Evolution oder Schöpfung




Weltuntergang, Prophetie und andere Dinge, die hier, auch skeptisch, behandelt werden.

Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Fr 3. Feb 2012, 04:09

Ich lese gerade das Buch "Das Leben - Wie ist es entstanden? Durch Evolution oder durch Schöpfung?".
Zwar soll man das Buch vorurteilsfrei lesen, aber das schafft man nicht. Jeder von uns ist mindestens einem der beiden Lager zugehörig. Wie soll man da vorurteilsfrei sein?
Außerdem ist es ja auch nicht vorurteilsfrei geschrieben. Ganz klar natürlich aus den selben Gründen, der Autor / die Autoren eines jeden Buches gehört / gehören eben auch einem Lager an. Und noch bevor ich ein Wort dieses Buches gelesen habe, wusste ich auch welchem. Die Zeugen Jehovas - man mag von ihnen halten, was man will - haben einen sehr konsequenten Zeichen- und Fotografiestil. Das zieht sich durch die "Wachturm"- und "Erwachet"-Ausgaben ebenso, wie durch ihre Kinderbuchversion der Bibelgeschichten. Und eben auch dieses Buch hat wieder diese Zeichnungen. Ich konnte also schon davon ausgehen, dass ich das Ende des Buches kenne, selbst wenn ich es nicht lesen würde.
Heute glauben Millionen von Menschen, das Leben sei durch Evolution entstanden. Weitere Millionen glauben an eine Schöpfung. Wieder andere sind sich nicht sicher, was sie glauben sollen. Dieses Buch richtet sich an sie alle. Es beschäftigt sich gründlich mit der Frage, wie das Leben enstanden ist - und welche Bedeutung dies für die Zukunft hat. (Seite 4)

"Es beschäftigt sich gründlich mit der Frage". Das ist eine starke Behauptung. Wenn dem so wäre, müssten alle Seiten des Themas nicht nur vorgestellt werden. Ich erwarte dann auch, dass der jeweilige Widerpart in fairer Weise dargestellt. Es sollen auch Fakten dafür vorgebracht werden, damit ich mir eine umfassende Meinung bilden kann. Das Buch aber ist für eine Leserschaft geschrieben worden, die weder alle Fakten kennt, noch mit der wissenschaftlichen Denkweise vertraut ist.
Das Buch ist meiner Ansicht nach auch kaum in der Lage einen Evolutionisten mit wissenschaftlichen Kenntnissen zu überzeugen. Man kann leicht Argumente finden, die verdreht und unehrlich sind, ganze Passagen, die so verkürzt sind, dass sie in das eigene Bild passen. Ganze Faktentstämme die beflissen außer Acht gelassen wurden, damit eben alles wieder stimmt.
Auch fängt es schon mit völlig falschen philosophischen Ansätzen an. Niemand sollte sich fragen, was er glauben soll. Es ist völlig unerheblich, was jeder einzelne glaubt, solange er eben genug weiß.

Ich bin aber niemand, der jemanden gleich wegen seinem Glauben oder seiner Weltanschauung doof findet. Bei brauner Gesinnung mache ich da eine Ausnahme. Wer so was gut findet, kann nicht ganz klar sein. Einen Führer als gütigen und guten Herrscher halte ich für noch haltloser als einen allmächtigen Gott.
Wie dem auch sei. Ich habe eben, um mir ein Bild zu machen, wie den diese Glaubengemeinschaft über die Evolution denkt, dieses Buch angefangen zu lesen. Der Ansatz ist ja nicht verkehrt. Eine jede wissenschaftliche Theorie wird ja aufgestellt, um von Kritikern überprüft oder widerlegt zu werden. So funktioniert nun mal wissenschaftliche Arbeit.

Im Folgenden werde ich über dieses Buch schreiben und Fehler und Argumentation unter die Lupe nehmen. Habt ihr auch Anmerkungen dazu, also zum Thema im Allgemeinen, so könnt ihr dies hier gern erörtern.
Gerüchte schweigen sich schnell rum.
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 477
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 20:11

von Anzeige » Fr 3. Feb 2012, 04:09



Anzeige
 

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon vlindertje » Fr 3. Feb 2012, 21:23

Ich habe keine Anmerkung in dem Sinne, sondern ein Foto von spiegel.de:

Stolze 190 Millionen Jahre alt: Die bislang ältesten bekannten Dinosauriernester entdeckten Wissenschaftler im Golden Gate Highlands National Park in Südafrika. Die Aufnahme zeigt das Skelett eines Embryos, aus dem einmal ein Massopondylus-Saurier geworden wäre. Die Nester seien fast doppelt so alt wie bisherige Funde, schreiben die Forscher der University of Toronto Mississauga. (Quelle: spiegel.de) Wobei so ein Alter für mich ziemlich unvorstellbar ist - 190 Millionen Jahre.

Was das Thema "Schöpfung und Evolution" angeht, ist es natürlich kaum möglich sich ohne jegliche Vorurteile damit auseinander zu setzen, da man entweder das Eine oder das Andere als richtig und wahr kennen gelernt hat oder gar beides irgendwie in Übereinstimmung zu bringen versucht. Dennoch begrüße ich den Versuch sehr, sich diesen beiden Themen hier zu widmen und freue mich auf spannende Unterhaltungen.

Von daher ... weiter in deinem Text:
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt." Dalai Lama
Benutzeravatar
vlindertje
Fahrender Ritter
Fahrender Ritter
 
Beiträge: 243
Registriert: Di 21. Jun 2011, 16:04

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Sa 4. Feb 2012, 03:06

Nun endlich geht es ins erste Kapitel des Buches "Das Leben - Wie ist es entstanden? Durch Evolution oder durch Schöpfung?".

Kapitel 1: Wie hat das Leben begonnen?

Es wird sofort die Hoffungslosigkeit unterstrichen, wenn die Evolution wahr wäre:
Wie ein bekannter Wissenschaftler sagte, „könnte der Jüngste Tag bereits in wenigen Jahrzehnten anbrechen… Die Entwicklung der Kernwaffen und ihrer Abschußsysteme wird früher oder später zur weltweiten Katastrophe führen.“ Unabhängig davon, ob das so bald eintritt oder nicht, glauben viele, daß der Mensch bei seinem Tod für immer zu bestehen aufhört. Andere denken, in der Zukunft würde alles Leben auf der Erde ausgelöscht. Sie sind der Auffassung, daß die Sonne sich „zum Roten Riesen“ entwickeln wird, und meinen: „Schließlich fangen die Ozeane zu kochen an, die Atmosphäre verdunstet in den Raum, und eine Katastrophe von unvorstellbaren Ausmaßen bricht über unseren Planeten herein. (Seite 8)

Auch wird die Evolution gleichgesetzt mit Atheismus. Eine theistische Evolution wird gar nicht erst erwähnt. Trotzdem soll der Eindruck erweckt werden, man distanziere sich von den Kreationisten. Dennoch werden wir später sehen, dass das Schöpfung-Buch (wie ich es kurz nenne) vollständig auf kreationistischer Argumentation aufbaut, vor allem den Jungerde-Kreationismus. Gleichzeitig wird aber die Vorstellung, das Universum sei erst 6000 Jahre alt, als unvernünftig bezeichnet. Das soll mit wissenschaftlichen Hintergrund positiver stimmen.

Das Buch betont, wie wichtig es ist, Beweise vorurteilsfrei zu untersuchen.
Bei der Betrachtung von Fragen über den Ursprung des Lebens lassen sich viele durch die öffentliche Meinung oder von Gefühlen beeinflussen. Um das zu vermeiden und um zu richtigen Schlußfolgerungen zu gelangen, sollte man die Beweise vorurteilslos betrachten. (Seite 9)

Behaltet diesen Satz bitte im Kopf. Er ist essenziel für die weitere Betrachtung des Buches. Denn mit diesen hohen Maßstäben wird schon im selben Abschnitt gebrochen.
In den Schlußworten seines Werkes Die Entstehung der Arten schrieb er [Charles Darwin]: "Es ist wahrlich etwas Erhabenes um die Auffassung, daß der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder gar nur einer einzigen Form eingehaucht hat." Somit ließ er das Thema der Entstehung des Lebens zur weiteren Behandlung offen. (Seite 9, Ergänzung von mir)

Sicherlich, sonst wäre er ein schlechter Wissenschaftler gewesen. Was Darwin hier allerdings verherrlicht sind die in seiner Evolutionstheorie beschriebenen Mechanismen. Das Buch hier stellt seine Vorstellung falsch dar, wenn es den Eindruck erweckt, er habe den Schöpfer verherrlicht, wenn er tatsächlich die Natur meinte. Es stimmt zwar, daß er vom Schöpfer spricht, aber das Wort „Erhabenes“ meint hier nicht das ursprüngliche 'Einhauchen'. Die „Auffassung“, die Darwin verherrlichte, ist die Auffassung, daß natürliche Kräfte all die unterschiedlichen Arten auf der Erde werden ließen.

Es ist also recht klar, wohin der Kurs im Buch gehen wird.
Offensichtlich bestehen zwischen der Evolutionstheorie und dem biblischen Schöpfungsbericht schwerwiegende Unterschiede. Evolutionsbefürworter behaupten, die Schöpfung sei wissenschaftlich nicht zu vertreten. Allerdings wäre es nicht unfair, ebenfalls zu fragen: Ist denn die Evolution wirklich wissenschaftlich erwiesen? (Seite 10)

Hm, was ist Wissenschaft? Das Buch selbst weiß keine Antwort darauf, aber es gibt zwei Kriterien dafür, dass man etwas Wissenschaft nennen kann. Und die Schöpfungslehre entspricht keinem von beiden.

  1. Die Theorie muss falsifizierbar sein. Das heißt, es muss einen Weg geben, zu zeigen, dass sie unrichtig ist. Die Theorie muss überprüfbar sein. Die Evolutionstheorie entspricht dieser Definition, weil man Argumente anbringen kann, die, wenn man sie verifizierte, die Evolution als falsch herausstellen können.
  2. Sie muß in der Lage sein, Vorhersagen zu treffen. Das heißt sie muß in der Lage sein zu sagen, wie etwas geschehen WIRD. Und dann muss man in der Lage sein, die Genauigkeit der Vorhersage zu verifizieren. Die Theorien, die die Evolutionslehre ausmachen, sind in dieser Hinsicht nützlich, da sie Vorhersagen über Populationsdichten, Physiologie, Chemie, zu Fossilfunden gemacht haben. Die Schöpfungslehre tut nichts davon. Bestenfalls beziehen sich ihre „Vorhersagen“ auf die Vergangenheit (etwas, das schon geschehen ist) oder sie sind nicht verifizierbar.

Es steckt also keine böse Absicht dahinter, wenn Wissenschaftler sagen, der 1.Mose sei nicht wissenschaftlich. Das ist nunmal keine Wissenschaft. Gott kann nie Gegenstand wissenschaftlicher Experimente und Untersuchungen sein. Das heißt natürlich nicht automatisch, dass die Schöpfungslehre falsch sein muss, aber wissenschaftlich ist sie nicht. Und genau das wird hier suggeriert.
Gerüchte schweigen sich schnell rum.
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 477
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 20:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon vlindertje » Sa 4. Feb 2012, 16:06

Nachdem ich eine Weile über das Geschriebene nachgedacht habe, habe ich beschlossen, mich ebenfalls mit diesem Thema anhand des gleichen Buches auseinanderzusetzen, da dies ein Thema ist, welches mich zur Zeit ebenso beschäftigt hält. Vorweg möchte ich noch etwas zu mir sagen, da natürlich niemand ganz unvoreingenommen an dieses Thema heran geht, was mein persönlicher Hintergrund ist. Ich selbst wurde in einer monotheistischen Religion erzogen und habe somit von klein auf den Schöpfungsbericht als "das eine Wahre" kennengelernt. Inzwischen bin ich persönlich der Meinung, daß Schöpfung und Evolution sich nicht gegenseitig ausschließen. Das ist meine Meinung. Ich vertrete hier keine "öffentliche Meinung" irgendeiner Relegionsgemeinschaft, sondern nur meine eigenen Gedanken zu den Themen "Evolution und Schöpfung" und zwar so, wie sie mir gerade in den Sinn kommen - ungefiltert, ehrlich, fragend, kritisch und nicht ganz unvoreingenommen gegenüber der Evolutionstheorie, denn ich glaube an einen Schöpfer.

Das Buch beginnt in Kapitel I damit , die Vielfalt der Erde kurz aufzulisten und geht dann, wie Almafan beschrieben hat, dazu über, die Hoffnungslosigkeit zu beschreiben, wenn die Evolutionstheorie wahr wäre, indem sie darauf verweist, daß "Nach Ansicht vieler, die die Evolutionstheorie akzeptieren, (das) Leben aus einem einzigen Konkurrenzkampf (besteht), der mit Streit, Haß, Krieg und Tod verbunden ist. Zuvor allerdings wird noch erwähnt, daß "... unsere Einstellung zum Leben und zur Zukunft von unserer Ansicht über den Ursprung des Lebens beeinflußt wird."

Ich selbst habe schon hier einige Fragen und Kommentare die zu besprechen wären dazu, die ich gern los werden möchte. Natürlich kann jeder der Leser hierzu seinen Kommentar und seine Meinung abgeben, auch wenn ich mich mit meinen Nachfragen hauptsächlich an den Verfasser und Ersteller des "Neuen Themas: Evolution oder Schöpfung " wende. Dennoch wäre es sicher spannend noch mehr Meinungen und Ansichten zu "hören".

Ich selbst denke, daß die Schreiber des Buches wirklich Recht damit haben, wenn sie sagen, "... unsere Einstellung zum Leben und zur Zukunft von unserer Ansicht über den Ursprung des Lebens ..." geprägt. Glaubt man an eine Schöpfung aller Dinge, so verbirgt sich, damit verbunden, irgendein Sinn dahinter, denn man würde in diesem Zusammenhang hinterfragen, warum wir und alles um uns herum erschaffen wurde und warum genau so, wie es ist. Glaubt man an eine Schöpfung, so glaubt man oftmals auch an das, was in den, entsprechend den einzelnen Glauben, religiösen Schriften steht, wie zum Beispiel der Bibel (die in unserem Land am meisten verbreitet ist) oder einem anderen Buch, wie dem Koran usw. In diesen Büchern wird, neben der Schöpfungslehre auch (und ich werde mich meist auf die Bibel beziehen, da ich mit diesem Buch besser vertraut bin, als mit dem Koran oder anderen Religiösen Schriften) erklärt, warum wir existieren, was der heutige Daseinszweg ist, warum es trotz eines liebevollen Schöpfers so viel Leid gibt, was die Zukunft für die Menschheit bereit hält und dadurch dem Leben einen Sinn (das "Weswegen" und "Wofür") gibt sowie Hoffnung und Halt.

Glaubt man an die Evolution, so glaubt man, daß das Leben eine glückliche aber zufällige Entwicklung ist, daß wieder vergeht. Für mich läßt sich darin wenig "Sinn" erkennen. Das "Weswegen" und das "Wofür" bleibt mir verschlossen. Ist es tatsächlich so, daß Vertreter der Evolutionstheorie diese Fragen nicht beantworten können, sondern nur schulterzuckend auf "Zufall" verweisen? In diesem Zusammenhang gleich meine zweite Frage. Im Buch steht, wie oben bereits erwähnt, daß "Nach Ansicht vieler, die die Evolutionstheorie akzeptieren, (das) Leben aus einem einzigen Konkurrenzkampf (besteht), der mit Streit, Haß, Krieg und Tod verbunden ist." Soviel ich davon verstanden habe, geht es in der Evolution darum, daß sich das Leben an sich verändert und sich immer das Stärkere durchsetzt. Meist würden sich die Veränderungen, so wie ich es bisher verstanden habe (und ich bitte um Korrektur, wenn ich etwas falsches denke) in den Genen vollziehen. Diese sogenannten "besseren Gene" würden sich in der nächsten Generation und der Nächsten und so weiter besser durchsetzen. Dadurch ändere sich nach und nach das Lebewesen, indem es sich erst besser an den Lebensraum anpaßt oder durch Veränderung neuen Lebensraum für sich beanspruchen kann und sich dadurch vielleicht irgendwann, langsam und mit der Zeit, in ein anderes Lebewesen verändert. Innerhalb einer Art scheint mir persönlich eine Anpassung an den Lebensraum gar nicht so ungewöhnlich und auch nicht widersprüchlich mit der Schöpfungslehre. In welchem Umfang spielen, für Vertreter der Evolutionstheorie, Streit, Haß, Krieg und Tod eine Rolle?

Meiner Meinung nach, ist bei Evolution Haß und Krieg nicht zwangsläufig. Streitigkeiten werden natürlich immer dann entstehen, wenn eine stärkere Population sich durchsetzt und die Nahrung sowie den Lebensraum von schwächeren Populationen in Anspruch nimmt. Gut, daraus entwickelt sich natürlich auch Neid, Haß und als Folge sich bekriegende Auseinandersetzungen sowie Vernichtungsschläge oder der natürliche, "selektive" Tod der schwächeren Population. Wobei allerdings, was mich verwirrt, dann die schwächere Population auch weiter neben der Stärkeren bestehen soll, wenn auch in geminderter Anzahl. Warum passen sich dann nicht alle der stärkeren Population an, sondern vermehrt und besteht die Schwache weiterhin? Wie auch immer. Jedenfalls wenn zur Evolutiontheorie automatisch Streit, Haß, Krieg und Tod dazu gehören, dürfte es für einen Evolutionisten dann kein "Problem" darstellen all dies in der Welt um ihn herum zu beobachten. Es wäre dann ja, seiner Überzeugung nach, der natürliche, selektive Lauf der Dinge. Oder?

Eingehen möchte ich auch noch einmal auf das Zitat von Charles Darwin, welches auch Almafan zitierte.: "Es ist wahrlich etwas Erhabenes um die Auffassung, daß der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder gar nur einer einzigen Form eingehaucht hat." Darwin selbst hatte einen religiösen Hintergrund, auch wenn er sich später als Agnostiker bezeichnet. Im Gegensatz zu Almafans Interpretation des Satzes von Darwin, glaube ich, daß Darwin hiermit zum Ausdruck bringen wollte, wie faszinierend die Vorstellung ist, daß sich das ganze Leben in seiner Vielfalt, seiner Meinung nach, wahrscheinlich aufgrund nur einer einzigen lebendigen Schöpfung Gottes entwickelt und gewandelt hat. Wenn dem so ist, dann kann ich den Gedankengang Darwins gut nachvollziehen, denn so ein Akt der Schöpfung mit dem potenzial zur Wandlung in all die Lebewesen, die wir kennen, wäre irgendwie beeindruckend.

Ich habe noch einige weitere Gedanken zu dem ersten Kapitel, doch diese kommen bestimmt später noch zur Sprache. Aufgrund der Länge meines Eintrages werde ich daher auch jetzt nicht weiter darauf eingehen.
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt." Dalai Lama
Benutzeravatar
vlindertje
Fahrender Ritter
Fahrender Ritter
 
Beiträge: 243
Registriert: Di 21. Jun 2011, 16:04

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Sa 4. Feb 2012, 20:22

Zum Dinobild:
Das verwirft eigentlich schon die Theorie einer jungen Erde (meist auf 6.000 Jahre beschränkt).

Sinnfrage:
Das ist auch eines der Probleme des menschlichen Denkens. Er versucht hinter allem einen Sinn zu sehen. Die Wissenschaft kann das "Warum" nicht klären. Sie kann Ansätze und Theorien aufstellen, wie etwas passiert sein mag. Sie kann Thesen versuchen mit Beweisen zu untermauern. Das "Warum" ist immer schon eine Frage für Gläubige, Philosophen und Theologen gewesen. Sehr wohl aber kann sie Kausalitätsketten erbauen, also Ursache und Wirkung. Das ist auch etwas, was der Schöpfungsbericht nicht kann. Er muss es allerdings auch nicht können, denn bei einem göttlichen Wirken sind diese, für das Leben so wichtigen Dinge, völlig unnötig. Das ist ein Widerspruch in sich. Und dieser wird meist von Schöpfungsbefürwortern abgeschmettert mit: "Man richtet nicht mit seinem Schöpfer." Das "Warum" ist da also auch ungeklärt.
Aber ist für ein sinnerfühltes Leben ein Schöpfer wirklich erforderlich? Kann man sich nicht selbst diese Ziele stecken, ohne vor einem Gott daherzubuckeln? Was hält ein Gott für uns so Verheißungsvolles, Vorstellbares bereit, dass unsere Zukunft mit einer eigenen Familie, einem Job, den man liebt und ein herrlich ausklingender Lebensabend noch übersteigen sollte? Ich finde gerade ein unendliches Leben, wie es ja nach dem Ende aller Tage in der Bibel verkündet wird, nimmt gerade den Sinn für das eigene Leben. Man versucht dann zwar nach den jeweiligen Regeln zu leben, um in die Zeit nach dem jüngsten Gericht eintreten zu können. Aber wofür das Ganze? Die Unendlichkeit hat etwas ziemlich langweiliges an sich. Gerade die begrenzte Lebensspanne ist ja das, was uns förmlich zwingt, irgendwie sinnvoll diese Zeit zu verbringen. Was weiß ich: Sein Geld mehren. Eine Familie gründen. Einen Baum pflanzen. Oder ein Haus bauen und das Grundstück vor Fertigstellung des Dachstuhls auf dem spanischen Imobilienmarkt 6 mal weiterverkaufen, um eben wieder sein Geld zu mehren.

Streit, Haß, Krieg und Tod:
Streit ist definitiv eine Situation, wie sie unter "höheren" Lebewesen völlig normal ist. Ein Kondrahent streitet mit dem Rudelführer um den Führungsanspruch, ob nun Wolf oder Löwe. Affen nutzen Lausen um eine soziale Gesellschaft auszubauen, um Stress abzubauen und Streit nach Möglichkeit zu vermeiden.
Hass würde feindlich gesinnte Emotionen gegenüber anderen Arten bedeuten. Die einzigen, die nachweislich so handeln, sind Menschen. Sie haben den Hai, den Tiger, den Löwen, den Bären, den Wolf und dergleichen mehr an den Rand der Ausrottung getrieben, weil sie Hass diesen Tieren gegenüber empfinden. Da kann man natürlich anbringen, dass dies zum eigenen Arterhalt geschehen ist, sind doch die genannten Jäger definitiv seit jeher unsere Konkurrenten um fleischliche Nahrung. Aber welche plausible und vernunftbegabte Erklärung lässt uns Spinnen hassen? Es ist kein Fall bekannt, in dem eine Spinne einem Mensch die Beute streitig machte oder den Menschen selber gejagt hat (Ausnahmen: Kankra, die Riesenspinne, die Frodo und Sam in Herr der Ringe II angreift; Aragog, die Riesenspinne, aus Harry Potter).
Raubtiere jagen nicht ihre Beute, weil sie sie hassen, sondern weil sie Hunger haben. Und die Beutetiere hassen ihre Jäger nur in Disneyflimen. In der Realität haben schlichtweg Angst. Eine Bakterie oder ein Virus besetzten nicht einen Wirt, weil sie ihm schaden wollen, sondern weil sie diesen Wirt zum eigenen Überleben und zur Vermehrung brauchen.
Krieg ist insbesondere unter Termiten, Ameisen und Bienen bekannt. Eben jene Zivilisationsarten, die ebenso wie wir Städte oder Staaten errichten. Ganze Völkerschaften von Amazonen (die genannten Tiere sind zu über 99% weiblich) ziehen sogar mit zielgerichteter Kriegsführung zu Felde. Falschfährten, Hinterhalte, Kundschaftereien alles das, was wir Menschen bisher für "unsere" Überlegenheit ausgaben, kommt bei den Kriegsheeren dieser Tiere auch zum Einsatz. Das Leben gleichzeitig Krieg bedeutet, ist eine Überspitzung der Zustände in der Natur. Pflanzen fingen an, Dornen wachsen zu lassen, um sich gegen die Fressfeinde zu schützen. Heute hat die Giraffe nicht nur den längsten aller bekannten Hälse, der noch lebenden Arten, sondern auch eine dicke, ledrige und lange Zunge, die einfach um die Dornen herum abgrast. Und man konnte beobachten, das Steppenakazien gerade dabei sind, in ihren Blättern spezielle Gifte einzulagern, um die Fressfeinde eben künftig davon abzuhalten, weiter daran zu nagen. Selbst dieser Baum hat also eine Zielsetzung. Und von noch keinem einzigen Baum ist bekannt, dass er dies tut, weil er irgendeiner Konfession angehört.
Tod ... Also den kann nun wirklich keiner abstreiten. Selbst ohne Kampf tritt dieser ein.
Und wenn Neid ein Prinzip der Evolution wäre, warum frisst der Koalabär dann nur noch Eukalyptusblätter? Sein Körper verträgt gar nichts anderes mehr. Neid müsste immer zu Generalisten führen, also Wesen die irgendwie alles, aber nichts so richtig können. Fische müssten fliegen können, weil die neidisch sind, da sie nur so im Wasser rumdümpeln. Und ein jede Tierart könnte häkeln und nähen, weil die Menschen das ja auch können. Gerade das Fehlen von Neid führt zu Spezialisten, wie sie eigentlich den wesentlich größeren Teil der Biomasse ausmachen. Neid ist nämlich auch immer eine Sinnfrage. Tiere bauen keine Häuser, weil es Höhlen ja auch tun. Tiere häkeln und nähen nicht, denn sie haben ihr Fell ja noch. Im Grunde ist unsere einzige evolutionäre Errungenschaft, dass wir Affen sind, die zwischen zwei Eiszeiten ihren Pelz ausgezogen haben.

Selektion:
Der natürliche Ausleseprozess betrifft in einem Gebiet immer alle Arten. Das auch der Schwächere überlebt, wenn auch unter den Einschränkungen, die ihm die Stärkeren auferlegen, zeigt sich in der Natur. Der Fuchs ist zweifelsohne stärker als der Hase, den er reißt. Dennoch sind beide da. Ist die Fuchspopulation hoch, so werden mehr Hasen gefressen, was zu deren schwächerer Population führt. In den nächsten Jahren bleiben nicht genug Hasen für alle Füchse da und viele von denen sterben an Mangelernährung. Dadurch erholt sich die Hasenpopulation wieder. Das Spiel beginnt von vorn. Das ist kein Hirngespinnst, sondern entspricht empirisch erwiesenen Feldstudien.

Darwin:
Eine theistische Evolution, also mit den empirischen Nachweisen, das sich die Arten Entwicklen (nicht nur in der Art), aber angestoßen durch einen Gott (der dann vermutlich an der Stelle eingreift, als unbelebte Materie zu belebter wurde) wäre die versöhnlichste aller Theorien. Aber eben wieder keine wissenschaftliche. Das liegt eben daran, dass man Gott nicht empirisch erfassen kann. Außerdem wäre dies wieder ein Dogma, was gute Wissenschaft ja nicht sein kann, weil sie vom Wandel des Wissens lebt, diesen ja selbst gestaltet.
Auch stellt sich mir die Frage, wenn Gott alles geschaffen haben soll, warum ist es uns Menschen dann möglich, völlig neue Elemente zu schaffen, die so in keiner anderen Ecke des Universums existieren. Wenn die Menschen die einzigen Wesen "höherer Intelligenz" sind, dann ist die Erde der einzige Fleck im Universum, der mehr als 92 Elemente hat. Wie kann das mit einem gottgegebenen Universum in Einklang gebracht werden, wenn Gott der einzige ist, der neues schaffen kann? Gut das ist Physik, aber im Kern kommt es auf das selbe hinaus. Was macht Gott also wahrscheinlicher, als eine zufallsbasierte Evolution?

Mit diesen und ähnlichen Fragen werde ich mich im Folgenden beschäftigen. Und ich werde versuchen, mehr Objektivität an den Tag zu legen. Aber ich bin eben Evolutionist. Und ich weiß um die Probleme, die diese Theorie noch heute hat, wie z.B. der Übergang von unbelebter in belebte Materie, der lückenlose Nachweis eines Artenüberganges, die Bildung der ersten Proteine und Aminosäuren. Aber zu diesen Fragen kommen wir eben später noch.

Eigentlich wollte ich ja nur einen neuen Text reinsetzen, aber diese Dinge wollte ich erörtert wissen, bevor ich fortfahre. Deshalb ist dieser Beitrag nun auch so lang.

--

Kapitel 2: Warum ist die Evolution umstritten?
Vorerst nur Seite 14.

UNTERSTÜTZER der Evolutionstheorie betrachten die Evolution heute als eine feststehende Tatsache. Sie glauben, die Evolution sei ein „gegebener Umstand“, eine „Wirklichkeit“, eine „Wahrheit“, wie das Wort „Tatsache“ in Wörterbüchern definiert wird. Ist sie das aber?

Tatsächlich aber sind sich Wissenschaftler ziemlich einig, das es sich bei der Evolutionstheorie mitlerweile um ein Faktum handelt. Es sind lediglich die Einzelfragen noch nicht geklärt, wie die Evolution sich ereignet hat, wie sie entstanden ist. Dennoch wäre es aus religiösem Standpunkt sicher schön, wenn diese beschriebene Uneinigkeit eben eine ganzheitliche wäre. Aber das beruht eben auf den verschiedenen Definitionen des Begriffes Evolution. Die Definition, die man in einem typischen Wörterbuch finden kann, lautet, Evolution sei „in der Biologie die Entwicklung von Lebewesen aus ihren Vorfahren, damit verbunden die Entstehung neuer Arten (durch die so genannte Mikroevolution) und neuer Großgruppen von Organismen (durch die Makroevolution)“. (Quelle: „Evolution“, Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie. 1993-1997)
Ein Wissenschaftler wird andererseits die Evolution als „Änderung in der Allel-Häufigkeit einer Population über die Zeit“ definieren. (Quelle: „Jargon File“ des Archivs der Usenet-Gruppe Talk.Origins unter „Evolution“. Allel wird wie folgt beschrieben: „Wenn jeder Elternteil eine andere Variante (Allel) des gleichen Gens zur Verfügung gestellt hat, nennt man den Organismus heterozygot. Im genetischen Material eines Lebewesens sind beide Allele vorhanden, aber wenn eines davon dominant ist, prägt sich das andere nicht aus.“ „Genetik“, Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie 1993-1997)

Wir haben also nun zwei Definitionen des Begriffes. Und das kann zu Missverständnissen führen:
Wissenschaftler kennen nur einen Typ von Tatsachen: Es muss beobachtet werden können. Wenn also ein Wissenschaftler sagt, die Evolution sei eine Tatsache, dann deshalb, weil er die Änderungen bei den Allelen (Genvarianten) mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen lassen. Niemand in der Wissenschaft streitet das ab.
Doch gleichzeitig stimmen praktisch alle Biologen überein, dass Darwins Theorie erklärt, wie das Leben entstanden sein muss. Das ist keinesfalls eine "Tatsache".
Das ist eben das Problem. Weil viele gottesgläubige Menschen nicht verstehen, dass Wissenschaft per Definition der Versuch ist, alles naturalistisch zu erklären. Wenn Gott also das Leben erschuf, wird eine naturalistische Theorie immer nur ein Teil der Wahrheit sein. Völlig unablässig, wie viele Beweise vorgebracht werden. Da viele Wissenschaftler an Gott glauben, erkennen sie das alles an.

Zum Beweis für die Falschheit der Evolution werden bereits widerlegte Theorien ausgegraben, die es zum Teil nie gab.
Und wie ich es schon beim Nibirutext schrieb ...
Früher glaubte man, die Erde sei flach. (Seite 14)

... die Vorstellung einer flachen Erde (auch: Erdscheibe) findet sich in vielen frühen Kulturen. Sie wurde bereits von Autoren der Antike kritisiert und durch die Vorstellung der Erde als einer Kugel („Erdkugel“) ersetzt. Letzteres blieb auch im europäischen Mittelalter die vorherrschende Lehrmeinung.
Die irrige moderne Annahme, dass insbesondere die mittelalterliche Christenheit an eine Erdscheibe geglaubt habe, wird von der Historical Association of Britain als weitestverbreiteter historischer Irrtum aufgelistet. Neuere Untersuchungen insbesondere seit den 1990er Jahren zeigten, dass "außer sehr wenigen Ausnahmen seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. keine gebildete Person in der Geschichte des Westens glaubte, die Erde sei flach", und dass die Kugelgestalt der Erde stets die dominante Lehrmeinung blieb. Die moderne Fehlannahme, dass der mittelalterliche Mensch an eine scheibenförmige Erde glaubte, fand demnach erst im 19. Jahrhundert Verbreitung, vor allem aufgrund von Washington Irvings Erzählung Das Leben und die Reisen des Christoph Columbus (1828). Diese Aussagen von J.B. Russell und der christlichen American Scientific Affiliation bestreiten, dass die mittelalterliche Kirche die Vorstellung einer flachen Erde verbreitet hat.

Früher galubte man, die Erde sei das Zentrum des Universums und der Himmel drehe sich um die Erde.
(Seite 14)

Ja, das geozentrische Weltbild wurde wirklich erst spät wieder aufgegeben, aber ein Heliozentrisches stand schon Jahrhunderte davor. Die Griechen hatten solche Denkmodelle schon und man wusste um deren bessere Erklärbarkeit, um die Bahnen der anderen Planeten. Doch diese These wurde nicht wissenschaftlich, sondern dogmatisch verworfen. Sie passte nicht in das Bild der Kirche, wo die Erde eben der Mittelpunkt sei. Davorliegende geozentrische Weltbilder gehen übrigens nicht zwangsläufig von einer starren Erde aus, um die sich alles dreht. Es gibt auch drehende zentrale Erden, mal mit dem Sinn der Sterne, mal gegen. Je nachdem, wie man deren Bahnen versuchte zu erklären.

Aber: Das krähen alle, darum kräht man mit.

Es ist eben auch das laienhafte Verständnis, das nicht zwischen einer wissenschaftlichen Theorie und einer wissenschaftlichen Tatsache unterscheiden kann. Schon daraus ergeben sich die meisten Missverständnisse. Die Tatsache ist immer etwas, was man beobachten kann. Eine Theorie ist immer ein Erklärungsmodell. Für einen Wissenschaftler ist eine Theorie immer ein Erklärungsversuch für bereits bekannte Tatsachen. Wie wahrscheinlich sie ist, hat keinen Einfluss darauf, ob es als Theorie bezeichnet wird oder nicht. Eine Theorie kann nicht zu einer Tatsache werden.
Fakten und Theorie sind gänzlich unterschiedliche Dinge, keine Abstufungen. Theorien sind Strukturen von Vorstellungen, die diese Tatsachen erklären und auslegen. Fakten verschwinden nicht, wenn Wissenschaftler rivalisierende Theorien debattieren, um sie zu erklären. Im 20.Jahrhundert hat Einsteins Theorie der Gravitation die von Newton ersetzt, aber Äpfel bleiben deshalb nicht mitten im Fall stehen, um das Ergebnis abzuwarten. Und Menschen entstanden aus affenähnlichen Vorfahren, ob sie das so taten, wie Darwin es vorschlug oder auf eine andere noch zu entdeckende Weise.
Überdies handelt es ich bei Tatsachen nicht um absolute Gewissheiten. So etwas gibt es nicht. Die letzten logischen und mathematischen Beweise kommen als Schlussfolgerung aus gegebenen Prämissen und führen zu logisch zwingenden Konsequenzen. Sie erreichen nur dadurch Gewissheit, weil sie nicht aus der empirisch erfahrbaren Welt kommen. Evolutionisten behaupten nicht, im Besitz ewiger Wahrheit zu sein, obschon das Anhänger der Schöpfungslehre oft tun. Und nebenbei greifen sie dann noch Wissenschaftler für einen Argumentationsstil an, den sie selbst befürworten. Als Tatsache wird bezeichnet was in solchem Maße gesichert gilt, dass es widernatürlich wäre, die vorläufige Meinungsübereinstimmung zurückzuhalten.
Ich postuliere jetzt mal, dass Äpfel nächstes Jahr von unten nach oben fallen. Aber diese Theorie muß nicht mit demselben Zeiteinsatz im Physikunterricht behandelt werden.
Die Evolution ist also die Tatsache, das Verständnis der Mechanismen dieser Evolution ist die Theorie. Darwin betonte ständig den Unterschied zwischen seinen beiden großen und getrennten Leistungen: die Tatsache der Evolution zu begründen und eine Theorie – die natürliche Auslese – vorzuschlagen, um den Mechanismus der Evolution zu erklären.
Gerüchte schweigen sich schnell rum.
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 477
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 20:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon vlindertje » Di 28. Feb 2012, 21:45

zu Sinnfrage:

Ursache und Wirkung: Laut der Bibel wird auch Ursache und Wirkung erklärt, wie zum Beispiel die Geschehnisse unserer Umwelt. Die negativen Dinge werden auf die Erbsünde zurück geführt und der daraus entstandenen Unvollkommenheit, sowie auf Satan und seinen Dämonen, die negativen Einfluß auf die Menschen ausüben und sie zu zerstörerischen Handeln anregen. Mit positiven Auswirkungen werden, unter anderem, liebevolles und rücksichtsvolles Verhalten beschrieben sowie das, was Gott für die Menschheit vorgesehen hat.
Was Endlichkeit und Unendlichkeit angeht bin ich selbst etwas im Widerspruch. Unendlichkeit hat ihren Reiz aber das Bewußtsein der Endlichkeit treibt Menschen zum Vorwärtsstreben an. Ich fänd es schön ewig zu leben und nicht sterben zu müssen. Auf der anderen Seite steht natürlich die Frage, ob ich, wenn unsterblich, gleiches im Leben erreichen würde und wöllte. Die Sinnfrage, so finde ich, stellt sich durch das Bewußtsein der Endlichkeit noch viel mehr.


zu Streit, Haß, Krieg und Tod:

"...Jedenfalls wenn zur Evolutiontheorie automatisch Streit, Haß, Krieg und Tod dazu gehören, dürfte es für einen Evolutionisten dann kein "Problem" darstellen all dies in der Welt um ihn herum zu beobachten. Es wäre dann ja, seiner Überzeugung nach, der natürliche, selektive Lauf der Dinge. Oder?..."

Die Geschehnisse auf der Welt, mal unabhänig von den eigenen Gefühlen betrachtet, müßten für Vertreter der Evolution, Folge der Weiterentwicklung der Menschheit sein. Die Schöpfungslehre erklärt diese, oben erwähnten, negativen Dinge als Folge der Sünde und daß diese beseitigt werden zu Gottes bestimmter Zeit und daher nicht zwangsläufig sind. Selbiges bezieht sich auf das Artensterben, welches wir heute beobachten. Für Evolutionsvertreter dürfte dies kein Grund zur Sorge sein, sondern der normale Weg des Lebens. Oder versteh ich da etwas falsch? Gut, glaubt man an die Schöpfungslehre und den Eingriff Gottes, so glaubt man auch daran, daß alles, was heute zerstörerisches geschieht wieder gut werden wird.

zu Selektion:
Wenn sich eine Veränderung als "besser" herausgestellt hat, warum streben diese Verändernung nicht alle in einer Art an? Ich verstehe dies bei verschiedenen Arten von Tieren, doch wie ist es bei einer Art? Wenn ein langer Schwanz besser ist, warum gibt es dann noch die selbe Art mit kurzen Schwanz?

zu Darwin:
" ... Eine theistische Evolution, also mit den empirischen Nachweisen, das sich die Arten Entwicklen (nicht nur in der Art), aber angestoßen durch einen Gott (der dann vermutlich an der Stelle eingreift, als unbelebte Materie zu belebter wurde) wäre die versöhnlichste aller Theorien. ... " Mit dem oder so ähnlich kann ich mich auch am ehesten irgendwie anfreunden.

" ... Auch stellt sich mir die Frage, wenn Gott alles geschaffen haben soll, warum ist es uns Menschen dann möglich, völlig neue Elemente zu schaffen, die so in keiner anderen Ecke des Universums existieren. ... " Die Menschen nutzen dafür doch die gegebenen Elemente.

Kapitel 2: Warum ist die Evolution umstritten?

" ... Es sind lediglich die Einzelfragen noch nicht geklärt, wie die Evolution sich ereignet hat, wie sie entstanden ist. Dennoch wäre es aus religiösem Standpunkt sicher schön, wenn diese beschriebene Uneinigkeit eben eine ganzheitliche wäre. ... " Ich selbst habe kein Problem damit, wenn sich hierzu noch so manche Fragen klären, auch wenn ich an einen Schöpfer glaube.

Im Übrigen kann ich mit der Vorstellung: " ... Und Menschen entstanden aus affenähnlichen Vorfahren, ob sie das so taten, wie Darwin es vorschlug oder auf eine andere noch zu entdeckende Weise. ... " nicht so konform gehen. Jedenfalls nicht nach meinem persönlichen Weltbild. Aber du schriebst selbst, daß es sich " ... bei Tatsachen nicht um absolute Gewissheiten (handelt) ... "

Ich hab hier noch zwei Artikel aus der Wissenschaft. Beide berichten von vergangenen Zeiten unserer Erdgeschichte und heutigen Beobachtungen/Erklärungsversuchen.


http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,816500,00.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,817368,00.html

Noch einen Nachtrag bzw noch ein Artikel zur Evolution.

Erbgutanalyse
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,816969,00.html
" ... Entgegen landläufiger Vermutungen sterben Männer nicht aus. ... Das nur bei Männern vorhandene Y-Chromosom ist im Gegensatz zum X-Chromosom stark verkümmert. Einen Großteil seiner Erbinformationen verlor es im Laufe der Evolution. ... "
" ... Meerkatzenartige, zu denen der Rhesusaffe zählt, ... " Meerkatzenartig ein Affe? Ich bin noch mehr verwirrt.
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt." Dalai Lama
Benutzeravatar
vlindertje
Fahrender Ritter
Fahrender Ritter
 
Beiträge: 243
Registriert: Di 21. Jun 2011, 16:04

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon almafan » Mi 29. Feb 2012, 04:50

Sinnfrage:
Der Schöpfungsbericht erklärt weder Ursache noch Wirkung. Gott macht einfach. Die bösen Einflüsse und Co kommen ja, wie du selbst schreibst, erst mit der Erbsünde. Und die ist zwar noch ziemlich weit vorn in der Bibel, aber doch kein Bestandteil der Schöpfung mehr. Zu dem Zeitpunkt ist ja schon alles da und Eva lässt sich halt von diesem geschlängelten "Forbiddenfruit"-Vertreter belabern.

Evolutionisten beim Artensterben:
Natürlich ist das Artensterben auch für Evolutionisten schrecklich, ganz ab von der Tatsache, dass es das einfach ist. Denn es hat mit natürlicher Selektion nur noch wenig zu tun. Der Mensch greift massiv in die Artenregulierung ein, indem er Wälder abholzt und Tiere jagt und die Meere leerfischt. Dadurch entsteht der Natur ein Schaden, der glücklicherweise wirklich nicht irreparabel ist. Im Schöpfungsbericht ist es Gott der alles zum Guten wendet, in der Evolution ist es der Mensch selbst. Er wird sich selbst wegrationalisieren, wenn er sich nicht besinnt, und die Natur wird sich erholen. Ganz ohne uns und damit fährt sie sicher gut. Heil den Kakalaken und Ameisen, den möglichsten Herrschern der Zukunft. Also was das Tierreich angeht. Bakterien und Viren werden unser Kommen und Gehen gar nicht erst bemerkt haben.

Selektion:
Jede Anpassung geschiet für sich ändernde Lebensbereiche. Ein langer Schwanz bedeutet bei Raubtieren meist mehr Balance und Kurskorrektur, gern auch im Sprung. Das heißt aber auch mehr Gewicht, neue Steuerungsmechanismen und ein neues Jagdverhalten. Sicher ein Jagdverhalten, dass die bevorzugte Beute überraschen wird, ist sie doch von den "Kurzschwänzen" andere Strategien gewohnt und reagiert im Jagdfall dann eben dementsprechend "falsch". Die Population der "Langschwänze" wird schneller wachsen. Ein Schwund bei den "Kurzschwänzen" wird sicherlich einsetzen. Doch die Beute schlagen werden beide. Jeder auf seine Art. Außerdem ziehen sich solche Populationsgeschichten nicht über einen Zeitraum, den ein Mensch zu überblicken im Stande wäre. Die letzten Mastodons (Mammuts) sind in einem Zeitraum von mehr als 20.000 Jahren ausgestorben und nicht von heut auf morgen. Es kann also im Beispiel durchaus der Fall sein, dass die "Kurzschwänze" bereits im Begriff sind gänzlich zu verschwinden. Das eine Art heute parallel neben einer anderen existiert, belegt nicht automatisch, dass sie das auch zukünftig tut.

Elemente:
Sicher nutzen wir Vorhandenes um Neues zu schaffen. Aber wenn das Schaffen der Grundlagen unseres Universums, und Elemente sind das auch unbestreitbar, eine göttliche Gabe ist, warum kann der Mensch das dann?

Meerkatzenartige:
Der deutsche Name „Meerkatze“ ist seit dem 16.Jahrhundert bekannt. Zur Herkunft dieses ungewöhnlichen Namens gibt es zwei Hypothesen: Zum einen wird vermutet, dass die Tiere ihren Namen daher haben, dass sie Katzen ähneln und über das Meer von Afrika nach Europa gebracht wurden. Andererseits glaubt man, dass sich der Name vom Sanskrit-Wort „markata“, was Affe bedeutet, ableitet. Die niederländische Bezeichnung ist meerkat, in Südafrika kam es allerdings zu einem Bedeutungswechsel, bis heute wird im Afrikaans und im Englischen eine völlig andere Tierart, das Erdmännchen aus der Familie der Mangusten, so bezeichnet.
Mehr im Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Meerkatzen

Bild . Bild
Bild . Bild
Von oben links nach unten rechts: Westliche Grünmeerkatze (Chlorocebus sabaeus), Südliche Grünmeerkatze (Chlorocebus pygerythrus), Zwergmeerkatze aus Brehms Tierleben, Sumpfmeerkatze (Allenopithecus nigroviridis)
Das ist natürlich nur ein kurzer Ausschnitt aus der großen Familie der Meerkatzenartigen.
--

Kapitel 2: Warum ist die Evolution umstritten?
Seite 15.

Konzentrieren wir uns vorerst einmal auf die Definition der Wörter. Wir werden sehen, wie das Buch versucht durch falsche und willentlich fehlerhaft wiedergegebene Zitate, die Theorie zu diskreditieren.
In dem Wissenschaftsmagazin Discover wurde die Situation wie folgt dargestellt: „Die Evolution … wird nicht nur von Fundamentalisten angegriffen, sondern auch von namhaften Wissenschaftlern in Frage gestellt. Unter Paläontologen – Wissenschaftlern, die sich mit dem Studium des Fossilberichts befassen – denkt man zunehmend anders, als es der üblichen darwinistischen Auffassung entspricht.(Seite 15)

Sollte euer Text anders enden, so wie er es bei mir tut, so habt ihr offensichtlich ebenfalls eine ältere Ausgabe. Bei Nachforschungen im Internet bin ich auf diesen neuen Halbsatz gestoßen. Wenn nämlich ein Teile aus einem Zitat ausgelassen werden, so sollte dies immer durch Auslassungszeichen vermerkt werden. Dankbarerweise wurde dieser Teil des Falschzitates ja berichtigt. Das eigentliche Problem liegt aber eben am Anfang des Zitates. Dank der Quellenangabe im Buch konnte ich herausfinden, um was für eine Ausgabe des Discover es sich handelte. Hier nun ein Orginalzitat:
Charles Darwin's brilliant theory of evolution, published in 1859, had a stunning impact on scientific and religious thought and forever changed man's perception of himself. Now that hallowed theory is not only under attack by fundamentalist Christians, but is also being questioned by reputable scientists. Among paleontologists, scientists who study the fossil record, there is growing dissent from the prevailing view of Darwinism.... Most of the debate will center on one key question: Does the three-billion-year-old process of evolution creep at a steady pace, or is it marked by long periods of inactivity punctuated by short bursts of rapid change? Is Evolution a tortoise or a hare? Darwin's widely accepted view -- that evolution proceeds steadily, at a crawl -- favors the tortoise. But two paleontologists, Niles Eldredge of the American Museum of Natural History and Stephen Jay Gould of Harvard, are putting their bets on the hare. (James Gorman, "The Tortoise or the Hare?", Discover, October 1980, p. 88)

Übersetzung: "Charles Darwins brillante Theorie der Evolution, veröffentlicht im Jahre 1859, hatte einen sensationellen Eindruck auf wissenschaftliches und religiöses Denken und veränderte die Selbstwahrnehmung des Menschen auf Dauer. Nun wird diese geheiligte Theorie nicht nur von Fundamentalisten angegriffen, sondern auch von namhaften Wissenschaftlern in Frage gestellt. Unter Paläontologen – Wissenschaftlern, die sich mit dem Studium des Fossilberichts befassen – denkt man zunehmend anders, als es der üblichen darwinistischen Auffassung entspricht … Die Debatte dreht sich hauptsächlich um eine Schlüsselfrage: Geht der drei Milliarden alte Evolutionsprozeß fortwährend vor sich, oder ist er gekennzeichnet durch lange Perioden der Untätigkeit, bis er dann mit kurzen Ausbrüchen rapider Änderungen wiederkommt? Ist die Evolution eine Schildkröte oder ein Hase? Darwins weithin akzeptierte Theorie – daß der Evolutionsprozeß langsam und stetig vor sich geht – favorisiert die Schildkröte. Aber zwei Paläontologen, Niles Eldredge vom Amerikanischen Museum für Naturgeschichte und Stephen Jay Gould aus Harvard, wetten auf den Hasen."

Das Auslassungszeichen am Anfang des Schöpfung-/Evolutionsbuches suggeriert also, dass Wissenschafter die Evolution als Ganzes anzweifeln. Sicherlich wird es den einen oder anderen geben. Aber das verwendete Zitat unterstützt diese Behauptung eben nicht, wenn man diese Stelle denn vollständig wiedergegeben hätte. In der hier geschilderten Debatte geht es also nicht um die Evolution als Ganzes, sondern über die Art des Vorgangs. Mit Unterbrechungen und Sprüngen oder allmählich. Dies ist also eine bewusste Falschinformation und ich habe die Befürchtung, dass sich das so weiter fortsetzen wird.

Damit kommen wir auch schon zur wichtigsten Quelle für das Buch:
Francis Hitching, Evolutionist und Autor des Buches The Neck of the Giraffe, erklärte: "Gemessen an der Anerkennung, die der Darwinismus als das große, allumfassende Prinzip der Biologie gefunden hat, ist er nach eineinviertel Jahrhunderten in überraschend große Schwierigkeiten geraten."

Wer ist eigentlich Francis Hitching? Er wird als Evolutionist bezeichnet, das verleiht ihm einen seriösen Anstrich. Offenbar ist er ein Gelehrter, der sich auf die Evolutionswissenschaft spezialisiert hat. Doch welche Legitimation hat er als Wissenschafter? Keine. Er besuchte eine private Knabenschule in Warwick, England. Jetzt wird man sicher einwenden, dass Evolutionist nicht gleich bedeutet, dass er zwangsläufig Wissenschaftler sein muss. Aber wir finden folgendes:
Wie kann man die Evolutionstheorie überprüfen? Das Nächstliegende wäre eine Untersuchung des Fossilberichts, um festzustellen, ob tatsächlich allmähliche Veränderungen von einer Art zu einer anderen vor sich gegangen sind. Kann dieser Nachweis erbracht werden? Nein, wie zahlreiche Wissenschaftler ehrlich zugeben. Einer von ihnen, Francis Hitching, schreibt: "Wenn man nach Bindegliedern zwischen den Hauptgruppen der Tiere sucht, so sucht man vergeblich."
(Die Bibel – Gottes oder Menschenwort? Seite 106, Fettzeichnung von mir)

Francis Hitching ist aber mehr als einfach nur KEIN Wissenschaftler. Er ist der Autor der Bücher Pendulum: The Psi connection (1977), Earth Magic The Astounding Mystery of the Greatest of All Lost Civilizations (1977), Dowsing: The psi connection (1978), The Mysterious World: An Atlas of the Unexplained (1979), The World Atlas of Mysteries (1981) und Boom Business of the 90s: Essential Start-Up Guide to Network Marketing (1992). Er gehört nach eigenen Angaben zur Gesellschaft für psychische Forschung, der Britischen Gesellschaft für Wünschelrutengänger und der Amerikanischen Gesellschaft für Wünschelrutengänger. Schöne Quelle, fantasievoll auf jeden Fall. Aber seriös. Francis Hitching ist eigentlich gegen den Darwinismus. Zitiert man ihn, ist die Position eigentlich klar.

Richard Dawkins, seines Zeichens studierter Zoologe am Balliol College, Oxford, Assistentsprofessor an der University of California 1967-1969, Berkeley und von 1995 bis 2008 University of Oxford's Professor for Public Understanding of Science hält wenig vom "Kollegen": "I know nothing at all about Francis Hitching. If you are uncovering the fact that he is a charlatan, good for you. His book, The Neck of the Giraffe, is one of the silliest and most ignorant I have read for years."
Das ist jetzt natürlich so ein Aussage-gegen-Aussage-Spiel. Ich weiß. Aber er muss sich keine Titel hinzudichten. Hitching aber beansprucht - in der Bibliographie - auch, Mitglied in respektablen Organisationen wie dem Königlichen archäologischen Institut in London zu sein. Diese Organisation bestreitet aber eindeutig, ihn zu kennen. Und im Anhang zu seiner Giraffe behauptet er, von angesehenen Wissenschaftlern wie Dr.S.J.Gould Hilfe erhalten zu haben. Das wäre höchst eigenartig, ist Dr.Gould doch Verfechter der Evolutionstheorie und kämpft seit Jahren für eine Popularisierung dieser und deren Verteidigung gegen den in der USA verbreiteten Kreationismus. Das wäre also die exakt "falscheste" Hilfe, die Hitching für sein Buch hätte holen können. Dr.Gould sagte auch: „Ich bin ihm nie begegnet und habe keine Informationen.“ Diese Beispiele sind keine Einzelfälle.

Ich will den Mann nicht schlecht reden, aber seine Tauglichkeit zum Thema Evolution klarstellen.
Gerüchte schweigen sich schnell rum.
Benutzeravatar
almafan
König
König
 
Beiträge: 477
Registriert: Mo 21. Mär 2011, 20:11

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon vlindertje » Sa 3. Mär 2012, 03:34

Du zitiertest Seite 15 mit den Worten des Zitates: "„Die Evolution … wird nicht nur von Fundamentalisten angegriffen, sondern auch von namhaften Wissenschaftlern in Frage gestellt. Unter Paläontologen – Wissenschaftlern, die sich mit dem Studium des Fossilberichts befassen – denkt man zunehmend anders, als es der üblichen darwinistischen Auffassung entspricht.(Seite 15)" Und meintest, daß hierin falsche Dinge zitiert werden, die das Gesamtbild entstellen sollen und sprichst von "...bewusste Falschinformation...". Dies finde ich nicht, denn wenn man dein darunter aufgeführtes, vom englischen Übersetzten Auszuges ließt steht im ersten Teil exakt das Gleiche. Änderungen und ein deutlicheres Verständnis, wie der orginale Text, der zitiert wurde, gemeint ist (Hase/Schildkröte) ergibt sich erst aus dem nachfolgenden Text ab "... Die Debatte dreht sich hauptsächlich um eine Schlüsselfrage: Geht der drei Milliarden alte Evolutionsprozeß fortwährend vor sich, oder ist er gekennzeichnet durch lange Perioden der Untätigkeit, bis er dann mit kurzen Ausbrüchen rapider Änderungen wiederkommt? ..." Dieser, von dir zusätzlich beigefügter Text des Orginals, geben auf jedenfall mehr und deutlichere Informationen und man kann den Gedanken der Wissenschaftler besser folgen, dennoch war das angeführte Zitat des Buches nicht falsch. Es war eben nur ein Zitat und bezog sich auf den ersten Teil der orginalen Aussage.

Hier hab ich im übrigen wieder einen Artikel über ein Fossil aus dem Jura
Riesenfloh saugte Blut mit Panzerrüssel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,818484,00.html
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt." Dalai Lama
Benutzeravatar
vlindertje
Fahrender Ritter
Fahrender Ritter
 
Beiträge: 243
Registriert: Di 21. Jun 2011, 16:04

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon vlindertje » Sa 10. Mär 2012, 00:53

In diesem Zusammenhang ist folgender Artikel bestimmt auch mal spannend zu lesen:

"... Tieren, die an mehreren Stellen ... gefunden wurden und die sowohl marines als auch terrestrisches Leben repräsentieren. Mit ihnen lasse sich die bisherige Lücke zwischen hauptsächlich im Wasser lebenden Tetrapoden ... mit ... landlebenden Tetrapoden ... füllen. ..."

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,819502,00.html
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt." Dalai Lama
Benutzeravatar
vlindertje
Fahrender Ritter
Fahrender Ritter
 
Beiträge: 243
Registriert: Di 21. Jun 2011, 16:04

Re: Evolution oder Schöpfung

Beitragvon vlindertje » So 25. Mär 2012, 10:22

Ich habe einen Artikel im Spiegel gelesen: Warum der Mensch aufrecht geht

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,822950,00.html

Mich würde mal deine Meinung dazu interessieren, Almafan, oder auch von dem, der sich sonst noch angesprochen fühlt.
"Nichts ist entspannender, als das anzunehmen, was kommt." Dalai Lama
Benutzeravatar
vlindertje
Fahrender Ritter
Fahrender Ritter
 
Beiträge: 243
Registriert: Di 21. Jun 2011, 16:04

Nächste

TAGS

Zurück zu Der Skeptiker

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron