Zum Dinobild:Das verwirft eigentlich schon die Theorie einer jungen Erde (meist auf 6.000 Jahre beschränkt).
Sinnfrage:Das ist auch eines der Probleme des menschlichen Denkens. Er versucht hinter allem einen Sinn zu sehen. Die Wissenschaft kann das "Warum" nicht klären. Sie kann Ansätze und Theorien aufstellen, wie etwas passiert sein mag. Sie kann Thesen versuchen mit Beweisen zu untermauern. Das "Warum" ist immer schon eine Frage für Gläubige, Philosophen und Theologen gewesen. Sehr wohl aber kann sie Kausalitätsketten erbauen, also Ursache und Wirkung. Das ist auch etwas, was der Schöpfungsbericht nicht kann. Er muss es allerdings auch nicht können, denn bei einem göttlichen Wirken sind diese, für das Leben so wichtigen Dinge, völlig unnötig. Das ist ein Widerspruch in sich. Und dieser wird meist von Schöpfungsbefürwortern abgeschmettert mit: "Man richtet nicht mit seinem Schöpfer." Das "Warum" ist da also auch ungeklärt.
Aber ist für ein sinnerfühltes Leben ein Schöpfer wirklich erforderlich? Kann man sich nicht selbst diese Ziele stecken, ohne vor einem Gott daherzubuckeln? Was hält ein Gott für uns so Verheißungsvolles, Vorstellbares bereit, dass unsere Zukunft mit einer eigenen Familie, einem Job, den man liebt und ein herrlich ausklingender Lebensabend noch übersteigen sollte? Ich finde gerade ein unendliches Leben, wie es ja nach dem Ende aller Tage in der Bibel verkündet wird, nimmt gerade den Sinn für das eigene Leben. Man versucht dann zwar nach den jeweiligen Regeln zu leben, um in die Zeit nach dem jüngsten Gericht eintreten zu können. Aber wofür das Ganze? Die Unendlichkeit hat etwas ziemlich langweiliges an sich. Gerade die begrenzte Lebensspanne ist ja das, was uns förmlich zwingt, irgendwie sinnvoll diese Zeit zu verbringen. Was weiß ich: Sein Geld mehren. Eine Familie gründen. Einen Baum pflanzen. Oder ein Haus bauen und das Grundstück vor Fertigstellung des Dachstuhls auf dem spanischen Imobilienmarkt 6 mal weiterverkaufen, um eben wieder sein Geld zu mehren.
Streit, Haß, Krieg und Tod:Streit ist definitiv eine Situation, wie sie unter "höheren" Lebewesen völlig normal ist. Ein Kondrahent streitet mit dem Rudelführer um den Führungsanspruch, ob nun Wolf oder Löwe. Affen nutzen Lausen um eine soziale Gesellschaft auszubauen, um Stress abzubauen und Streit nach Möglichkeit zu vermeiden.
Hass würde feindlich gesinnte Emotionen gegenüber anderen Arten bedeuten. Die einzigen, die nachweislich so handeln, sind Menschen. Sie haben den Hai, den Tiger, den Löwen, den Bären, den Wolf und dergleichen mehr an den Rand der Ausrottung getrieben, weil sie Hass diesen Tieren gegenüber empfinden. Da kann man natürlich anbringen, dass dies zum eigenen Arterhalt geschehen ist, sind doch die genannten Jäger definitiv seit jeher unsere Konkurrenten um fleischliche Nahrung. Aber welche plausible und vernunftbegabte Erklärung lässt uns Spinnen hassen? Es ist kein Fall bekannt, in dem eine Spinne einem Mensch die Beute streitig machte oder den Menschen selber gejagt hat (Ausnahmen: Kankra, die Riesenspinne, die Frodo und Sam in Herr der Ringe II angreift; Aragog, die Riesenspinne, aus Harry Potter).
Raubtiere jagen nicht ihre Beute, weil sie sie hassen, sondern weil sie Hunger haben. Und die Beutetiere hassen ihre Jäger nur in Disneyflimen. In der Realität haben schlichtweg Angst. Eine Bakterie oder ein Virus besetzten nicht einen Wirt, weil sie ihm schaden wollen, sondern weil sie diesen Wirt zum eigenen Überleben und zur Vermehrung brauchen.
Krieg ist insbesondere unter Termiten, Ameisen und Bienen bekannt. Eben jene Zivilisationsarten, die ebenso wie wir Städte oder Staaten errichten. Ganze Völkerschaften von Amazonen (die genannten Tiere sind zu über 99% weiblich) ziehen sogar mit zielgerichteter Kriegsführung zu Felde. Falschfährten, Hinterhalte, Kundschaftereien alles das, was wir Menschen bisher für "unsere" Überlegenheit ausgaben, kommt bei den Kriegsheeren dieser Tiere auch zum Einsatz. Das Leben gleichzeitig Krieg bedeutet, ist eine Überspitzung der Zustände in der Natur. Pflanzen fingen an, Dornen wachsen zu lassen, um sich gegen die Fressfeinde zu schützen. Heute hat die Giraffe nicht nur den längsten aller bekannten Hälse, der noch lebenden Arten, sondern auch eine dicke, ledrige und lange Zunge, die einfach um die Dornen herum abgrast. Und man konnte beobachten, das Steppenakazien gerade dabei sind, in ihren Blättern spezielle Gifte einzulagern, um die Fressfeinde eben künftig davon abzuhalten, weiter daran zu nagen. Selbst dieser Baum hat also eine Zielsetzung. Und von noch keinem einzigen Baum ist bekannt, dass er dies tut, weil er irgendeiner Konfession angehört.
Tod ... Also den kann nun wirklich keiner abstreiten. Selbst ohne Kampf tritt dieser ein.
Und wenn
Neid ein Prinzip der Evolution wäre, warum frisst der Koalabär dann nur noch Eukalyptusblätter? Sein Körper verträgt gar nichts anderes mehr. Neid müsste immer zu Generalisten führen, also Wesen die irgendwie alles, aber nichts so richtig können. Fische müssten fliegen können, weil die neidisch sind, da sie nur so im Wasser rumdümpeln. Und ein jede Tierart könnte häkeln und nähen, weil die Menschen das ja auch können. Gerade das Fehlen von Neid führt zu Spezialisten, wie sie eigentlich den wesentlich größeren Teil der Biomasse ausmachen. Neid ist nämlich auch immer eine Sinnfrage. Tiere bauen keine Häuser, weil es Höhlen ja auch tun. Tiere häkeln und nähen nicht, denn sie haben ihr Fell ja noch. Im Grunde ist unsere einzige evolutionäre Errungenschaft, dass wir Affen sind, die zwischen zwei Eiszeiten ihren Pelz ausgezogen haben.
Selektion:Der natürliche Ausleseprozess betrifft in einem Gebiet immer alle Arten. Das auch der Schwächere überlebt, wenn auch unter den Einschränkungen, die ihm die Stärkeren auferlegen, zeigt sich in der Natur. Der Fuchs ist zweifelsohne stärker als der Hase, den er reißt. Dennoch sind beide da. Ist die Fuchspopulation hoch, so werden mehr Hasen gefressen, was zu deren schwächerer Population führt. In den nächsten Jahren bleiben nicht genug Hasen für alle Füchse da und viele von denen sterben an Mangelernährung. Dadurch erholt sich die Hasenpopulation wieder. Das Spiel beginnt von vorn. Das ist kein Hirngespinnst, sondern entspricht empirisch erwiesenen Feldstudien.
Darwin:Eine theistische Evolution, also mit den empirischen Nachweisen, das sich die Arten Entwicklen (nicht nur in der Art), aber angestoßen durch einen Gott (der dann vermutlich an der Stelle eingreift, als unbelebte Materie zu belebter wurde) wäre die versöhnlichste aller Theorien. Aber eben wieder keine wissenschaftliche. Das liegt eben daran, dass man Gott nicht empirisch erfassen kann. Außerdem wäre dies wieder ein Dogma, was gute Wissenschaft ja nicht sein kann, weil sie vom Wandel des Wissens lebt, diesen ja selbst gestaltet.
Auch stellt sich mir die Frage, wenn Gott alles geschaffen haben soll, warum ist es uns Menschen dann möglich, völlig neue Elemente zu schaffen, die so in keiner anderen Ecke des Universums existieren. Wenn die Menschen die einzigen Wesen "höherer Intelligenz" sind, dann ist die Erde der einzige Fleck im Universum, der mehr als 92 Elemente hat. Wie kann das mit einem gottgegebenen Universum in Einklang gebracht werden, wenn Gott der einzige ist, der neues schaffen kann? Gut das ist Physik, aber im Kern kommt es auf das selbe hinaus. Was macht Gott also wahrscheinlicher, als eine zufallsbasierte Evolution?
Mit diesen und ähnlichen Fragen werde ich mich im Folgenden beschäftigen. Und ich werde versuchen, mehr Objektivität an den Tag zu legen. Aber ich bin eben Evolutionist. Und ich weiß um die Probleme, die diese Theorie noch heute hat, wie z.B. der Übergang von unbelebter in belebte Materie, der lückenlose Nachweis eines Artenüberganges, die Bildung der ersten Proteine und Aminosäuren. Aber zu diesen Fragen kommen wir eben später noch.
Eigentlich wollte ich ja nur einen neuen Text reinsetzen, aber diese Dinge wollte ich erörtert wissen, bevor ich fortfahre. Deshalb ist dieser Beitrag nun auch so lang.
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Kapitel 2: Warum ist die Evolution umstritten?Vorerst nur Seite 14.UNTERSTÜTZER der Evolutionstheorie betrachten die Evolution heute als eine feststehende Tatsache. Sie glauben, die Evolution sei ein „gegebener Umstand“, eine „Wirklichkeit“, eine „Wahrheit“, wie das Wort „Tatsache“ in Wörterbüchern definiert wird. Ist sie das aber?
Tatsächlich aber sind sich Wissenschaftler ziemlich einig, das es sich bei der Evolutionstheorie mitlerweile um ein Faktum handelt. Es sind lediglich die Einzelfragen noch nicht geklärt, wie die Evolution sich ereignet hat, wie sie entstanden ist. Dennoch wäre es aus religiösem Standpunkt sicher schön, wenn diese beschriebene Uneinigkeit eben eine ganzheitliche wäre. Aber das beruht eben auf den verschiedenen Definitionen des Begriffes Evolution. Die Definition, die man in einem typischen Wörterbuch finden kann, lautet, Evolution sei „in der Biologie die Entwicklung von Lebewesen aus ihren Vorfahren, damit verbunden die Entstehung neuer Arten (durch die so genannte Mikroevolution) und neuer Großgruppen von Organismen (durch die Makroevolution)“. (Quelle: „Evolution“, Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie. 1993-1997)
Ein Wissenschaftler wird andererseits die Evolution als „Änderung in der Allel-Häufigkeit einer Population über die Zeit“ definieren. (Quelle: „Jargon File“ des Archivs der Usenet-Gruppe Talk.Origins unter „Evolution“. Allel wird wie folgt beschrieben: „Wenn jeder Elternteil eine andere Variante (Allel) des gleichen Gens zur Verfügung gestellt hat, nennt man den Organismus heterozygot. Im genetischen Material eines Lebewesens sind beide Allele vorhanden, aber wenn eines davon dominant ist, prägt sich das andere nicht aus.“ „Genetik“, Microsoft Encarta 98 Enzyklopädie 1993-1997)
Wir haben also nun zwei Definitionen des Begriffes. Und das kann zu Missverständnissen führen:
Wissenschaftler kennen nur einen Typ von Tatsachen: Es muss beobachtet werden können. Wenn also ein Wissenschaftler sagt, die Evolution sei eine Tatsache, dann deshalb, weil er die Änderungen bei den Allelen (Genvarianten) mit wissenschaftlichen Methoden nachweisen lassen. Niemand in der Wissenschaft streitet das ab.
Doch gleichzeitig stimmen praktisch alle Biologen überein, dass Darwins Theorie erklärt, wie das Leben entstanden sein muss. Das ist keinesfalls eine "Tatsache".
Das ist eben das Problem. Weil viele gottesgläubige Menschen nicht verstehen, dass Wissenschaft per Definition der Versuch ist, alles naturalistisch zu erklären. Wenn Gott also das Leben erschuf, wird eine naturalistische Theorie immer nur ein Teil der Wahrheit sein. Völlig unablässig, wie viele Beweise vorgebracht werden. Da viele Wissenschaftler an Gott glauben, erkennen sie das alles an.
Zum Beweis für die Falschheit der Evolution werden bereits widerlegte Theorien ausgegraben, die es zum Teil nie gab.
Und wie ich es schon beim Nibirutext schrieb ...
Früher glaubte man, die Erde sei flach. (Seite 14)
... die Vorstellung einer flachen Erde (auch: Erdscheibe) findet sich in vielen frühen Kulturen. Sie wurde bereits von Autoren der Antike kritisiert und durch die Vorstellung der Erde als einer Kugel („Erdkugel“) ersetzt. Letzteres blieb auch im europäischen Mittelalter die vorherrschende Lehrmeinung.
Die irrige moderne Annahme, dass insbesondere die mittelalterliche Christenheit an eine Erdscheibe geglaubt habe, wird von der Historical Association of Britain als weitestverbreiteter historischer Irrtum aufgelistet. Neuere Untersuchungen insbesondere seit den 1990er Jahren zeigten, dass "außer sehr wenigen Ausnahmen seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. keine gebildete Person in der Geschichte des Westens glaubte, die Erde sei flach", und dass die Kugelgestalt der Erde stets die dominante Lehrmeinung blieb. Die moderne Fehlannahme, dass der mittelalterliche Mensch an eine scheibenförmige Erde glaubte, fand demnach erst im 19. Jahrhundert Verbreitung, vor allem aufgrund von Washington Irvings Erzählung Das Leben und die Reisen des Christoph Columbus (1828). Diese Aussagen von J.B. Russell und der christlichen American Scientific Affiliation bestreiten, dass die mittelalterliche Kirche die Vorstellung einer flachen Erde verbreitet hat.
Früher galubte man, die Erde sei das Zentrum des Universums und der Himmel drehe sich um die Erde.
(Seite 14)
Ja, das geozentrische Weltbild wurde wirklich erst spät wieder aufgegeben, aber ein Heliozentrisches stand schon Jahrhunderte davor. Die Griechen hatten solche Denkmodelle schon und man wusste um deren bessere Erklärbarkeit, um die Bahnen der anderen Planeten. Doch diese These wurde nicht wissenschaftlich, sondern dogmatisch verworfen. Sie passte nicht in das Bild der Kirche, wo die Erde eben der Mittelpunkt sei. Davorliegende geozentrische Weltbilder gehen übrigens nicht zwangsläufig von einer starren Erde aus, um die sich alles dreht. Es gibt auch drehende zentrale Erden, mal mit dem Sinn der Sterne, mal gegen. Je nachdem, wie man deren Bahnen versuchte zu erklären.
Aber: Das krähen alle, darum kräht man mit.
Es ist eben auch das laienhafte Verständnis, das nicht zwischen einer wissenschaftlichen Theorie und einer wissenschaftlichen Tatsache unterscheiden kann. Schon daraus ergeben sich die meisten Missverständnisse. Die Tatsache ist immer etwas, was man beobachten kann. Eine Theorie ist immer ein Erklärungsmodell. Für einen Wissenschaftler ist eine Theorie immer ein Erklärungsversuch für bereits bekannte Tatsachen. Wie wahrscheinlich sie ist, hat keinen Einfluss darauf, ob es als Theorie bezeichnet wird oder nicht. Eine Theorie kann nicht zu einer Tatsache werden.
Fakten und Theorie sind gänzlich unterschiedliche Dinge, keine Abstufungen. Theorien sind Strukturen von Vorstellungen, die diese Tatsachen erklären und auslegen. Fakten verschwinden nicht, wenn Wissenschaftler rivalisierende Theorien debattieren, um sie zu erklären. Im 20.Jahrhundert hat Einsteins Theorie der Gravitation die von Newton ersetzt, aber Äpfel bleiben deshalb nicht mitten im Fall stehen, um das Ergebnis abzuwarten. Und Menschen entstanden aus affenähnlichen Vorfahren, ob sie das so taten, wie Darwin es vorschlug oder auf eine andere noch zu entdeckende Weise.
Überdies handelt es ich bei Tatsachen nicht um absolute Gewissheiten. So etwas gibt es nicht. Die letzten logischen und mathematischen Beweise kommen als Schlussfolgerung aus gegebenen Prämissen und führen zu logisch zwingenden Konsequenzen. Sie erreichen nur dadurch Gewissheit, weil sie nicht aus der empirisch erfahrbaren Welt kommen. Evolutionisten behaupten nicht, im Besitz ewiger Wahrheit zu sein, obschon das Anhänger der Schöpfungslehre oft tun. Und nebenbei greifen sie dann noch Wissenschaftler für einen Argumentationsstil an, den sie selbst befürworten. Als Tatsache wird bezeichnet was in solchem Maße gesichert gilt, dass es widernatürlich wäre, die vorläufige Meinungsübereinstimmung zurückzuhalten.
Ich postuliere jetzt mal, dass Äpfel nächstes Jahr von unten nach oben fallen. Aber diese Theorie muß nicht mit demselben Zeiteinsatz im Physikunterricht behandelt werden.
Die Evolution ist also die Tatsache, das Verständnis der Mechanismen dieser Evolution ist die Theorie. Darwin betonte ständig den Unterschied zwischen seinen beiden großen und getrennten Leistungen: die Tatsache der Evolution zu begründen und eine Theorie – die natürliche Auslese – vorzuschlagen, um den Mechanismus der Evolution zu erklären.