fr 28. Sep 2012, 21:56

Astrodicticum Simplex: Schwarzbuch Esoterik
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/08/25/schwarzbuch-esoterik/

Auszug aus dem Text:
Ich merke immer wieder, dass viele Leute gar nicht wissen, dass sie sich in esoterischen Zirkeln bewegen. Wenn Frauen sich etwas Gutes tun wollen, fängt das häufig mit dem Yoga-Kurs an, führt über die verschiedenen sogenannten Alternativmedizinen – deren Wirkungsweisen allesamt nicht nachvollziehbar sind, sondern geglaubt werden müssen – wie Akupunktur, Cranio-Sacral-Therapie, Homöopathie, Bachblütentherapie etc. und endet u.U. in den esoterischen Gedankengebäuden mit Engelsglaube, Channeling und Reinkarnationstherapie.
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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Fr 12. Okt 2012, 20:51

Ich habe mir mal selbst einige Gedanken zur Homöopathie gemacht und es kamen mir ein paar Fragen. Auf so vielen Gebieten wird tagtäglich bewiesen, dass nichts daran sein kann. Einige Beispiele:

  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso ist dann alkoholschwaches Bier nicht so alkoholhaltig, wie alkoholstarkes Bier? Wieso "klatscht" es weniger?
    (Kann man sich mit Homöopathie in einen Vollrausch trinken?)
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso dealen die Drogendealer überhaupt mit Pulver und getrockneten Pflanzenstummeln? Wäre es für sie nicht ergiebiger, die üblichen "Waren" in Wasser zu lösen und somit ein tausendfaches an Moneten einzufahren? Wieso regen sich dann "Konsumenten" überhaupt über "Drogenpanscher" auf? Das Zeug müsste gestreckt und verdünnt genauso wirken, wie das Präparat selber.
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso löst man damit nicht das Nahrungsproblem auf der Welt? Lösen wir doch Brot in Wasser auf und reichen dieses Wasser, natürlich wieder und wieder verdünnt, den Armen zur Speise. Nach der Logik der Homöopathie müssten alle Nährstoffe, wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Salze, Mineralstoffe, Vitamine und Co in der selben Weise im Körper arbeiten, als würde derjenige ein Brot essen.
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso verwendet man dann teuer entworfene Impfungen? Man könnte mit einer hochverdünnten Impfung ganze Kontinente gegen eine Grippe impfen. Man müsste demnach auch locker ganze Städte impfen, indem man eine Kapsel des Medikaments ins Wasserwerk schüttet. Wieso kommt von den noblen Homöopathen nicht ein solcher Vorschlag?
Gehen wir etwas banaler in die Physik und Biologie:

  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso kann Wasser erkalten? Es dürfte nicht auskühlen, da Wärme ebenfalls als Information verstanden werden kann.
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso kann es dann überhaupt warm werden? Es hat ja die kalte Temperatur eingespeichert.
  • Selbst beim Mischen von kaltem und warmem Wasser müsste man anschließend die unterschiedlichen Temperaturen wieder herausfinden. Da warmes Wasser (ab 4°C aufwärts) eine geringere Dichte aufweißt, als kaltes, wäre es ja auch leichter und würde demnach oben schwimmen. Wenn wir also die Wasser mischen und durchrühren, müsste nach einer Weile das kalte Wasser nach unten absinken und das warme Wasser nach oben steigen. Mit einem Thermometer müssten wir beide Bereiche unterscheiden können.
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso kann man dann verschiedene Säfte mischen, ohne das sie sich wieder "entmischen"? Zum Beispiel müssten sich Orangensaft und Bananensaft je nach Dichte wieder auf unterschiedlichem Niveau im Glas einfinden.
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso kann man es dann reinigen? Wieso ist Trinkwasser nach der Aufbereitung nicht weiterhin Klärwasser?
Das ist keineswegs als abwegig zu bewerten. Genauso wie die Zusammensetzung des Wirkstoffes, den sich das Wasser ja angeblich merken soll, sind auch Geschmack und Wärme übertragbare Informationen. Wer mir nicht glaubt, kann ja gerne eine Knoblauchzehe essen und seinen Nächsten anhauchen oder eine Herdplatte anfassen. Das überzeugt euch schon.
Wie bei allen anderen Informationsüberträgern gilt auch beim Wasser: Je größer das Volumen, desto weniger eingehende Information hat das Einzelne in diesem Volumen.

Ich könnte jetzt auch speziell die Homöopathen ansprechen:

  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wie kann es die Verunreinigungen von den Wirkstoffen unterschieden?
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, woher weiß es dann, welche Wirkung es verstärken soll und welche nicht? Denn wir wissen, nahezu jedes Medikament hat Nebenwirkungen, demzufolge:
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso werden Nebenwirkungen nicht genauso übertragen, wie die zu erzielende Wirkung?
  • Und nicht zuletzt: Wenn Wasser ein Gedächtnis hat und diese Medizin tatsächlich helfen sollte, wieso kosten die Dinger (zum Beispiel Globuli) dann so viel? In der Herstellung müssten sie unglaublich günstig sein. Globuli zum Beispiel sind nichts weiter als Zuckerkügelchen. Wieso kostet Zucker im Einzelhandel keinen Euro das Kilo und in der Apotheke plötzlich 30, 40, 60 Euro die 200g-Packung?
  • Wenn Wasser ein Gedächtnis hat, wieso kaufen wir nicht alle eine Packung Globuli und strecken die Dinger zu Hause mit Wasser weiter? Eine 30-fache Potenzierung (so nennt der Homöopath "Verdünnung") kann doch nicht das Ende sein. Wir wären plötzlich unabhängig von der medikamentösen Versorgung. Weltweit könnten so Engpässe bei Medikamenten komplett beseitig werden. Wenn nur eine Packung es in ein SOS-Kinderdorf schafft, können die Leute davon trotzdem ein Leben lang zehren.

Besonders der letzte Punkt sollte zeigen, wie unsinnig die ganze Sache eigentlich ist. Denn Tabletten in Wasser auflösen kann jeder. Nur steigt davon eben nicht die Wirksamkeit eines Präparates. Homöopathie ist Schwindel. Und zu dieser Meinung stehe ich. Auch wenns mal ausschweifend wird.
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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Do 20. Dez 2012, 16:21

Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/11/13/die-homoopathie-luge-so-gefahrlich-ist-die-lehre-von-den-weisen-kugelchen/

Auszug:
[...]Anhänger diverser abergläubischer Disziplinen fühlen sich gerne mal von der rationalen Mehrheit unterdrückt. Die bösen Wissenschaftler und die unfreundlichen Skeptiker würden ihre Astrologie, ihre Wünschelruten oder ihre Heiledelsteine einfach nicht ernst nehmen, sondern lächerlich machen, kritisieren und sogar öffentlich behaupten, dass es sich nur um Unsinn handelt! Diese Märtyrer-Rolle nimmt auch die Homöopathie gerne in Anspruch. Dabei können sich die Anhänger der Globuli kaum beschweren. Wie kaum ein anderes pseudowissenschaftliches Konzept hat es die Homöopathie geschafft, tief in die Gesellschaft und vor allem die Wissenschaft einzudringen. Homöopathie wird an Universitäten gelehrt, wird von Ärzten praktiziert, von Politikern unterstützt und in Medien gelobt. Die Pseudomedizin der Homöopathie ist überall und es scheint aussichtslos, darauf hinzuweisen, dass sie weder wirkt noch seriöse Medizin ist.
[...]
Ein eigenes Kapitel ist auch der wissenschaftlichen Erforschung der Homöopathie gewidmet. Homöopathen erzählen ja immer gerne von den vielen Studien, die die Wirkung ihrer Globuli angeblich einwandfrei belegen würden. Von den vielen Studien, die zeigen, dass Homöopathie nicht wirkt, wird dagegen nie gesprochen. Genauso wenig von den qualitativen Unterschieden der Studien und der Tendenz, dass Homöopathie umso “wirksamer” wird, je schlechter die Studie durchgeführt wurde. Weymayr und Heißmann erklären, wie eine gute Studie funktioniert und zeigen, wie die Homöopathen sich aus den vielen wissenschaftlichen Untersuchungen die Rosinen herauspicken, deren Ergebnisse in ihrem Sinne sind, dabei aber den Rest ignorieren[...]


Bei Tieren gibt es (k)einen Placeboeffekt (Update 6.2.10)
http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/bei-tieren-gibt-es-keinen-placeboeffekt/

Auszug
(…) Um’s nochmal klar zu stellen: Natürlich gibt es den Placebo-Effekt auch bei Tieren! Zumindest bei Affen, Hunden, Pferden, Katzen, Mäusen, Ratten, usw. hat man derlei dutzendfach beobachtet, und zwar nicht erst neulich, sondern schon vor Jahrzehnten.

Genauso existiert der Placebo-Effekt natürlich auch bei Säuglingen. Liebe H.-Gläubige, Ihr wollt den kleinen Schreihälsen doch nicht das Menschsein, die Großhirnrinde und die Persönlichkeit absprechen!?” (…)
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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » So 23. Dez 2012, 10:45

Folgenden Text habe ich gerade in meinen Lesezeichen gefunden. Lag dort schon eine Weile.

Schweinefleisch und Mittagsschlaf: wie man Homöopathie wirkungslos macht
http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/11/18/schweinefleisch-und-mittagsschlaf-wie-man-homoopathie-wirkungslos-macht/

Auszug:
Und seltsamerweise hört man darüber von den Homöopathen nicht wirklich viel. Und vermutlich ist diese Liste auch auf keinem Beipackzettel zu finden.

Warum halten sich die Homöopathen nicht mehr an die Empfehlungen von Hahnemann? Gab es in den letzten 200 Jahren irgendwelche großen Studien, die diese Liste Punkt für Punkt abgearbeitet und gezeigt haben, dass man sie großteils ignorieren darf (mit Ausnahme des Zahnpulvers vielleicht)?

Aber da Homöopathie ja so oder so keine Wirkung hat, ist es auch egal, ob ich nen langen Mittagsschlaf mache oder im Bett ein Buch lese. Und wenn sich diese lange Liste an Einschränkungen durchsetzen würde, hätte es die Homöopathie wohl schwer, ihren Status als Lifestyle- und Wellnessmedizin zu behalten ...


Homöopathie ist Irrtum - Dr. med. Wolfgang Vahle
Hals-Nasen-Ohren-Arzt

Der Link lag schon eine Weile in meinen Lesezeichen. Ich habe den Text aber jetzt erst gelesen und ihn für ziemlich gut befunden.
http://www.hno-vahle.de/homoopathie-ist-irrtum/

Auszug:
"Ein großer Teil experimenteller Wissenschaft besteht darin, Tests zu konstruieren, die sicherstellen, dass das Ergebnis eines Experiments nicht das Ergebnis eines menschlichen oder eines Interpretationsfehlers ist. Die ‚unendliche Verdünnung’ ist ein solcher Test. Wenn der beobachtete Effekt nicht verschwindet, nachdem die Verdünnung Null erreicht hat, ist das ein klarer Beweis dafür, dass der Effekt nicht durch die getestete Substanz erzielt worden ist."4 – Wenn z. B. mein Auto weiterfährt, obwohl ich die ganze Seifenlösung aus dem Scheibenwaschtank herausverdünnt habe, ist das eben gerade kein Beweis dafür, dass Seifenlösung der stärkste Treibstoff der Welt ist, weil das Auto sogar noch ohne sie fährt! Es ist ein Beweis dafür, dass die Seifenlösung nichts mit dem Treibstoff zu tun hat! – Die Homöopathie erblickt aber gerade darin einen „Beweis“ für die hohe Wirksamkeit der Arzneimittel, wenn diese – ohne anwesend zu sein – noch wirken!

Ich bin jetzt Quantenheilungs-Skeptiker!
http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2012/02/05/ich-bin-jetzt-quantenheilungsskeptiker/

In diesem Zusammenhang als “Skeptiker” bezeichnet zu werden, ist allerdings amüsant – ich bin genauso “Skeptiker”, was z.B. die Idee der flachen Erde angeht, die ist wissenschaftlich ähnlich gut begründet wie die Quantenheilung, nämlich gar nicht.
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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Di 30. Apr 2013, 12:00

“Die Homöopathie-Lüge” – Ein Interview (Teil 1)
http://blog.gwup.net/2012/12/23/die-homoopathie-luge-interview-mit-dr-christian-weymayr/

Ein kurzer Auszug:
Ja, nach den Regeln der Evidenz-basierten Medizin ist es weitaus schwieriger, vielleicht auch unmöglich, in einer Studie die Unwirksamkeit eines Verfahrens oder eines Arzneimittels zu belegen, als deren Wirksamkeit nicht zu belegen.


“Die Homöopathie-Lüge” – Ein Interview (Teil 2)
http://blog.gwup.net/2012/12/23/die-homoopathie-luge-ein-interview-teil-2/

Ein kurzer Einzug:
Wir sagen ganz klar, dass man auch in der wissenschaftsbasierten Medizin wesentlich defensiver agieren sollte. Jedes Antibiotikum, das unnötig verabreicht wird, stellt im Grund einen Kunstfehler dar. Hier können wir von der Homöopathie lernen, und zwar dergestalt, dass Abwarten und Nichtstun eine immer noch weit unterschätzte Therapie-Option ist.


Homöopathie bei Kindern und Tieren
http://blog.gwup.net/2010/03/05/homoopathie-bei-kindern-und-tieren/

Das es einen Placebo-Effekt bei Kindern gibt, zeigt schon die Tatsache, dass ein Pusten auf eine schmerzende Stelle, sofort zum Lindern der Schmerzen führt. Und dies, obwohl es weder die Heilung beschleunigt, noch irgendwie einen physischen Effekt auf den Körper hat.

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Re: Alternative Medizin

Beitragvon almafan » Do 2. Mai 2013, 13:14

Das System der Homöopathie

Homöopathie ist eine alternative medizinische Lehre, die vor etwa zweihundert Jahren von Samuel Hahnemann erfunden wurde.

Zwei Grundideen machen Homöopathie aus. Da ist zum Einen das Simile-Prinzip: Ähnliches heilt Ähnliches. Dieses Prinzip besagt, dass der Stoff, der ähnliche Symptome hervorruft wie die zu bekämpfenden, sich als Heilmittel eignet. Was Ausschlag hervorruft, kann Ausschlag heilen.

Um nun diese Heilwirkung zu erreichen, muss das Mittel potenziert werden. Die homöopathische Potenzierung erfolgt durch vielfaches Verdünnen des Stoffes mit Wasser. Den Vorwurf, das in einer solchen Verdünnung mitunter kein Molekül des Wirkstoffes mehr enthalten ist, beantworten die Homöopathen mit dem Verweis darauf, dass sich das Wasser "erinnere", dass es also die zur Heilung nötigen Informationen speichern könne.

Offene Fragen zur Homöopathie

  • Warum behandelt der Homöopath mit dem Simile-Prinzip die Symptome, nicht die Ursache der Krankheit? Wir wissen heute, dass zum Beispiel Fieber eine Folge vieler verschiedener Krankheitsbilder sein kann – ist es wirklich glaubwürdig, dass alle Fieberverursacher durch das selbe Medikament bekämpft werden können?
  • Wie glaubwürdig ist das Simile-Prinzip überhaupt? Ergibt es Sinn, dass zum Beispiel Wachmacher wie Koffein für Schlafmittel verwendet werden?
  • Wie funktioniert Potenzierung? Im Normalfall kennen wir, dass eine Verdünnung einen Wirkstoff eher schwächt.
  • Wenn Potenzierung funktioniert, woher "weiß" das Wasser dann, welchen Wirkstoff es potenzieren muss? Schließlich gibt es auch andere Spurenelemente, die gegebenenfalls mit verdünnt werden.
  • Wenn Potenzierung funktioniert, was passiert dann mit dem überzähligen Wirkstoffgemisch? Für eine D6-Potenzierung benötigt man auf 1g Wirkstoff eine Tonne Wasser. Wenn vorherige Verdünnungen/ Potenzierungen weggeschüttet werden – entwickeln diese nicht ihre Wirkung in unseren Abwässern? Ist das Umweltverschmutzung?
  • Wenn Potenzierung funktioniert, warum sind dann unsere Meere, Flüsse und Seen keine Quelle verschiedenster Dosierungen? Schließlich geraten ständig irgendwelche Wirkstoffe ins Wasser und werden um ein vielfaches verdünnt. Sind Fische auf Drogen?
  • Verändert sich das potenzierte Wasser durch den Wirkstoff? Wenn ja, wie kann man das messen? Wenn nein, was ist dann der Unterschied zwischen diesem potenzierten Wasser und normalem Wasser ohne "Heilinformationen"?
  • Wenn Homöpathie stimmt, haben ihre Medikamente dann Nebenwirkungen, die Gefahr einer Überdosis, eine Verstärkung der Wirkung durch höhere Dosierung?
  • Wie misst man die Fähigkeit von Wasser, Informationen zu speichern, und wie lange kann Wasser diese Informationen speichern? Wird diese Fähigkeit davon beeinflusst, ob man Wasser zum Beispiel schüttelt oder erhitzt?
Urteil zur Homöopathie

Die Informationsspeicherung von Wasser wurde bislang wissenschaftlich auf eine Femtosekunde gemessen (das Billionstel vom Millionstel einer Sekunde). Es gibt in der Nanotechnik das Phänomen, dass Kräfte auf kleinstem Raum stärker werden – diese können aber gemessen werden, anders als die Potenzierungen der Homöopathie. Homöopathische Verdünnungen und unbehandeltes Wasser lassen sich durch eine Analyse nicht auseinanderhalten. Man kann eine ganze Packung von homöopathischen Schlaftabletten schlucken, ohne die Gesundheit zu gefährden oder auch nur sofort umzukippen. Das Simile-Prinzip widerspricht medizinischen Erkenntnissen und lässt sich auch nicht mit der Antikörperwirkung bei Impfstoffen vergleichen. In guten wissenschaftlichen Studien ist die Wirkung homöopathischer Mittel mit dem Placeboeffekt gleichzusetzen.

Auf diese Probleme hat die Homöopathie keine wirkliche Antwort. Sie ist vielmehr eine Medizin, die sich aus rein magischem Denken speist, der Idee einer nicht zu messenden und dennoch vorhandenen Wirkung.

In Deutschland hat Homöopathie einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro.

Der Orginalartikel findet sich unter:
http://p-pricken.de/2008/12/homoopathie/



Das System der Akupunktur

Wie Barbara Rüttung bei Hart aber Fair sagte, beruht Akupunktur auf dem "uralten Wissen über die Meridianenergie". Demnach fließt diese Energie, das Qi ("Chi"), durch unseren Körper – genauer gesagt fließen sie durch Kanäle: die Meridiane. Wie in einem Physikbaukasten muss der Anwender seine Nadeln nur in der richtigen Kombination an die richtigen Stellen setzen, dann wird das Qi so umgeleitet, dass es uns heilt. In Variationen dieser Lehre werden die Nadeln erhitzt oder unter Strom gesetzt.

Akupunktur ist eine der Hauptlehren der sogenannten Traditionellen Chinesischen Medizin.

Offene Fragen zur Akupunktur

  • Wenn Akupunktur stimmt, muss es die Lebensenergie Qi geben. Wie kann man sie messen, beziehungsweise warum haben wir sie noch nicht gemessen?
  • Gleichfalls: Wie kann man Meridiane messen, beziehungsweise warum haben wir sie noch nicht gemessen?
  • Ursprünglich gab es 365 Meridianpunkte zum Einstechen, inzwischen über 2000. Wenn wir Qi und Meridiane nicht messen können, wie können wir dann diese neuen Punkte orten, beziehungsweise woher wissen wir, dass die Einstichstellen tatsächlich an den richtigen Orten sind?
  • Wie interagiert Qi mit anderen Funktionen des Körpers? Was macht Qi überhaupt?
  • Können Meridiane zwischen Knochen und Muskeln eingeklemmt werden, wie Nerven?
  • Kann man zu hohen oder zu niedrigen Qidruck haben?
  • Reagiert Qi auf Medikamente? Wie und warum?
  • Wenn die Akupunktur so gut wirkt, müsste sie dann die bevorzugte chinesische Behandlungsmethode sein, nach der sich vor allem auch die Oberschicht behandeln lässt?
  • Warum ist das Alter einer Lehre ein entscheidender Vorzug?
Urteil zur Akupunktur

In Doppelblindstudien zeigt sich immer wieder, dass es für das Ergebnis egal ist, an welcher Stelle man die Nadeln einsticht, ja sogar, ob man die Nadeln wirklich einsticht oder der Patient das nur glaubt. Das verträgt sich nicht mit der Idee von Meridianen, die beeinflusst werden. Ebenso gibt es keine körperlichen Funktionen, die sich nur über das Vorhandensein von Qi erklären ließen – stattdessen wurden bisher weder Qi noch Merdiane gemessen oder verlässlich geortet, und das obwohl wir bereits mit Instrumenten auf die Nano-Ebene schauen können. Berichte von Betäubungen durch Akupunktur sind übertrieben. In China ist Akupunktur die Medizin derer, die sich westliche Behandlungen nicht leisten können.

Natürlich sagt das Alter einer Lehre nichts über deren Qualität aus. Viel mehr erleben wir ja selbst, dass alte Weisheiten und selbst neuere Erkenntnisse immer wieder von der Wissenschaft umgeworfen werden. Es wäre in der Tat sehr interessant, wenn die Akupunktur trotz ihres Alters wissenschaftlichen Tests standhalten würde. Tut sie aber nicht.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Einstich körperliche Reaktionen auslösen kann, und beispielsweise mit Reizstrom versehene Nadeln können tatsächlich für eine Behandlung eingesetzt werden. Dabei wäre es jedoch wünschenswert, wenn die Behandlung aufgrund von beweisgestützen Überlegungen erfolgt.

In Deutschland werden jährlich etwa 90 Milliarden Euro für Akupunktur ausgegeben.

Der Orginalartikel findet sich unter:
http://p-pricken.de/2008/12/skepcheck-akupunktur/
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