Helden des Alltags




Eine Sammlung an Texten, die sich aber nirgens einordnen ließen.

Helden des Alltags

Beitragvon almafan » Do 19. Sep 2019, 13:44

Hier möchte ich Beispiele von Medienberichten sammeln, in der Mensch und Tier in Alltagssituationen das richtige tun.

Ein Exempel bitte:

Bild geht um die Welt: Busfahrerin wird mit einfacher Geste zur Heldin

https://amp.focus.de/panorama/welt/ruehrender-fall-in-den-usa-busfahrerin-wird-mit-einfacher-geste-zur-heldin-das-foto-geht-um-die-welt_id_11148156.html
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"If the biggest problem that you're having in the twenty-first century involves
what other people's genitals look like, and what they're doing with those genitals
in the presence of other consenting adults, you may need to reevaluate your
priorities." - Forrest Valkai


("Wenn das größte Problem, das du im 21. Jahrhundert hast, darin besteht, wie
anderer Leute Genitalien aussehen und was diese damit in Gegenwart anderer
Erwachsener mit deren Einverständnis machen, musst du möglicherweise deine
Prioritäten neu bewerten.")

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von Anzeige » Do 19. Sep 2019, 13:44

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Re: Helden des Alltags

Beitragvon almafan » Fr 19. Mär 2021, 11:25

Fahrer bewußtlos: Sönke Krützfeld stoppt schlingernden Audi

Sönke Krützfeld ist auf der A5 nach Marburg unterwegs. Da rast plötzlich ein Audi mit bewußtlosem Fahrer über Autobahn.
https://readersdigest.de/de/menschen/helden-des-alltags/item/fahrer-bewusstlos-soenke-kruetzfeld-stoppt-schlingernden-audi?category_id=365
Readers Digest - Ausgabe: Dezember 2016 - Autor: Barbara Erbe

Damit dieser Thread nicht in Vergessenheit gerät, habe ich ihn mal aus den tiefen des Forums gegraben.
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"If the biggest problem that you're having in the twenty-first century involves
what other people's genitals look like, and what they're doing with those genitals
in the presence of other consenting adults, you may need to reevaluate your
priorities." - Forrest Valkai


("Wenn das größte Problem, das du im 21. Jahrhundert hast, darin besteht, wie
anderer Leute Genitalien aussehen und was diese damit in Gegenwart anderer
Erwachsener mit deren Einverständnis machen, musst du möglicherweise deine
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Re: Helden des Alltags

Beitragvon almafan » Fr 21. Okt 2022, 16:42

Janusz Korczak

Janusz Korczak, eigentlich Henryk Goldszmit (22. Juli 1878 oder 1879 in Warschau bis nach dem 5. August 1942 vermutlich am 6. oder 7. August im deutschen Vernichtungslager Treblinka, amtliches Todesdatum 7. August 1942), war ein polnischer Militär- und Kinderarzt sowie Kinderbuchautor und bedeutender Pädagoge. Bekannt wurde er vor allem durch seinen Einsatz für Kinder, insbesondere in einem Waisenhaus.

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Janusz Korczak (um 1930)

Im Zusammenhang mit dem offenen Antisemitismus, der sich in der Gesellschaft ausbreitete, beschäftigte sich Korczak Mitte der 1930er Jahre mit dem Zionismus, reiste zweimal (1934 und 1936) nach Palästina und erwog die Emigration, die er letztlich aber verwarf.

Im September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen in Europa der Zweite Weltkrieg. Entsprechend der antisemitischen Ideologie des Nationalsozialismus setzten damit eine massive Unterdrückung, Entrechtung und Verfolgung der Juden ein, die in der Vernichtung der jüdischen polnischen Bevölkerung, dem beispiellosen Völkermord an ihnen, mündete. Nach dem Befehl zur zwangsweisen sofortigen Umsiedlung der gesamten jüdischen Bevölkerung Warschaus in das Sammellager des Warschauer Ghettos im Oktober 1940 musste auch das Dom Sierot umziehen, da das Gebäude knapp außerhalb des vorgegebenen Stadtviertels lag. Trotz der unsäglichen Bedingungen in diesem Gefangenenlager fand Korczak in den letzten Monaten noch die Energie zu schriftlichen Notizen. Sein Pamiętnik, das gerettet werden konnte und 1958 von Igor Newerly erstmals veröffentlicht wurde, ist eine Mischung aus Lebenserinnerung, tagebuchartigen Beschreibungen der Gegenwart des Ghetto genannten Lagers sowie Zukunftsvisionen und Traumdeutungen.

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Im August 1942 wurden im Rahmen der Aktionen zur so genannten "Endlösung der Judenfrage" die etwa 200 Kinder des Waisenhauses von der SS zur Deportation in das Vernichtungslager Treblinka abgeholt. Obwohl Korczak wusste, dass dies den Tod bedeutete, wollte er die Kinder nicht im Stich lassen und bestand ebenso wie seine Mitarbeiterin Stefania Wilczyńska darauf, mitzufahren. Der Komponist und Pianist Władysław Szpilman wurde Augenzeuge des Abtransports und beschreibt die Szene in seinen Memoiren:

Eines Tages, um den 5. August […] wurde ich zufällig Zeuge des Abmarsches von Janusz Korczak und seinen Waisen aus dem Ghetto. Für jenen Morgen war die "Evakuierung" des jüdischen Waisenhauses, dessen Leiter Janusz Korczak war, befohlen worden; er selbst hatte die Möglichkeit, sich zu retten, und nur mit Mühe brachte er die Deutschen dazu, daß sie ihm erlaubten, die Kinder zu begleiten. Lange Jahre seines Lebens hatte er mit Kindern verbracht und auch jetzt, auf dem letzten Weg, wollte er sie nicht allein lassen. Er wollte es ihnen leichter machen. Sie würden aufs Land fahren, ein Grund zur Freude, erklärte er den Waisenkindern. Endlich könnten sie die abscheulichen, stickigen Mauern gegen Wiesen eintauschen, auf denen Blumen wüchsen, gegen Bäche, in denen man würde baden können, gegen Wälder, wo es so viele Beeren und Pilze gäbe.

Er ordnete an, sich festtäglich zu kleiden und so hübsch herausgeputzt, in fröhlicher Stimmung, traten sie paarweise auf dem Hof an. Die kleine Kolonne führte ein SS-Mann an, der als Deutscher Kinder liebte, selbst solche, die er in Kürze ins Jenseits befördern würde. Besonders gefiel ihm ein zwölfjähriger Junge, ein Geiger, der sein Instrument unter dem Arm trug. Er befahl ihm, an die Spitze des Kinderzuges vorzutreten und zu spielen – und so setzen sie sich in Bewegung. Als ich ihnen an der Gęsia-Straße begegnete, sangen die Kinder, strahlend, im Chor, der kleine Musikant spielte ihnen auf und Korczak trug zwei der Kleinsten, die ebenfalls lächelten, auf dem Arm und erzählte ihnen etwas Lustiges. Bestimmt hat der "Alte Doktor" noch in der Gaskammer, als das Zyklon schon die kindlichen Kehlen würgte und in den Herzen der Waisen Angst an die Stelle von Freude und Hoffnung trat, mit letzter Anstrengung geflüstert: "Nichts, das ist nichts, Kinder" um wenigstens seinen kleinen Zöglingen den Schrecken des Übergangs vom Leben in den Tod zu ersparen.

Sein genaues Todesdatum ist unbekannt. Korczaks Tagebuchaufzeichnungen enden mit dem 5. August 1942.
1954 wurde von einem polnischen Gericht als Todesdatum Korczaks der 9. Mai 1946 festgesetzt, ein Jahr nach Kriegsende. Dieses Datum wurde für alle während des Krieges Gestorbenen verwendet, deren genaues Todesdatum nicht feststeht. 2012 setzte das Bezirksgericht Lublin den 7. August 1942 als Todestag fest. Die Änderung wurde von der Fundacja Nowoczesna Polska (Stiftung Modernes Polen) beantragt, die die Werke Korczaks online frei verfügbar machen wollte. Durch die Änderung wurden die Werke Korczaks vier Jahre früher, 2012 statt 2016, gemeinfrei.

  • 1957 wurde Erwin Sylvanus’ Schauspiel Korczak und die Kinder uraufgeführt, das zu den meistgespielten deutschen Nachkriegsstücken zählt.
  • 1963 gründete Schmuel Gogol, Auschwitz-Überlebender und vormaliger Waise unter Korczaks Obhut, das Children's Harmonica Orchestra of Ramat Gan, Israel, auch um die musikpädagogische Arbeit Korczaks fortzusetzen.
  • 1975 verfilmte der polnische Regisseur Aleksander Ford als deutsch-israelische Koproduktion unter dem Titel Sie sind frei, Dr. Korczak die Geschichte von Janusz Korczak mit Leo Genn in der Hauptrolle.
  • 1980 wurde die Schule Bullenhuser Damm in Hamburg, an der im April 1945 20 Kinder, an denen Kurt Heißmeyer im KZ Neuengamme Menschenversuche ausgeübt hatte, und mindestens 28 Erwachsene ermordet worden waren, nach ihm benannt. Wenig später verübten Neonazis einen Anschlag auf das Gebäude.
  • 1988 entstand im DEFA Studio für Dokumentarfilme, Berlin, über Janusz Korczak ein biographischer Filmessay von Walther Petri und Konrad Weiß mit dem Titel Ich bin klein, aber wichtig.
  • 1990 verfilmte der polnische Regisseur Andrzej Wajda Korczaks Lebensgeschichte. Wojciech Pszoniak spielte in der deutsch-polnischen Koproduktion Korczak nach einem Drehbuch von Agnieszka Holland die Titelrolle.
  • 1995 erschien der Jugendroman Im Schatten der Mauer. Ein Roman um Janusz Korczak (Originaltitel: Shadow of the Wall) von Christa Laird.
  • 1996 veröffentlichte Karlijn Stoffels den Jugendroman Mosje en Reizele (Mojsche und Rejsele), eine Liebesgeschichte in Korczaks Waisenhaus während der deutschen Besatzung.
  • Anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentags 1997 schrieb die Wülfrather Gruppe fünf brote und zwei fische ein „Tragical“ genanntes Musical mit dem Titel Im Schatten der Mauer, das auf dem Roman von Christa Laird basiert und die letzten drei Jahre des Kinderheims im Warschauer Ghetto darstellt. Es wurde auch in Israel aufgeführt.
  • Eine Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Johannes in Bern schrieb im Jahr 2011 unter dem Titel Geranien im Ghetto – Janusz Korczak, ein Leben für Kinder ein Mundart-Theaterstück über das Leben von Korczak.
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